USA | Roe vs. Wade: Nach diesem Urteil werden viele Abtreibungskliniken schließen müssen

Die Demokraten erlebten eine große Niederlage. Biden: "Das ist ein trauriger Tag für das Gericht und ein trauriger Tag für das Land." Tatsächlich ist es ein weiterer Etappensieg für die Republikaner.

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Washington DC: In den USA fiel heute ein wichtiges Urteil zur Abtreibung. Das bundesweit gültige Urteil von Roe v. Wade aus dem Jahr 1973 wurde mit sechs zu drei Stimmen gekippt und die Verantwortung über die Entscheidung zur Abtreibung zurückgegeben an die Bundesstaaten, die nun in Windeseile neue Gesetze erstellen müssen.

 

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Alle sechs von republikanischen Präsidenten nominierten Supreme Court Richter waren sich hier einig, auch die drei von Trump sowie John Roberts, der Vorsitzende, der gerne einmal mit den demokratischen Kollegen einer Meinung ist.
Die drei Demokraten sehen es als einen Rückschritt und befürchten, dass die USA von einer Klagewelle überrollt wird.

Kurz zur Geschichte von Roe v. Wade, die nahezu jedem Amerikaner bekannt sein dürfte.

Zwei Anwältinnen fanden damals eine Frau, die bereit war, gegen das bestehende Abtreibungsgesetz von Texas zu klagen, das Abtreibungen unter Strafe stellte. Und sie gewannen. Im ersten Drittel der Schwangerschaft waren gesetzliche Verbote fortan gar nicht mehr erlaubt, im zweiten Drittel waren sie noch eingeschränkt möglich, und im dritten Trimester waren sie zulässig, solange nicht Leben oder Gesundheit der Schwangeren auf dem Spiel standen.

Das Urteil Roe v. Wade legalisierte also bundesweit den Schwangerschaftsabbruch bis zum letzten Tag der Schwangerschaft. Es entstanden in der Folge zahlreiche Abtreibungskliniken, insbesondere in den Ballungsgebieten der schwarzen Bevölkerung.

Die damals 22-jährige Klägerin, Norma McCorvey erwartete zum Zeitpunkt der Verhandlung ihr drittes Kind. Sie war alleinerziehend und hatte bereits ihre ersten beiden Kinder zur Adoption freigegeben. Nach der Verhandlung bekam sie ihr drittes, das sie ebenfalls nicht behielt.

20 Jahre später nahm Norma McCorveys Leben dann eine unerwartete Wende.

Nachdem sie in den ersten Jahrzehnten das Urteil verteidigte und für gerechtfertigt hielt, änderte sich ihre Einstellung allmählich, als sie 1992 begann, in einer Abtreibungsklinik zu arbeiten.

Sie sah die Verachtung der Ärzte für diese Frauen und war dabei, als die Babys in Teilen aus den Frauen herausgeholt wurden, wenn die Schwangerschaft schon sehr weit fortgeschritten war. Sie konnte nicht verstehen, dass viele Frauen nach der Operation weinten, „denn schließlich hatten sie doch bekommen was sie wollten“.

„Ich habe die Babyteile gesehen, und das ist ein schrecklicher Anblick, und ich fordere jeden, der Abtreibung unterstützt, auf, sich die Leichen anzusehen, um der Wahrheit dessen ins Auge zu sehen, was er unterstützt. Ich habe die schmutzigen Bedingungen in den Abtreibungskliniken gesehen.“

Sie sah die Geringschätzung der Abtreibungsärzte für diese Frauen.

Ihr Gewissen, dafür verantwortlich zu sein, habe sie so sehr geplagt, dass sie anfing, zu trinken, um diesen Schmerz zu betäuben.

„Schließlich zog 1995 eine Pro-Life-Organisation mit ihren Büros direkt neben die Abtreibungsklinik, in der ich arbeitete. Ich verhielt mich hasserfüllt gegenüber diesen Menschen. Aber diese Menschen waren die meiste Zeit über liebevoll zu mir. Ein Mann hat mich einmal wütend beschuldigt, für die Tötung von 40 Millionen Babys verantwortlich zu sein, aber er kam später zu mir und entschuldigte sich für seine Worte und sagte, sie seien nicht aus Liebe gefallen. Die Antwort auf das Abtreibungsproblem ist Vergebung, Reue und Liebe.“

2008 gab sie bekannt, dass sie Mitte der 1990er Jahre zum Christentum übergetreten war und dass sie erkannt habe, dass der Fall, der die Abtreibung auf Verlangen legalisierte, der größte Fehler ihres Lebens gewesen sei.

Das heutige Urteil erlebt sie nicht mehr. Sie wäre wahrscheinlich sehr glücklich darüber gewesen. Norma McCorvey starb bereits 2017 an einem Herzleiden.

Für Biden, der selbst zwei seiner Kinder durch Unfall beziehungsweise Krankheit verloren hat, ist das „ein trauriger Tag für das Gericht und ein trauriger Tag für das Land“.

Die meisten Republikaner dürften sich freuen. Sie haben bekommen, was sie schon lange wollten.

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Quellen:

Norma McCorveys Weg zur pro-life-Aktivistin (englisch)

Supreme Court kippt Roe v. Wade und beendet damit 50 Jahre Abtreibungsrecht auf Bundesebene (englisch)

Bidens Antwort auf das Urteil (englisch)

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Pastor Kim Clement hat das, was heute in den USA geschah, im Jahr 2014 exakt vorhergesehen: