Liebe Leser – ich musste die Reißleine ziehen – aber es geht weiter!

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Liebe Leser,

mehr als zwei Jahre lang habe ich nun dieses Blog betrieben. Ich habe dafür die Tätigkeit aufgegeben, mit der ich normalerweise meinen Lebensunterhalt bestreite und stattdessen von Rücklagen gelebt. Dadurch entstanden im Laufe der Zeit riesige Verluste, da auch ich monatliche Fixkosten in nicht unerheblicher Höhe habe.

Im ersten Jahr war das Blog völlig werbefrei und es gab auch keinen Paypal-Button. Im zweiten Jahr habe ich einen allgemeinen Amazon-Link draufgesetzt, der zumindest gelegentlich wenigstens die Servergebühr einbrachte.

Das Recherchieren der einzelnen Artikel nimmt sehr viel Zeit in Anspruch. Ich schreibe selbst und nicht von irgendjemandem ab. Dabei orientiere ich mich möglichst an der Original-Quelle. Meist bedeutet das ein stundenlanges Anhören von Reden und Debatten, aber auch das Beobachten von diversen sozialen Medien Accounts der entsprechenden Protagonisten aus Politik und Wirtschaft. Dort folgt dann noch das Hinterherrecherchieren, wenn Donald Trump zum Beispiel entsprechende Hinweise gibt.

Das konsumiert einen ganzen Tag, nur für einen einzigen Artikel, besonders dann, wenn es sich um eine Analyse handelt. Etwas, was ich sehr gern schreibe, denn es fügt die Punkte zusammen.

Nach nunmehr zwei Jahren, ausgefüllt mit Opportunitätskosten im mittleren 5-stelligen Bereich muss ich nun die Reißleine ziehen.

Es geht nicht mehr.

Der Paypal-Button, den ich vor einem Jahr gegen die Amazon-Werbung ausgetauscht hatte, scheint nicht gern benutzt zu werden. Es kommt hier nicht mehr zusammen als bei dem völlig ineffektiven Amazon-Link. Eher sogar weniger.

Eigentlich sollte dieses Blog nicht nur amerikanische Politik und QAnon machen, sondern weitere Themengebiete abdecken. Dafür benötige ich Gastautoren und die möchte ich auch bezahlen können. Das ist nur fair, zumal viele freiberufliche Journalisten heute kaum noch vom Schreiben leben können. Es ist für die meisten eine brotlose Kunst. Hier könnte ich entlastet werden und meiner eigenen Arbeit nachgehen.

Ich bekomme sehr viel Lob für meine Seite. Sie sei sehr gut recherchiert, fundiert, verlinkt und vor allen Dingen neutral und würde vielen Hoffnung schenken, die angesichts der globalen Situation schon am Verzweifeln waren. Man freue sich über jeden neuen Artikel.

Das spornte mich bisher an und ließ mich immer weitermachen. Gegen jede Vernunft. Aber es macht mir auch unglaublich viel Spaß, das gebe ich zu! 😊 Dennoch – auch ich muss essen, trinken und meine sonstigen Rechnungen zahlen.

Was also tun? Aufgeben und das Blog auf Eis legen oder einfach noch einmal einen Neustart wagen?

Ich bin niemand, der aufgibt, wenn er noch eine Chance sieht.

Es gibt also noch einen letzten Versuch meinerseits, ansonsten wird es nur noch sehr sporadisch Beiträge geben, da es so einfach nicht mehr weitergeht. Ohne Gastautoren sowieso. Denn meine anderen Sachen – ein fertiges und mehrere halbfertige Bücher – schreiben sich nicht von allein.

Ich habe den Paypal-Button vor einiger Zeit entfernt, weil ich es wieder mit Amazon versuchen wollte. Das ging gründlich in die Hose. Um die 18 Euro kam im Februar an Amazon-Werbung rein. Ein letzter Versuch ist AdSense und dann bitte ich Sie, zu überlegen, ob Sie noch weiter dieses Blog lesen möchten oder nicht. Viele kleinere und regelmäßige Beträge helfen jedem Blog, weiterzuexistieren, nicht nur mir. Man muss kalkulieren können und das geht nur mit einer Konstante. Sie haben vielleicht Ihr Gehalt, Ihre Rente. Ich habe nur Sie.

Deshalb frage ich Sie: Wie viel ist ihnen diese Seite wert und ist sie Ihnen überhaupt etwas wert? Und dann reagieren Sie bitte mit einem klaren Ja oder auch einem klaren Nein. Entscheiden Sie selbst. Es liegt an Ihnen allen, ob ich weitermachen kann – und ob es sogar ein Wir geben wird, was mich sehr freuen würde. Denn noch bin ich mehr oder weniger allein am Schreiben und Recherchieren, würde das aber sehr gerne ändern.

Es ist so, als würde man jeden Tag zur Arbeit gehen, von morgens bis abends, oft weit mehr als acht Stunden etwas leisten, ohne dass der Arbeitgeber – in diesem Fall sind es Sie, die Leser – das entlohnt.

Bei mir ist nun der Groschen gefallen, als ich meine letzten Kontoauszüge sah. Rien ne va plus.

Der Paypal-Button steht am Ende des Beitrags wieder zu Ihrer Verfügung, ebenso die Überweisungsmöglichkeit aufs Konto.

Allen, die mich bisher unterstützt haben, sei von Herzen Dank gesagt. Es gibt ja einige, die durchgehalten haben und mich regelmäßig monatlich mit kleinen Beträgen unterstützen. Aber wenn es – oft genug – noch nicht einmal für die laufenden Kosten des Blogs reicht, dann ist das – leider – nicht genug.

Dies also ist ein Versuch, das Blog zu retten.

Es würde mich freuen, wenn es gelingen würde.

Ihre Chris Homann

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