USA – Hallo, George

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Nein, wir meinen nicht den weltberühmten ‚Philanthropen‘, der – wie es heißt –  sein Geld an Parteien und Institutionen verschenkt. Wohltätigerweise natürlich.

Er kennt keine Seiten, er verschenkt an alle. Ein wahrer Gutmensch, könnte man denken, wäre da nicht eventuell mehr. Wikipedia nennt es weiterhin Philanthropie. Dann muss es ja stimmen.

Aber diesen George meinen wir gar nicht. Sondern George Orwell, der heute in Drop 4495 von Q erwähnt wurde. Der Text mag ein wenig verstörend sein, für die, die das weltberühmte Buch, 1984, nicht gelesen haben. Wir empfehlen es seit einigen Jahren bereits unseren Lesern.

Denn es ist eine gute Vorbereitung auf das, was wir nicht haben wollen. 

„Niemals“, sagt Donald Trump, amerikanischer Präsident und größter Gegner einer Macht, die derzeit ihre Präsenz in einer nie dagewesenen Form zeigt. „Niemals wird Amerika sozialistisch sein!“

Er kämpft um Demokratie, um die echte, bei der das Volk tatsächlich mitbestimmen darf. Nicht nur bei den Wahlen, das wäre zu wenig. Man merkt, dass er jetzt bereits auf die Menschen hört. Uns ist mindestens einmal aufgefallen, dass er etwa zurückgenommen hat, nachdem er merkte, dass seine Anhänger das nicht wollten.

„Kommt euch das bekannt vor?“ fragt Q.

„Jede Aufzeichnung wurde zerstört oder gefälscht, jedes Buch neu geschrieben, jedes Bild neu gemalt, jede Statue und jedes Straßengebäude umbenannt, jedes Datum geändert. Und der Prozess geht Tag für Tag und Minute für Minute weiter. Die Geschichte hat aufgehört. Nichts existiert außer einer endlosen Gegenwart, in der die Partei immer Recht hat“. – George Orwell, 1984

Heute machen immer mehr Afroamerikaner darauf aufmerksam, dass es die Republikaner waren, welche die Sklaven aus der Knechtschaft befreit haben. Nein, es waren nicht die Demokraten, wie die meisten glauben, weil man es heute offenbar nicht anders lehrt. Die Demokraten haben trotzdem immer noch den Zuspruch von um die 80 Prozent dieser Bevölkerungsgruppe. Sie werden darum kämpfen, dass „ihre Wahrheit“ erhalten bleibt.

Vor einigen Wochen wurde über Nacht eine Straße in Washington in Black Lives Matter Plaza umbenannt.

Nicht nur die Statue von George Washington wurde gerade von ihrem Sockel geworfen, mit einer amerikanischen Fahne umhüllt und angezündet – viele mussten dran glauben. Lenin durfte stehen bleiben. Er wurde nicht angerührt und blieb unversehrt.

Niemand kritisiert mehr die Politik.

Wenn die Partei so viel Macht hat, dass die vierte Gewalt im Staat, die Medien, vor allen Dingen schreiben, was der Politik genehm ist, dann sind wir an einem Punkt angekommen, der höchst gefährlich ist. Denn hier fehlt ein wichtiges Kontrollorgan. Sie sollten eigentlich berichten, was sie wahrnehmen und nicht einfach nur abdrucken, was sie von den zahlreichen Agenturen zugeschickt bekommen. Eigene Recherche, im Sinne von echter eigener Meinung, ist wichtig, aber leider nur noch selten.

Es ist ein Einheitsbrei, denn offenbar gibt es nur noch eine Meinung: Links ist gut. Und alles, was nicht mehr links ist, geht gar nicht und muss bekämpft werden.

Die Stadt Seattle hat seit einigen Tagen mittendrin, mit CHAZ einen Stadtstaat, genau wie Rom, London und Washington. Black Lives Matter und Antifa kämpfen dort gerade ums Überleben, nachdem sie bemerkten, dass ihnen die Lebensmittel ausgehen. Aber sie haben schon Abhilfe geschaffen, durch moderate Schutzgelderpressungen von nur 10 Dollar pro Person. Nun könnten sie sich ganz legal ihr Gemüse und die veganen Produkte kaufen, sowie die Body Lotion für die geschmeidige Haut.

Während die Demokraten jubeln, beobachtet Trump das Spektakel.

Er will jetzt noch nicht mit seiner Nationalgarde kommen, die auch in Massachusetts Ordnung geschaffen hat. Er will der Welt zeigen, wie seine Gegner wirklich drauf sind, die täglich herunterspielen, was dort und an anderen Orten passiert, während ihrer Meinung nach Trump nun am Boden liegt, weil seine Arena am Samstag nicht voll besetzt war.

USA – „Lassen Sie es köcheln, Sir!“

Kein Wunder: Die Menschen, die von weit her angereist kamen, durften noch nicht einmal in die Nähe der Veranstaltung. Es gab eine Barriere und die Polizei achtete darauf, dass sie eingehalten wurde. Der Schutz des Präsidenten war wichtiger, als das Ticket, denn das hatten offenbar auch die Gegendemonstranten. Wie hätten sie hier unterscheiden sollen?

So blieben viele Tausend Menschen draußen, die eigentlich drinnen sein könnten. Die Arena wäre voll gewesen, wie immer, bei Trump.

Das aber wird verschwiegen und hier haben wir den Bias und das Framing, mit dem heute verstärkt gearbeitet wird, um Meinung zu bilden.

Nicht, dass man das nicht schon immer getan hätte – niemand ist völlig frei davon – aber heute ist es teilweise schon sehr krass. Deshalb haben wir vor einigen Jahren dieses Blog gegründet, denn insbesondere die Berichterstattung um Trump herum litt und leidet immer noch sehr unter dieser Methode, die so gar nicht in unsere westliche Welt zu passen scheint.

Lesen Sie das Buch. 1984 sollte jeder kennen. George Orwell war kein Prophet, als er es in den 40er Jahren schrieb. Er hatte einfach nur einen guten Draht zu gewissen Gruppierungen oder war selbst ein Teil von ihnen.

Es sollte heute niemand mehr sagen können: Wir haben es nicht gewusst. 

Niemand sollte sich auf Donald Trump verlassen. Der hat genug in seinem eigenen Land zu tun. Dass er gerade jetzt Truppen aus Deutschland abzieht, kann auch den Grund haben, dass er glaubt, so viele Soldaten wie nur möglich in den USA haben zu müssen.

Die nächste Präsidentschaftswahl steht an. Es sind nur noch wenige Monate und wir beobachten, wie innerhalb von kurzer Zeit weltweit nicht nur Kleinunternehmer, sondern auch große Firmen pleite gegangen sind oder durch staatliche Unterstützung gerade so am Leben erhalten werden. Der Staat hat sich eingekauft, etwas, was viele unkritisch als Segen bezeichnen. Die Lufthansa sieht das sicherlich anders, denn nun hat die Regierung ein Mitspracherecht. Viele neu Verschuldete werden es am Ende dann doch nicht packen.

1984. Wer weiß, vielleicht wollte George Orwell uns nur warnen. Er starb kurz nach der Veröffentlichung des Buches.

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