Wie leicht doch aus einem Lover ein Hater werden kann

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Jede Regierung dieser Welt hat Experten im Volk, die es besser wissen, als sie selbst. Was sage ich, besser? Nein, viel besser natürlich! Alex Jones aus den USA ist so einer. Eigentlich ist er Schauspieler, aber er hat sich hochgearbeitet zum Selberschreiber und mittlerweile ein kleines Imperium aufgebaut, mit 70+/- Mitarbeitern. InfoWars, PrisonPlanet, War Room.

Ales Jones ist ein glühender Trump-Supporter und Trump ist ein Fass ohne Boden, das immer neue Nachrichten bringt, die Alex ausschlachtet und zu Geld macht.

Inzwischen gibt es allerdings ein Problem. Denn nun hat Präsident Trump, zusammen mit Macron und May sowie dem Segen unserer Bundeskanzlerin und deren Kriegsministerin, vor einigen Tagen einige Stellungen bombardiert, die nicht zufällig sondern gewollt in Syrien lagen.

Dieser Artikel erklärt warum er das tat.    

Das Problem dabei: Er hat Alex Jones vorher nicht nach seiner Meinung gefragt. Behauptet der doch, der Präsident würde ihn doch auch sonst immer anrufen. Neulich erst: „Trump hat mich ein paar Mal angerufen, aber ich konnte da grad nicht.“

Aha.

Da stellt sich doch jetzt sicherlich jedem vernünftigen Menschen die Frage: Hätte Alex Jones eventuell den Supergau verhindern können und die paar leeren Gebäude würden jetzt noch in ihrer vollen Pracht dastehen? Und vor allen Dingen: Warum hat Herr Trump nicht wenigstens noch ein letztes Mal versucht, diesen Alleskönner zu erreichen? Hätte Mr. Jones nicht auch zurückrufen können?

Wären die beiden vor der Attacke noch einmal zusammen gekommen, wäre vielleicht – oder sogar wahrscheinlich – verhindert worden, dass Alex inzwischen mal wieder ein Anti-Trumper ist. Vielleicht – wie schon öfter – nur vorübergehend, aber diesmal scheint es ihn besonders schlimm erwischt zu haben.

Das Merkwürdige dabei ist, dass offenbar fast alle seine Leser mit ihm die Kehrtwende gemacht haben. Denn die Fans von Alex Jones, seine Leser, die ihn anhimmeln wie einen Guru, sind ihm natürlich bei Fuß gefolgt. Dieser Tausendsassa muss offenbar nur einmal mit dem Finger schnippeln und schon passiert es, der Domino-Effekt. Wenn man nicht selbst denkt,  sondern sich lenken lässt, weiß man bei ihm nie, wo man am Ende landet. Wir sagen einfach Mal: Selbst schuld!

Es dürfte Mr. Jones außerdem in seinem – sicherlich vorübergehenden – Zustand, bei dem er nicht weiß, ob er lieber weinen soll oder vielleicht doch besser in die Tischkante beißt, nicht gefallen, dass Trump ausgerechnet heute über eine Steigerung der Beliebtheit im amerikanischen Volk jubelt. Es sind 51%, die ihn unterstützen. Für ihn eine sehr ordentliche Zahl. Obama hatte nicht mehr zum gleichen Zeitpunkt seiner Amtszeit.

Aber welchem Hater gefällt das schon? Am schlimmsten sind schließlich immer die, die einmal geliebt haben.  So sehr sie liebten, so sehr können sie nun hassen.  Abgrundtief, wenn es sein muss.

 Fazit: Donald Trump hat es nicht geschadet. Auch wenn Alex Jones gerne erzählt, wie viele Millionen seine Sendungen immer sehen: Sie scheinen keinen Einfluss auf die täglichen Erhebungen von Rasmussen gehabt zu haben. Noch nicht mal die 30 Millionen, die er gerne angibt. Die wurden einfach nicht gefragt.

Alles Schall und Rauch, Mr. Jones? Und glauben Sie wirklich, dass ein Präsident Sie um Erlaubnis bitten muss, bevor er eine Entscheidung trifft, deren Hintergründe nur er kennt?

Wir jedenfalls glauben: Alex Jones wird bald wieder umfallen, wie ein Fähnchen im Wind, und dann gibt es wieder einen tüchtigen Ruck in die andere Richtung.  Er schwankt eigentlich sehr oft, denn schließlich macht Trump nicht immer das, was Alex eigentlich möchte. Deshalb ist er auch unser bestes Beispiel für jemanden, der es eigentlich besser wissen müsste, sich aber durch Nachrichten, auch solchen, die gar nicht bewiesen sind, sehr ablenken und aus der Bahn werfen lässt.

Aber noch etwas scheint immer noch recht sicher zu sein: Wir wurden Zeuge eines politischen Dramas, 1. Akt. Weitere werden folgen. Wir gehen dabei jede Wette ein, dass die Sanktionen gegen die Russen danach aufgehoben werden, dann, wenn der Vorhang zum letzten Akt herunter gegangen ist.

Trump und Putin wollen Frieden. Ost und West möchten endlich auch offiziell Partner sein und nicht mehr Gegner. Um das zu erreichen, muss vorher aufgeräumt werden. Noch gibt es zu viele  Menschen, die Trump lieber tot als lebendig sehen würden. Wenn er die losgeworden ist, dann mag sich der Vorhang heben und die Schauspieler sich ein letztes Mal verbeugen. Wir erwarten standing Ovations. Das wäre das mindeste.

Alex Jones wird dann sagen, er habe es schon immer gewusst. Er und sein News Outlet seien ein großer Mosaikstein im Friedensprozess gewesen, denn er habe immer hinter dem Präsidenten gestanden. „I am not bragging, it’s true!“ Nein, der Alex gibt nie an.

Wer mehr emotionale Videos sehen möchte, mit Schreikrämpfen und Heulattacken, der findet alles, was er braucht dazu auf youtube. Infowars hat dort etliche Channel unter diversen Namen. Die Suchwörter „alex jones loses his mind“ sind recht ergiebig.