Donald Trump: G7 Treffen sehr gut verlaufen, Aufhebung aller Zölle ist die beste Lösung

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Vor seiner Abreise nach Singapur, um sich dort mit dem Nordkoreanischen Vorsitzenden Kim Jong-un zu treffen,  gab Präsident Trump eine Pressekonferenz, mit einer kurzen, informativen Zusammenfassung zum Gipfel.

So ist er der Meinung, dass es eine sehr erfolgreiche Zusammenkunft der sieben Mitgliedsstaaten gewesen sei. Ein Thema sei die unkontrollierte Migration gewesen. Hier meinte er,  dass man diesen Menschen in ihren eigenen Ländern helfen müsse.

Auch über fairen Handel wurde gesprochen.

Offenbar freute er sich über seine bevorstehende Abreise nach Singapur, wo er zum ersten Mal persönlich auf Kim Jong-un treffen würde. Dieses Treffen sei eine Friedensmission, von der er sich viel erhofft. Kim habe seine Bereitschaft gezeigt, abzurüsten. Nordkorea könnte innerhalb der nächsten Zeit sehr schnell aufsteigen zu einem wundervollen, blühenden Land. Kim habe nun eine einmalige Gelegenheit, Großes zu leisten und die USA sei gerne behilflich, würde aufpassen und beschützen.

Die umliegenden Länder, Südkorea, Japan, China würden auch helfen. Dies sei eine großartige Zeit, denn all dies sei in vielen Jahren nicht geschehen, in denen Nordkorea durch eine sehr künstliche Grenze von den anderen getrennt wurden. Dies sei eine große und einmalige  Chance für Frieden und Wohlstand für dieses Land.

Es gab im Anschluss an diese kurzen Ausführungen noch die Möglichkeit, dass Journalisten Fragen stellen konnten.

Hier erklärte Trump auf Nachfrage, dass es ein Gewinn für die sieben Staaten wäre, wenn Russland wieder dabei wäre. Sie würden alle nach Frieden streben und keine Lust haben, Spielchen zu  spielen.

Zu den Zöllen meinte er, das beste wäre, wenn es überhaupt keine Zölle mehr gäbe, wenn diese Grenzen aufgehoben werden würden. Keine Barrieren, keine Subventionen. Das habe er den anderen Staaten vorgeschlagen, aber die würden jetzt wohl erst ans Reißbrett zurückgehen müssen und nachrechnen. Jedenfalls würde die USA die hohen Zölle anderer Länder nicht mehr hinnehmen, während die sie selbst im Gegenzug oft gar keine oder viel weniger nähen. Als Beispiel nannte er Kanada mit 270% auf Milchprodukte. Umgekehrt würden sie bei Exporten in die USA keine zahlen müssen.

Länder wie Indien würden 100% Einfuhr-Zoll verlangen und umgekehrt hier die USA selbst wieder gar nichts. Das ginge nicht, er würde mit diesen, mit allen Ländern, reden. Das müsse aufhören oder die USA hört auf, mit diesen Ländern Handel zu treiben.

Auch ginge es nicht, dass, wenn die USA die Zölle anpasst, die anderen einfach immer höher gehen wollen.

Die USA stünde wirtschaftlich besser da als je zuvor, und die Arbeitslosigkeit der schwarzen und hispanische Bevölkerung sei tatsächlich noch nie so niedrig gewesen.

Nun kommt eine eher persönliche Frage, nämlich,  wie er die Beziehung zu den anderen Teilnehmern einschätzt. Trump wird hellhörig und fragt zum ersten Mal, für wen er fragt. Die Antwort: CNN. Trump: „Ich wusste es, als ich die Frage hörte. Fake News.“
Aber er antwortet, sagt, seiner Einschätzung nach sei es eine 10, auf einer Skala von 1 bis 10, bei  Angela [Merkel], Emmanuel [Macron], Justin [Trudeau]. Auf einer persönlichen Ebene sicherlich, auch wenn man sich in der Sache nicht immer einig sei.

Er macht mehrfach darauf aufmerksam, dass er für die heutige Situation, in der die USA nicht gut dastünde, nicht andere Länder verantwortlich macht, sondern seine Vorgänger in der Regierung. Er würde nicht nur Obama meinen, sondern 50 Jahre zurück gehen in der Geschichte. Die Zustände hätten sich mit der Zeit weiter verschlechtert.

„I dont’t blame those people [G7] but I do blame them if they do not act smart.“

Erst dann, wenn sie nicht klug handeln, wird er auch sie [die Staaten der G7] beschuldigen.

Über die Zölle gäbe es harte Verhandlungen.

Auf die Frage, was er sich für sein Treffen für Nordkorea wünscht, meinte Donald Trump,  das Miniumum wäre, dass man sich erst einmal trifft und sich vielleicht sogar sympathisch findet. Man fange mit einem Dialog an und es kommt eventuell zu ersten Vereinbarungen. Er würde gerne mehr als nur das erreichen. Aber diese Dinge werden Zeit benötigen.

Auf die Frage, wie lange es dauern würde, bis er herausgefunden hat, ob Nordkorea es ernst meint, antwortete er: „Wahrscheinlich in der ersten Minute.“ Er würde auf sein Gefühl hören.
„Man sage, man weiß, ob man jemanden mag, in den ersten, 5 Sekunden des Kennenlernens.“
Er glaubt, er würde sehr schnell herausfinden, ob etwas Positives dabei herauskommen würde. Genauso schnell würde er wissen,  wieviel Zeit dafür verwendet werden muss. Wird es schnell gehen, oder wird man noch etwas mehr Zeit brauchen. Manchmal sei es sogar besser, wenn etwas langsamer heranreift.

Donald Trump war sehr konzentriert, sehr sachlich, sehr ernst. Allmählich kann man ihm den Präsidenten abnehmen. Die letzten beiden Jahre haben aus ihm einen anderen Menschen gemacht. Bei der heutigen Pressekonferenz gab es keinen Zweifel, dass hier der Präsident der Vereinigten Staaten sprach.