Überraschungsbesuch in Afghanistan – Trump führt Friedensgespräche mit Präsident Ashraf Ghani und den Taliban

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Es war ein Überraschungsbesuch und die Soldaten waren völlig aus dem Häuschen vor Freude. Ihr Präsident besuchte sie an einem der wichtigsten amerikanischen Feiertage, einem Tag, der normalerweise der Familie gehört und an dem man Dank sagt für etwas, was das Jahr an Gutem gebracht hat.

Stattdessen kam Donald Trump sie besuchen und bescherte den Soldaten mit einem traditionellen gefüllten Truthahn ein Festessen fern der Heimat.

Empfang auf dem Bagram Airfield in Afghanistan

Auch der afghanische Präsident war der Einladung auf die Bagram Air Base gefolgt.

Aschraf Ghani lobte in einer kurzen Ansprache die „großartigen amerikanischen Truppen“ und ihren Präsidenten als Patrioten und wünschte ihnen ein „Happy Thanksgiving“. Er sei besonders dankbar für diesen heutigen Besuch, denn Trump sei der Architekt der Südasien Strategie und jener Strategie, die es möglich machte, al-Qaida und Daesh zu vernichten. Gerade hätten sie, Dank der Unterstützung der Amerikaner und der eigenen Soldaten, ISIS in Nangarhar geschlagen und die nächsten Monate würden die ganz aus Afghanistan draußen sein. Er bedankte sich für die Eliminierung al-Baghdadis und gedachte der gefallenen 2.298 amerikanischen Soldaten. Seit Donald Trump Präsident sei, wären nur 42 amerikanische Soldaten gefallen, im Vergleich zu den Tausenden zuvor. Gemeinsam würden sie siegen und niemals vergessen, was 9/11 verursachte und niemals würden sie erlauben, dass sich das wiederholen würde. Gott schütze die Soldaten und den Präsidenten.

Trump hob in seiner folgenden Ansprache hervor, dass es keinen anderen Ort gäbe als diesen hier in Afghanistan, an dem er Thanksgiving feiern wolle. Hier, zusammen mit den mutigsten, stärksten und besten Kriegern der Erde.

Zusammenfassung von Trumps Ansprache an die Truppe

Er habe dafür gesorgt, dass die Armee neue Ausrüstung bekommt, Flugzeuge, U-Boote, Helikopter, Schiffe und vielleicht die besten Waffen, die es derzeit gäbe.

Heute Nacht sei er 8.331 Meilen geflogen, um ihnen zu sagen, dass dieses Thanksgiving ein ganz besonderes sei. Er kam, um den Soldaten zu sagen, wie sehr die Amerikaner sie liebten und respektierten. Zusammen würden sie große Fortschritte machen, weil sie, die Soldaten, den radikalen islamischen Terrorismus bekämpften.

Nach etlichen, auch persönlichen, Danksagungen an das Militär betont Trump, dass Amerika keinen Krieg möchte, sondern Frieden. Er erinnert daran, dass alle behaupteten, wenn er gewählt würde, dann gäbe es Krieg vom ersten Tag an. Nein, sein Ziel sei Frieden. Aber gäbe es jemals einen Krieg, was er nicht hoffe, dann würden sie den gewinnen.

„Wenn wir kämpfen, dann gewinnen wir. Wir kämpfen nur, um zu gewinnen.“

Langfristig betrachtet würde die Zukunft Afghanistans und der anderen Nationen der Region nicht auf dem Schlachtfeld entschieden werden. Es müsse eine politische Lösung gefunden werden und daran würde gerade mit dem Präsidenten gearbeitet werden.

Selbst die Taliban wollen einen Deal.

Seine Administration würde daran arbeiten, jeden von ihnen sicher wieder nach Hause zu bringen, zurück zu ihren Familien. Dieser Tag würde nicht fern sein. Zusammen würden sie den Frieden bewahren, deshalb danke er ihnen noch einmal, für das, was sie tun würden. Im nächsten Jahr würden sie Thanksgiving wieder zusammen feiern, vielleicht sogar schon in Amerika. Weil sie eine so hervorragende Arbeit hier geleistet hätten.

Amerika würde auferstehen als ein Land, wie niemand es für möglich gehalten habe. Die Führungspersonen der Welt würden ihm regelmäßig zwei Dinge sagen: Ihm dafür gratulieren, was er für die Wirtschaft des Landes getan habe. Niemals zuvor hätten sie so etwas gesehen. Und sie würden ihm auch dafür gratulieren, dass er das Militär in so kurzer Zeit aufgebaut habe.

Hier ist ein Auszug aus der Rede

 

Um 21:15 Uhr landete die Air Force One in Ramstein, um neu aufzutanken. Es war zum Zeitpunkt dieses Beitrags nicht bekannt, ob die Reise nach Washington DC inzwischen fortgesetzt wurde.

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