Trump unterzeichnet Gesetz, das Tierquälerei mit bis zu 7 Jahren Gefängnis bestraft

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2010 unterzeichnete Barack Obama ein Gesetz, welches Videos verbietet, das Tierquälerei zeigt. Donald Trump ging nun noch einen Schritt weiter und stell Tierquälerei unter Strafe. Das neue Gesetz, welches das möglich macht, trägt den Namen „Preventing Animal Cruelty and Torture Act“ (Gesetz zur Verhinderung von Tierquälerei und Folter) und sieht vor, dass Misshandlung von Tieren mit bis zu sieben Jahren Gefängnis geahndet werden können.

Trump sagte bei einer Unterzeichnungszeremonie am Montag, an der sich auch Tierschützer und Anwälte für Tierrechte beteiligten:

„Es ist wichtig, dass wir diese abscheulichen und sadistischen Grausamkeiten bekämpfen, die in einer zivilisierten Gesellschaft völlig inakzeptabel sind.“

Vertreter einiger Tierrechtgruppen sind sehr zufrieden mit dieser Entwicklung. So meinte Kitty Block, Präsidentin und Geschäftsführerin der Humane Society der Vereinigten Staaten, der zusätzliche Schritt, Grausamkeit zu einem Verbrechen zu machen, würde viel über die amerikanischen Werte aussagen. Außerdem:

„Die Genehmigung dieser Maßnahme durch den Kongress und den Präsidenten markiert eine neue Ära in der Kodifizierung der Freundlichkeit gegenüber Tieren im Rahmen des Bundesgesetzes. Jahrzehntelang war ein nationales Anti-Grausamkeitsgesetz ein Traum für Tierschutzbeauftragte. Heute ist es Realität.“

Chris Schindler , Vize-President Field Services bei der Humane Rescue Alliance , ist ebenfalls hocherfreut:

„Unsere Beamten untersuchen jedes Jahr Tausende von Fällen von Tierquälerei, sind jedoch nicht in der Lage, den Tieren in Fällen, in denen die Grausamkeit in mehreren Gerichtsbarkeiten vorkommt, wirklich gerecht zu werden. Das PACT-Gesetz ist für uns ein notwendiges Instrument, um den Schutz der Tiere und unserer Gemeinschaft weiter zu verbessern, und wird sicherstellen, dass einige der schrecklichsten Taten der Tierquälerei in vollem Umfang gesetzlich verfolgt werden.“ 

Der Gesetzesentwurf wurde im Oktober einstimmig im Plenum verabschiedet. Er wurde vom Senat im November einstimmig verabschiedet und trat am Montag in Kraft.

Allerdings haben nicht alle Tiere das Glück, auf diese Weise geschützt zu werden. Ausgenommen davon sind Schlachttiere, Wild und Fischerei. Jagen darf man auch noch.

Dennoch – dies ist ein Schritt in Richtung einer humaneren Gesellschaft. Auch die deutsche Gesetzgebung hat hier 1990 etwas geändert (§ 90a BGB) und erkannt, dass Tiere keine Sachen sind und deshalb durch besondere Gesetze geschützt werden. Allerdings werden für sie die gleichen Vorschriften angewendet, die auch für Sachen gelten. Ein Tierhalter hat nun allerdings die Möglichkeit, Heilbehandlungskosten von einem Schädiger zu verlangen, die über den „Wert“ des Tieres hinausgehen.

Was sagt denn die Religion dazu?

Nun, der Buddhismus ist hier knallhart, denn hier glaubt man durchaus, man könnte als Tier wiedergeboren werden. Irgendeins. Man darf also davon ausgehen, dass der verstorbene Vater als kleines Hündchen wieder Teil der Familie werden könnte. Deshalb sollte man respektvoll mit Tieren umgehen.

Im Christentum hat das Tier wohl tatsächlich auch eine Seele, steht aber weit unter dem Menschen und mit dem ewigen Leben wird das dann wohl auch nichts. Muss man nicht glauben.

Und was sagt der Tierarzt, der den Schlachthof betreut?

Natürlich hat das Tier eine Seele, sagt er. Man soll sich doch nur mal die Angst in den Augen des Tieres anschauen. Es weiß, dass es getötet wird. Es wehrt sich, Tränen fließen.

Und dann gibt er dem Metzger das Zeichen, der mit seinem Bolzenschussgerät blitzschnell ansetzt und die Kuh, die sich bis eben noch gewehrt hatte, ist das nächste Opfer in der Nahrungskette einer Menschheit, die heute mehr Fleisch isst als je zuvor.

Wer kennt noch den Sonntagsbraten, den es aufgewärmt auch montags gab? Dienstags und mittwochs blieben fleischfrei, am Freitag gab es Fisch und am Samstag wieder nur, was der Garten hergab.

Ich meine, wir lebten damals gesünder.

Das sagt auch die Medizin, bei deren Studien herauskam, dass diejenigen, die auf Fleisch verzichten, am gesündesten leben.

 

Eine interessante Geschichte aus der Pflanzenwelt:

Dies ist die Geschichte der Pflanze, die einen Mörder überführte