Der Q-Coup.

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Unsere Medien leisten gerade Großartiges: Sie helfen uns dabei, Q bzw. QAnon bekannt zu machen. Es ist einfach unglaublich, welche Aufholarbeit sie dabei leisten. So schreiben sie Dinge, die man ansonsten nie im deutschen Medienwald gelesen hat, zumindest nicht bei denen, die viele Millionen Leser haben und uns damit, was die Reichweite betrifft, haushoch überlegen sind.

Besonders der „Stern“ hat hier wirklich hervorragende Arbeit geleistet. Genau so funktioniert es, wenn die Menschen über etwas aufgeklärt werden sollen, was für sie Neuland ist! Wenn man viele erreichen will, dann geht das nur über den Mainstream und diesem kann man nicht oft genug dafür danken, diese Aufgabe angenommen zu haben.

Einige Patzer finden sich natürlich, schließlich hat der Schreiber eventuell nicht viel Zeit gehabt, sich einzuarbeiten. So meinte er, Trump sei 11 Stunden bei Twitter gesperrt gewesen. Nein, das ist natürlich eine Ente, wenngleich sicherlich nicht gewollt. Es waren nur 11 Minuten, aber jeder hat es damals gemerkt. Das war ein kleiner Streich eines Mitarbeiters, der seinen letzten Tag bei Twitter damit feierte, mal etwas ganz Blödes anzustellen.

Auch prophezeit Q natürlich nicht, sondern er sagt ja, dass er das weiß, was er da kryptisch beschreibt. Er hat sich das auch nicht von Nostradamus abgeschaut, sondern schreibt am ehesten noch im Geheimdienst-Script. Da darf man schon mal einen Unterschied machen. Das eine ist eine okkulte, das andere eine bodenständige Angelegenheit. Also, der Vergleich mit dem muskatbenebelten Nostradamus war etwas daneben.

Naja, und das hier war vielleicht auch ein bisschen zu viel Eigenlob: „So mancher bevorzugt es inzwischen, einem ominösen Q zu glauben, als ausgebildeten Reportern und Journalisten, die mit Namen und Gesicht hinter ihren Berichten stehen.“

Haben denn ausgebildete Journalisten eine Geheimhaltungsstufe gemäß der von Q [Q ist eine Geheimhaltungsstufe, angeblich die höchste, die vergeben werden kann], oder schreiben sie eher nur über Dinge, die ihnen von „Insidern“ verraten wurden, wie zum Beispiel dem Ex-Direktor Comey vom FBI, der geheimes Material an die Medien durchsickern ließ? Er hat es inzwischen stotternd zugeben müssen.

Warum also sollte Q dann kein Insider sein, wenn doch der Stern sogar das eine oder andere gefunden hat, wo Q und Trump angeblich, gewissermaßen in Geheimsprache, miteinander koordiniert waren, sodass man annehmen konnte, sie haben sich abgesprochen?

Das war tatsächlich öfter und sogar Geheimdienstversteher Dr. Jerome Corsi, der den QAnon anfangs ganz ordentlich dechiffrierte, am Schluss aber lieber sein Buch promoten wollte und schwer nachließ, erkannte in den Codes eine militärische Geheimdienstsprache.
 

Der Rest ist aber großartig, trotz der Untertöne. Der Stern hat wirklich alles gesagt, was wir uns hier noch nicht mal getraut haben, zu schreiben, da wir lieber darauf warten, bis es durch die Gerichte bestätigt wurde. Aber der Stern nimmt kein Blatt vor den Mund und berichtet frei von Kinderhandel, Pädophilie, Korruption und gar satanischen Kulthandlungen, in die einige hochrangige Expolitiker wie die Clintons und Obama verstrickt sein sollen.

Außerdem wird berichtet, dass eine geheime Elite im Verborgenen an einer Neuen Weltordnung arbeitet, um die Macht über die Menschheit zu übernehmen. Die nenne sich Deep State und sei ein Staat im Staat und führe einen subtilen Krieg. Donald Trump sei einer der wichtigen Heerführer in diesem Krieg. Der würde natürlich das Böse bekämpfen.

Diesen Passus haben wir jetzt nicht ganz verstanden. Wer will denn jetzt diese Neue Weltordnung? Der tiefe Staat oder der Trump? Oder Beide?

Ich persönlich glaube, beide. Nur, dass jeder darunter etwas anderes versteht. Der eine will Krieg, der andere Frieden. Dass man dafür beten soll, dass der mit dem Frieden gewinnt, haben sie auch schon herausgefunden. Wäre das nicht schön, wenn jetzt – dank der uns unterstützenden Medien –  noch mehr Menschen mitmachen würden? Denn das ist die Energie, die die „Guten “ schützt.

Seit seiner Wahl beten Millionen Menschen – für Trump! Positive Gedanken, Gefühle und Vorstellungen sind der beste Schutz, den ein Mensch bekommen kann. Man muss dafür nicht gläubig sein.

Ein großartiger Artikel, nochmals herzlichen Dank für diese wunderbare Unterstützung. Nacharbeiten kann man später, in einigen Monaten. Wikipedia sollte das auch tun. Seit dem 2. August, drei Tage nach Tampa, gibt es einen QAnon-Beitrag, der vor Fehlern nur so strotzt.

Die Medien betreffend ist der gemeinsame spöttisch-ironische Unterton zum Eingewöhnen gar nicht schlecht für den Anfang. Er zeigt eigentlich nur, dass Mahatma Gandhi recht hat mit seinen vier Stadien, die von der Verneinung bis zur Akzeptanz gehen.

  1. Zuerst ignoriert man dich – hat Q hinter sich, Trump auch
  2. Dann lacht man über dich – ist gerade dran bei Q, Trump hat es hinter sich
  3. Dann bekämpft man dich – kommt noch bei Q, Trump ist mittendrin
  4. Dann gibt man auf – Sieg. Bester Schritt ever!

Übrigens gab es nur eine einzige Veranstaltung, bei der eigene Q-Schilder und auch ausgeschnittene Qs mitgenommen werden durften. Das war die in Tampa/Florida, über die jetzt die halbe Welt berichtet. Vorher sah man sie nicht und auch auf den folgenden  nicht mehr, denn die Security-Beamten nahmen sie ab. Auf die Frage, warum, sollen sie leise flüsternd geantwortet haben:

„Trust the Plan!“

Der Qoup war erfolgreich.