Wird Kalifornien geteilt? Neu-Kalifornien möchte der 51. Staat der USA werden

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Es ist nicht das erste Mal, dass man Kalifornien teilen möchte. Es ist der drittgrößte Staat der USA, dazu länglich und schmal gebaut. Man könnte es einfach in der Mitte durchschneiden und dort neue Grenzen setzen. Aber so einfach ist es leider nicht.

Dennoch ist es nun wieder soweit und diesmal scheint es ernst zu sein. Am 17. Januar dieses Jahres erklärten Vertreter des noch zu bildenden Staates Neu-Kalifornien, dass sie an ihrer Unabhängigkeit arbeiten würden. Kalifornien sei seit langer Zeit unregierbar, heißt es. Sowohl ökonomisch würde man ganz hinten liegen, wie auch im Bereich von Schule und Ausbildung. Auch mit der Besteuerungspolitik ist man nicht zufrieden und überhaupt, es sei eine Tyrannei geworden. Es könne aber noch 18 Monate dauern, aber man habe bereits die wichtigsten Schritte vorbereitet und eine Unabhängigkeitserklärung existiere auch schon.

Neu-Kalifornien möchte sich nicht aus dem Staatenverbund  lösen, sondern stattdessen der 51. Staat der USA werden.

„Wir müssen zeigen, dass wir uns selbst regieren können, bevor wir regieren dürfen“, sagte Tom Reed, einer der Gründer.

Innenpolitisch ist Kalifornien schon lange ein gespaltenes Land. Während die ländlichen Gegenden meist republikanisch wählen, werden sie überboten von den großen Städten wie Los Angeles,  San Francisco und San Diego, die strikt auf der sozialistischen Linie der Demokraten bleiben.

Es ist allerdings noch ein langer, steiniger Weg zu gehen, denn nur der Kongress kann einem neuen Staat Souveränität gewähren, und der hat es nach über einem Jahr noch nicht einmal geschafft, alle von Trump vorgeschlagenen neuen Politiker und Mitarbeiter für dessen Team zu bestätigen, sodass der Präsident immer noch mit reduzierter Mannschaft regieren muss.

Übrigens hatte auch Facebook eine interessante Meinung zu diesem Thema.

So hatte ein User lediglich einen Link zu einem Artikel gepostet, der über die Unabhängigkeitsbestrebungen berichtete und bekam von Facebook daraufhin folgende Mitteilung:

Facebook Foto von User zur Verfügung gestellt
Facebook Foto von User zur Verfügung gestellt

Da der Beitrag für den Facebook-User noch genauso sichtbar war, als wäre er publiziert, wollte er sich nun noch einmal den „schlimmen“ und blockierwerten Zeitungsartikel anschauen, der zensiert wurde. Ging nicht, denn nun erschien diese Mitteilung:

Facebook Foto von User zur Verfügung gestellt
Facebook Foto von User zur Verfügung gestellt

Sehr fürsorglich, könnte man jetzt denken. Aber sind wir nicht alle erwachsen und wollen selbst entscheiden? Also nahm dieser User all seinen Mut zusammen, transkribierte den Link in sein URL, dann suchte er im folgenden Artikel anschließend nach den schädlichen Texten. Bitte helft mit. Wir haben inzwischen auch gesucht und immer noch keinen gefunden. Hier ist er. Für jeden Hinweis sind wir dankbar.

They’ve Done It: New California Declares Independence

 

9 Kommentare

    • Ja, es geht schon längst nicht mehr nur darum, eine gewisse Personengruppe zu schützen. Irgendein Politiker will in Amiland gerade die Meinungsfreiheit komplett abschaffen. Das wäre doch mal einen Artikel wert, oder? Denn was dort passiert, schwappt zu uns rüber. Gefahr in Verzug, Leute!

  1. Guten Abend,

    Um direkt einmal auf Facebook zu kommen: es reicht mir! Diese energiefressende Maschine kann man spätestens jetzt in die Tonne kloppen! Es dauert nicht mehr lang, dann sperrt man Katzenbabyvideos, weil sie herzerwärmend sind. Aber vielleicht wird dann auch endlich mal der letzte Trottel wach und verlässt diese Plattform.

    Wenn ich sowas schon lese: „dieser wurde zu deiner Sicherheit geblockt.“ da platzt mir der Kragen. Wie weit ich über den Tellerrand blicke, bleibt bitte mir selbst überlassen! Da braucht sich keine Bertelsmann Kontrollpuppe um mich sorgen.

    • Echt, Bertelsmann? Ich dachte C I A? 😉 Aber kontrolliert stimmt in jedem Fall, egal, von wem. Wir triften allmählich ab in totalitäre Zustände und keine scheint es zu merken. Und die paar, die sich schon mal die Augen reiben, die sind noch viel zu müde, um aufzustehen. Denn genau das ist allmählich mal nötig.

  2. Ich drücke den Kaliforniern die Daumen. Hoffentlich haben sie mehr Glück als die Katalonier. Wäre schön, wenn wir uns auch auf diese Weise trennen könnten. Vielleicht einfach Berlin isolieren, Bonn wieder zur Hauptstadt erklären und dann Neuwahlen mit Menschen aus dem Volk. Diese Karrierepolitiker kennen nur sich und sonst niemanden. Wir müssen was tun.