White House: Es gibt keine Absprachen mit Assange – Neuer Angriff auf das Amt des Präsidenten als Hoax entlarvt

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Gestern Nacht, bei seiner Wahlveranstaltung in Arizona, sah man Donald Trump in Hochform. Den ganzen Tag hatte er bereits Reden gehalten, angefangen früh morgens gegen Neun bis jetzt in die Nacht hinein. Für diese letzte in Phoenix schaute er kaum noch auf den Teleprompter, sondern sprach lieber frei.

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Donald Trump ist wieder im Wahlkampffieber. 

Und es scheint ihm Spaß zu bereiten. Es war eine explosive Rede, der dieser interessante Drop von QAnon folgte.

3874 QAnon Trump weiß was

QAnon verweist hier auf einen Twitter-Beitrag, wo man lesen kann, dass Donald Trump wohl „etwas weiß“. Etwas, was kommen würde.

Gerechtigkeit wird kommen

Für diejenigen, die glauben, dass es niemals Gerechtigkeit geben wird, denkt mal nach. Donald Trump schien heute Nacht sehr sicher zu sein. „Ich hoffe, ihr werdet darüber glücklich sein!“ Das setzt voraus, dass vorher etwas passieren wird.

Wir haben die Rede live gesehen und tatsächlich sah man in diesem Moment einen Gesichtsausdruck, den man gar nicht anders deuten konnte. 

Er hat hier sicherlich schon gewusst, dass es einen neuen Angriff auf sein Amt gegeben hat, denn die ersten Zeitungen schreiben bereits darüber. Schon wieder soll es ein quid pro quo gegeben haben, diesmal mit Julian Assange.

Aber fangen wir von vorne an.

Der Präsident schien zu wissen, dass es für gewisse Leute kein Entkommen gibt und er Gerechtigkeit erfährt für fast vier Jahre, in denen er täglich massiv angegriffen wurde, bis hin zu Rufmord und Kopfgeld-Ausschreibungen in Millionenhöhe für seine Ermordung. Bis jetzt hatte er nur Gegenwind, aber es werden wohl eher seine Gegner sein, die bald nichts mehr zu Lachen haben. Sein Gesichtsausdruck, als er das sagt, spricht Bände. Nicht wütend, wissend.

Es geht nicht nur um die letzten vier Jahre, die Justiz wird weiter zurück gehen.

Justizminister Barr und seine Ermittler haben sich die Obama-Administration vorgenommen und Adam Schiff und seine Mitankläger bei der kürzlichen Impeachment-Verhandlung haben die Steigbügel dafür geliefert, als sie verzweifelt versuchten, Joe und Hunter Biden aus der Anklage herauszuhalten, bei der ein Telefonat mit der Ukraine die Basis für das Impeachment war.

Diese sehr ausführlichen Plädoyers der Anklage geben nun den Republikanern die Möglichkeit, hier selbst zu ermitteln und genau das tun sie gerade.

Joe und Hunter Biden sind nicht die einzigen Verlierer

Impeachment: Es gibt einen Verlierer und der heißt nicht Donald Trump

Übersetzung aus obigem Twitterbeitrag von der Wahlveranstaltung heute Nacht:

„Es gibt eine Menge unehrlicher Schleimkugeln da draußen. Unehrlichen Abschaum. Schmutzige Cops. Viele schmutzige Cops. Und übrigens das FBI …  diese Jungs sind unglaublich – aber die ganz oben waren absoluter Abschaum. Was sie versuchten … wenn das Obama oder einem Demokraten oder einem besonders liberalen Demokraten passiert wäre, dann bekäme man eine Gefängnisstrafe von 50 Jahren, und das Urteil wäre bereits vor zwei Jahren gefallen. Sie haben unseren Wahlkampf ausspioniert, erinnern Sie sich daran, und nachdem sie spioniert haben, haben wir gewonnen. Nachdem wir gewonnen hatten, versuchten sie, uns aus dem Amt zu drängen. Das ist in der Geschichte unseres Landes noch nie zuvor geschehen. Wir können das nicht zulassen. Wir können es nie und nimmer entschuldigen. Wir können sie damit nicht davonkommen lassen. Wir dürfen sie niemals damit durchkommen lassen.“

Wir können dieser Aussage bereits das Strafmaß entnehmen, das zumindest Donald Trump sich vorstellt.

Diese Aussage knüpft nahtlos an etwas an, was Q vor einigen Tagen postete, nämlich, dass das Spiel vorbei sei. Wir haben das als eine Warnung verstanden und in gewisser Weise auch als Ankündigung, dass gewisse Dokumente allmählich freigegeben werden könnten.

Hier steht FISA ganz oben auf der Wunschliste vieler. Auf die Publikation der FISA-Ermittlungen wartet die amerikanische Bevölkerung bereits seit Anfang 2018. Einiges wurde veröffentlicht, aber die wichtigsten Seiten fehlen noch. Hier stehen Namen, auch solche aus dem Ausland und sowohl Australien als auch Großbritannien wurden von QAnon, dem White House Whistleblower, bereits namentlich genannt.

Trump sagte zu FISA in einem Interview mit Fox News einmal, dass er die Veröffentlichung für den rechten Zeitpunkt aufheben würde. Zitat aus der Zusammenfassung des Interviews:

„Es wäre wohl nötig, um die Korruption offenzulegen, die vor seiner Amtszeit schon voll im Gange war, insbesondere zu Obamas Regierungszeit.“

Hier nachzulesen mit Original-Interview

Trump: Mein Justizministerium ist völlig unfähig. Warum werden Hillary Clintons Verbrechen nicht untersucht?

Die Auftraggeber des Steele-Dossiers, auch Trump-Dossier oder Russland-Dossier genannt, dürften ebenfalls Probleme bekommen.

Hier wären insbesondere Hillary Clinton und Beamte aus der Obama Administration zu nennen, sowie eventuell Obama selbst.

QAnon deutete bereits an, dass die Hälfte der Menschen, die in die Ermittlung zu Russland verwickelt seien, im Gefängnis landen würden.

Vor einigen Tagen erklärte der Jurist Alan Dershowitz, dass er Beweise dafür habe, dass Obama das Justizministerium anwies, gegen „jemanden“ zu ermitteln. Wer das ist, sagte er leider nicht.

3871 QAnon Gegen Trump wird auf Order von Obama ermittelt

Q stellt die Frage, ob Obama den Befehl gab, gegen Trump zu ermitteln. Er verspricht, dass die Attacken gegen den Präsidenten nicht ohne Konsequenzen bleiben werden.

Überhaupt wurde Obama in letzter Zeit recht häufig von QAnon genannt, was einer gewissen Vorbereitung auf „etwas“ gleich kommt. Und noch etwas dürfte die Demokraten in Panik versetzt haben:

Die allererste Anklage würde ein Massenerwachen auslösen.

3716 QAnon – Die erste große Entsiegelung folgt

Die erste entsiegelte Anklage wird ein Massenerwachen der Menschen hervorrufen. Die ersten Verhaftungen werden die Anklagen bestätigen und die zukünftige Richtung bestimmen. Sie werden kämpfen, aber ihr seid bereit. Q

Hier werden wahrscheinlich Beweise vorgelegt werden, mit denen die Öffentlichkeit nicht gerechnet hat, obwohl die Medien eventuell bereits darüber berichtet haben.

Nur nannten sie es „Verschwörungstheorie“ und vermittelten, dass man kein Wort glauben möge. Aber vieles von dem, was zutage kommen wird, steht bereits im Netz. Selbst große Verlage schrieben darüber, allerdings nur, um es lächerlich zu machen.

Hier kann man nachlesen, was die Medien schon lange wissen

Der Q-Coup.

Wollen sie es vielleicht nur nicht wahrhaben? Ist es zu unwahrscheinlich, sodass man es lieber ins Lächerliche zieht und deshalb Q und seine Follower lieber nicht ernst nimmt?

Bei all den furchterregenden Androhungen, die man derzeit auf dem Board liest, wundert uns nicht, dass es derzeit eine neue Anschuldigung gegen Trump gibt.

Denn natürlich schlägt „der Schlamm“ – wie Trump sie nennt – zurück und versucht, von sich selbst abzulenken. Die Presse hat – wieder einmal – ihr Futter, aber wer immer hinter dieser neuen Schmier-Kampagne steckt, die gerade erst publik wurde, wird am Ende des Tages wohl nicht froh darüber sein, dass er es getan hat. Diese Geschichte führt bestimmt nicht zu dem gewünschten nächsten Impeachment:

Trump soll Assange ein QUID PRO QUO angeboten haben!

Trump soll Assange angeboten haben, ihn zu begnadigen, wenn er dafür bestätigen würde, dass es nicht die Russen waren. So liest man es zumindest.

Das macht absolut keinen Sinn. Und wir erklären gerne, warum.

Das Angebot soll im August 2017 gewesen sein. Die Anwältin habe einen Beleg dafür. Ob es einer à la Schiff ist, der dem Kongress ein Märchenbuch vorgelesen hat und es für wahr erklärte, wissen wir nicht.

2017 befand sich Assange noch in der Londoner Botschaft von Ecuador. Aber erstaunlicherweise ist er auf diesen vermeintlichen Deal gar nicht eingegangen, hat den Strohhalm nicht ergriffen.

Gab es ihn eventuell gar nicht? Und was sollte das Ganze überhaupt? Denn Assange hat immer wieder versucht, den Menschen klarzumachen, dass es nicht die Russen waren.

Zum Beispiel Anfang Januar 2017 gab Wikileaks öffentlich bekannt, dass sie die Informationen von anderer Seite bekamen.

Seit zwei Monaten, also seit der Wahl 2016, würde er wiederholt sagen: Es waren nicht die Russen!

Jeder wusste, dass es nicht die Russen waren, auch wenn die Demokraten, für die das sicherlich auch nicht neu war, gerne immer wieder das Gegenteil behaupteten. 

Vielleicht waren nicht alle eingeweiht, aber die, die Trump am lautesten einen illegitimen, von den Russen erkorenen, Präsidenten nannten, haben sich damit am verdächtigsten gemacht. Am Ende hätte dann Trumps Amtsenthebung gestanden, ohne dass man durch ein Impeachment-Verfahren gehen müsste.

Aber es waren nicht die Russen. Wer dann?

Diejenigen, die innerhalb der Intelligenzien den Fall untersuchten, kamen zu dem Ergebnis, dass es ein Insider-Job war. Jemand mit einem USB-Stick habe die Daten direkt vor Ort, nämlich im DNC, entnommen. Man könne das anhand der Download-Geschwindigkeit nachweisen.

Lesen Sie hier mehr dazu

QAnon sowie ehemalige Agenten enthüllen: Es waren nicht die Russen!

In diesem Zusammenhang ist sehr interessant, dass das Demokratische Nationalkomitee dem FBI den Zutritt zum Server verwehrte. Warum wohl?

Immerhin hätte das FBI doch nachweisen können, dass die Daten nicht direkt vom Server gezogen worden sind. Warum hat man diese einmalige Gelegenheit nicht wahrgenommen? Vielleicht, weil man wusste, dass es nur ein Insider gewesen sein konnte?

In den Medien wird das alles nicht berichtet, wir haben bis zur Fertigstellung des Artikels zumindest nichts dergleichen gefunden.

Eine Schweizer Zeitung überschreibt ihren Beitrag sogar mit einem „Quid pro quo“, damit der Artikel dazu auch gleich richtig verstanden wird. Nirgendwo haben wir gelesen: Aber das sagte der Assange doch schon 2016!

Lächerlicher kann man sich kaum noch machen.

Mit den richtigen Suchwörtern kommt man in wenigen Klicks zur echten Story. Sie steht seit Jahren im Netz. Und sie lautet folgendermaßen:

Bereits 2016 erklärte Wikileaks öffentlich, dass hinter dem Hack der Clinton eMails nicht die Russen standen.

Punkt. Da muss man niemandem mehr die Antwort für eine Frage zuflüstern, die er eventuell bei einer Gerichtsverhandlung gestellt bekommen wird. Assange wird antworten, wie er es immer getan hat: Es waren nicht die Russen.

Wer immer diese erneute Hetz-Kampagne losgetreten hat, hätte vorher einmal richtig recherchieren sollen, dann wären ihm nicht so viele Fehler unterlaufen.

Aber nun ist es publiziert, die großen Medien haben die Nachricht aufgegriffen und weiterverbreitet. Vielleicht wollten die Urheber ja nur einfach wieder mal, wie schon so oft, Zweifel streuen und den Präsidenten für korrupt erklären. Kaum einer prüft das nach.

Assange könnte viele zu Fall bringen

Wird ein Kronzeuge Julian Assange Licht ins Dunkel der Präsidentschaftswahl von 2016 bringen?

Dass es für Assange eine Kronzeugenregelung geben könnte, steht außer Frage.

Für eine Begnadigung durch den Präsidenten muss erst einmal ein Prozess stattgefunden haben und ein Urteil gefällt worden sein. Eine Verhandlung über eine Kronzeugenregelung wäre darüber hinaus Sache der Justiz und nicht des Präsidenten.

Es ist kaum anzunehmen, dass irgendein Anwalt etwas in der Hand hält, auf dem diese Dinge schriftlich festgehalten wurden. So dumm werden Trumps Unterhändler nicht gewesen sein – falls es sie je gab – und Assange dazu ein Dokument ausgehändigt haben.

Das Weiße Haus hat sich dazu bereits unmissverständlich geäußert und die ganze Medien-Aktion eine Erfindung und Lüge genannt.

Gegen Assange liegen aus Obamas Zeiten noch 17 Anklagen auf dem Tisch. Bei diesen Anklagen geht es um die befürchteten 175 Jahre Gefängnis, denn hier wird die journalistische Arbeit von WikiLeaks infrage gestellt. Man könnte sie also einfach verwerfen, wenn man der Meinung ist, dass Assange als Journalist nur seinen Job getan hat, indem er die Informationen, die ihm gegeben wurden, überprüft und publiziert hat. Sowohl die New York Times als auch die Washington Post zeigen immer wieder, dass das geht, ohne dass man dafür angeklagt wird.

Denn das darf ein Journalist.

Es gibt eine einzige Anklage, die interessant ist. Bei der geht es darum, ob Assange Chelsea Manning geholfen hat, Informationen zu beschaffen. Diese ist der Grund für das Auslieferungs-Ersuchen, denn anders bekommt man Assange kaum in die USA, wo er dringend für diverse Aussagen benötigt wird. Dafür gibt es maximal fünf Jahre, die über die Kronzeugenregelung dann gestrichen werden können.

Julian Assange: Seine Anklage wurde entsiegelt. Hier der deutsche Text.

Das wird leider alles nicht berichtet.

Offenbar wird nur in den alternativen Medien erwähnt, dass diese Anklagen, die zu dieser hohen Gefängnisstrafe führen könnten, nicht aus der Trump-Administration stammen. Nirgendwo wird das einmal herausgearbeitet, zumindest nicht in den Medien mit großer Reichweite.

Auch dieser Angriff wird ins Leere gehen und Trump wird gewinnen.

Er hat bereits gestern Nacht gewonnen. Man sah es ihm an, denn er konnte seine Vorfreude auf das, was offenbar kommt und von dem er wohl weiß, dass es kommen, wird, kaum verbergen. Denn eines ist klar:

Aus einer Lüge wird niemals eine Wahrheit, sie verblendet höchstens die, welche alles glauben und nichts hinterfragen. Immer weniger Menschen lassen sich täuschen, denn Trumps Gegner machen immer mehr Fehler.

Die Zeit der zweierlei Rechtssysteme neigt sich dem Ende zu. Denn die Gerechtigkeit wird siegen.

The Hill: Gibt es zwei Arten von Rechtssystemen? Eines für die Clintons, eines für alle anderen?

Update:

Inzwischen hat sich Dana Rohrabacher, der ehemalige Abgeordnete, der Assange besucht hatte, gemeldet. Er bestreitet, mit Trump über Assange gesprochen zu haben. Das sei seine eigene, freie Entscheidung gewesen.

Zu Assange habe er gesagt, dass, falls dieser Beweise dafür liefern könnte, wer ihm die DNC eMails übergeben hatte, würde er mit dem Präsidenten darüber reden, ob der ihn nicht begnadigen könnte. Versprochen wurde da gar nichts.

 

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