China, Bagram und Blackout bei Facebook

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„China ist unser wichtigster Partner und stellt eine fundamentale und außergewöhnliche Chance für uns dar, weil es bereit ist, zu investieren und unser Land wieder aufzubauen“, sagte kürzlich Zabihullah Mujahid.

 

Zabihullah Mujahid ist Pressesprecher der Taliban und des Islamischen Emirats Afghanistan.

Dass die Chinesen den Taliban weit überlegen sind, die nach dem „Erbe“ der Hinterlassenschaft der Amerikaner, das ihnen von der afghanischen Armee widerspruchslos übergeben wurde, nun auch Besitzer des Militärflughafens Bagram sind, der immerhin mit 200 Flugzeugen bestückt sein soll.

Insgesamt ließen die Amerikaner Equipment im Wert von 85 Milliarden Dollar zurück, nachdem sie überhastet zunächst die Soldaten abgezogen hatten. Dieser Truppenabzug war sehr ungewöhnlich, da man zuerst die Ausrüstung nach Hause bringt, die Menschen evakuiert und dann erst die Soldaten das Land verlassen.

Tatsächlich soll General Milley Trump einmal gesagt haben, dass der Abzug aus Afghanistan billiger wäre, wenn man alles zurücklassen würde. Trump meinte auf einer Rallye: „An diesem Tag habe ich zum ersten Mal bemerkt, dass Milley ein Idiot ist.“

Die Geschichte wird das vielleicht einmal als eine der größten Niederlagen der Amerikaner beschreiben. Hochrangige Militärs wie General Mike Flynn behaupten, die Amerikaner hätten überhaupt noch nie einen Krieg (im Nahen Osten) gewonnen. Spätestens bei Afghanistan sollte jedem klar geworden sein, dass hier zumindest die Verlierer abgezogen sind.

Die Taliban sitzen nun auf einem wertvollen „Schatz“, mit dem sie eventuell aber zunächst einmal nichts anfangen können – außer, es gäbe Abnehmer für die amerikanische Technologie, die hier verbaut ist und laut Trump auf dem neuesten Stand sein soll.

Man sah die „Eroberer“ in der ersten Zeit mit den Militärfahrzeugen Richtung Iran fahren, aber das mit dem Fliegen klappte noch nicht und so suchte man händeringend Piloten für die bestens ausgestatteten Maschinen.

Nun kommen eventuell die Chinesen ins Spiel. Man habe sie bereits auf dem Rollfeld gesehen, schreibt The Western Journal.

Es wurde von Anfang an vermutet, dass China sehr an der Nutzung des Flughafens Bagram interessiert sein könnte, zumal sie mit diesem Stützpunkt ihren Vormarsch in Richtung Westen vorantreiben können.

Am Sonntag twitterte der Journalist Tajuden Soroush von der in London ansässigen iranischen Oppositionszeitung Iran International, dass die Aktivitäten auf dem Stützpunkt der Idee, dass China dort einzieht, neue Nahrung geben.

„Quellen in Bagram sagen, sie hätten gesehen, dass Militärflugzeuge auf dem Luftwaffenstützpunkt Bagram landen. Früher wurde berichtet, dass auch Chinesen dort gesehen wurden, aber die Taliban haben dies dementiert. Bagram war der größte US-Stützpunkt in Afghanistan und mindestens 3 US-Präsidenten haben ihn in den letzten 20 Jahren besucht.“

In den USA glauben inzwischen auch etliche Politiker nicht mehr an den Zufall eines „total dilettantischen Truppenabzugs“.

Ganz im Gegenteil, werden jene Stimmen immer lauter, die hier von Absicht sprechen. Das würde bedeuten, dass es Absicht war, die teure Ausrüstung zu hinterlassen. Und offenbar hatten sie auch nie daran gedacht, zuerst die Amerikaner und Afghanen auszufliegen, die ihnen geholfen haben. Viele von ihnen wurden inzwischen getötet, denn bereits am ersten Tag der neuen Talibanherrschaft fingen diese an, diese Menschen aus ihren Häusern zu zerren und auf der Straße öffentlich zu exekutieren.

Die Biden-Regierung hat das bis jetzt überlebt.

Biden darf alles, was bei Trump undenkbar gewesen wäre. Selbst mitten in einer Pressekonferenz mit dem israelischen Premiermister darf er einschlafen. Ähnlich eingenickt ist er bei Boris Johnson.

Kaum jemand glaubt, dass dieser Mann die Fäden in der Hand hält. Trump hat sogar eine Idee, wer hier der Fädenzieher ist und viele andere kommen immer wieder auf den/die gleichen Namen.

Hören wir mal, was Obama dazu meint:

Obama im Interview: „Ich wünschte, ich hätte eine dritte Amtszeit“

Wer immer das zu verantworten hat, hat China damit einen großen Gefallen getan und auf der anderen Seite die afghanische Bevölkerung ans Messer geliefert.

In Großbritannien wollte man Biden dafür sogar einem Kriegsgericht übergeben, nur geht das nicht, denn ein Präsident ist offiziell kein Politiker.

Falls tatsächlich einmal in dieser Sache eine Anklage erhoben werden würde, dann träfe es wohl eher Mark Milley und Verteidigungsminister Austin. Joe Biden darf eventuell noch eine Weile den Kasper spielen und die übelsten Dinge in seinem Namen erledigen, bevor die „Retter“ aus dem Hintergrund kommen und ihn absetzen.

Das wird dann eher wie eine freiwillige Angelegenheit aussehen und ein Impeachment wird es auch nicht geben. Das ging nur bei Donald Trump, nachdem er bereits aus dem Amt war. Da gab es eine Sonderregel, aber für Biden gilt die nicht mehr. Der ist dann fein raus aus dem Schneider.

Das ist, was sogar Juristen sagen, denn jemanden in wirklich hohen Positionen anzuklagen, sei so gut wie unmöglich. Meist müssen die auf dem zweiten oder dritten Treppchen dran glauben. Die sogenannten Bauernopfer.

Eine interessante Entwicklung gab es zum Schluss:

Der Twitter-Account von Zabihullah Mujahid, dem oben erwähnten Sprecher der Taliban, ist seit gestern nur noch „bedingt“ zugängig und von Facebook soll er ebenfalls gesperrt worden sein. Der iranische Journalist Tajuden Soroush berichtet von London aus über den Nahen Osten und schrieb dazu:

„Nach Facebook verbietet nun auch Twitter den Taliban die Nutzung seiner Plattform. Die Seite von Zabihullah Mujahid ist gesperrt.“

Ab heute Nachmittag, also seit Stunden, sind Facebook, Instagram und auch WhatsApp nicht mehr erreichbar. 

Nachforschungen ergaben größere DNS-Fehler bei Facebook: „Google anycast DNS liefert SERVFAIL für Facebook-Abfragen; die direkte Abfrage von http://a.ns.facebook.com schlägt fehl.“

Zufall? Oder waren es diesmal vielleicht die Chinesen? Mit einem Freundschaftsdienst? Schließlich ist ja auch Bagram einiges wert.

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Ron Watson (CodeMonkeyZ) hat noch eine andere Idee, die auch erwägenswert ist. Er schreibt:

„Ist Facebook wegen des FB-Whistleblowers nicht erreichbar? Die Abschaltung des eigenen Dienstes ist die nukleare Option, um sicherzustellen, dass ein bestimmtes Element nicht auf der eigenen Plattform geteilt wird. Es könnte auch ein Ablenkungsmanöver sein, um die Aufmerksamkeit vom Whistleblower abzulenken.“

Frances Haugen, die Whistleblowerin, sah „Interessenkonflikte zwischen dem, was gut für die Öffentlichkeit war, und dem, was gut für Facebook war.“
Facebook habe sich immer wieder dafür entschieden, seine eigenen Interessen zu optimieren, z. B. mehr Geld zu verdienen.

„Die Version von Facebook, die heute existiert, reißt unsere Gesellschaften auseinander und verursacht ethnische Gewalt auf der ganzen Welt.“