Donald Trump – Der nationale Sicherheitschef General McMaster geht, Ex-UN Ambassador John Bolton kommt

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Die Spatzen haben es bereits schon länger von den Dächern gepfiffen, zumindest haben die Donald-Trump-Fans sehr gehofft, was nun wahr geworden ist: Der von ihnen ungeliebte General H.R. McMaster wird seinen Posten im April räumen.

Der General steht im Verdacht, nicht so ganz auf der Seite von Trump’s Agenda zu sein und eventuell seinen Chef immer wieder entsprechend falsch beraten zu haben. Nämlich im Sinne einer Politik, über die sich eher die demokratische Partei freuen würde.

Die Ankündigung seines Abgangs wurde bei Twitter entsprechend freudig begrüßt:

Im Gegensatz dazu schreibt Donald Trump, dass McMasters seine Arbeit ausgezeichnet erledigt hat und dass der immer sein Freund bleiben wird.

Wie schön.

Ob McMasters gefeuert wurde oder von selbst ging, geht aus dem Tweet nicht hervor und alles andere ist reine Spekulation. Allerdings soll es einen Hinweis in Trump’s täglichen Briefings gegeben haben, der da lautete: „Gratulieren Sie Putin nicht.“ So kam es eventuell zu der Zeitverzögerung, denn erst zwei Tage nach der Wahl kam dann doch die Gratulation durch den amerikanischen Präsidenten per Telefon.

Trump wäre nicht Trump, würde er nicht seinen eigenen Weg gehen. Das wird für jeden Mitarbeiter immer wieder eine Herausforderung sein.

John Bolton, ehemaliger amerikanischer Ambassador der UN, wird in der Woche nach Ostern seinen Dienst antreten. Er ist der dritte nationale Sicherheitsberater des Präsidenten seit dessen Wahl. Der erste, General Michael Flynn, wurde beschuldigt und später angeklagt, weil er Mike Pence verschwiegen haben soll, dass er mit dem russischen Botschafter telefoniert hat und musste daraufhin gehen.

Allerdings hieß es schon damals, dass Mike Pence eher sauer war, weil Flynn entdeckt haben soll, dass dessen bester Freund in pädophile Angelegenheiten verwickelt wäre und deshalb für seine Entlassung gesorgt habe. Das Gerücht hält sich bis heute hartnäckig.

Während McMasters als zu links galt, halten viele nun Bolton für zu rechts. Aber wenigstens würde er der Devise MAGA folgen: Make America Great Again.

Es scheint schwierig zu sein, einen nationalen Sicherheitsberater zu finden, der – am besten noch – ein Duplikat des Chefs ist. Dann macht er wenigstens alles richtig und darf bleiben.

Nach Rex Tillerson ist das der zweite enge Mitarbeiter, der innerhalb von wenigen Tagen gehen muss. Mit dem FBI-Vice, der letzten Freitag gefeuert wurde, sind es sogar schon drei. Allerdings wurde McCabe von der letzten Administration übernommen und das ist eigentlich untypisch. Denn nach jedem Präsidentenwechsel werden in der Regel erst einmal sämtliche von den Vorgängern eingestellten Mitarbeiter gefeuert und neue rekrutiert. Das sind Tausende. Trump hat das versäumt, was ihm oft zum Vorwurf gemacht wurde.

Aber endlich entlässt er oder legt nahe, zu gehen, freuen sich die Fans. Dafür haben viele Verständnis. Donald Trump sei ein Geschäftsmann. Als solcher würde er auf Effektivität bei seinen Mitarbeitern achten. Wäre die nicht gegeben, dann trenne man sich eben.

Wir denken, wir können uns noch auf einige solcher Abschiede einstellen. Die Trump-Fans wissen schon jetzt, wer die Nächsten sein könnten.