Teilen
090317-N-5253T-016 DOUGLAS, Ariz. (March 17, 2009) Two men scale the border fence into Mexico a few hundred yards away from where Seabees from Naval Mobile Construction Battalions (NMCB) 133 and NMCB-14 are building a 1,500 foot-long concrete-ined drainage ditch and a 10 foot-high wall to increase security along the U.S. and Mexico border in Douglas, Ariz. (U.S. Navy photo by Steelworker 1st Class Matthew Tyson/Released)
090317-N-5253T-016 DOUGLAS, Ariz. (March 17, 2009) Two men scale the border fence into Mexico a few hundred yards away from where Seabees from Naval Mobile Construction Battalions (NMCB) 133 and NMCB-14 are building a 1,500 foot-long concrete-ined drainage ditch and a 10 foot-high wall to increase security along the U.S. and Mexico border in Douglas, Ariz. (U.S. Navy photo by Steelworker 1st Class Matthew Tyson/Released)

Donald Trump hat es mal wieder geschafft, dass die halbe Welt sich gegen ihn richtet. Naja, vielleicht nicht die halbe Welt, aber für einige Gazetten war es mal wieder ein gefundenes Fressen, als Berichte auftauchten, dass Kinder von Inhaftierten, die als Illegale in den USA gefasst wurden und im Gefängnis nun auf ihr Urteil warten, in Pflegefamilien untergebracht werden, in jedem Fall aber in staatlicher Obhut bleiben. Das liest sich dann so: Trump trennt Kinder von ihren Eltern.

Was wäre die Option? Die Kinder mit ihren Eltern zusammen ins Gefängnis zu stecken, in eine Zelle, womöglich mit mehreren Erwachsenen? Und warum wagen die Eltern den Übergang von mexikanischem zu amerikanischem Boden überhaupt, wo sie doch wissen sollten, dass Trump mit catch&release nichts am Hut hat. Fangen, Personalien aufnehmen und dann wieder freilassen, das war Obama. So fluteten Illegale das Land, ohne dass man wusste, wo sie sich aufhielten. Trumps Ansage ist seit seinem Wahlkampf deutlich doch genug: So etwas gibt es nicht unter seiner Regentschaft. Er wird härter durchgreifen.

Natürlich werden Kinder traumatisiert, wenn das passiert. Das Foto eines kleinen, nach seiner Mutter rufenden, ungefähr zweijährigen Mädchens, muss derzeit als Beweis für die Herzlosigkeit der Trumpregierung herhalten. Die Mutter überquerte die Grenze, wurde gefasst, sitzt in Untersuchungshaft und sie wusste, dass das passieren würde, wenn man sie erwischte.

Neu ist es nicht, dass Kinder von ihren Eltern getrennt werden. 2013 erschien ein Bericht in der HuffPo, damals noch unter der Obama-Administration, bei dem von 72000 Deportationen alleine in diesem einen Jahr die Rede ist. Teilweise aus so nichtigen Gründen wie: Der Vater fuhr ohne gültiges Nummernschild. Die Kinder blieben auch hier in den USA. Das alles ist gar nicht neu, aber wieder mal war es Trump, der es erfunden hat.

Hier ist der herzergreifende Bericht eines 10jährigen Mädchens, dessen Vater unter Obama deportiert wurde. Sie will einmal Anwältin werden und Immigranten helfen, anerkannt zu werden.

Diese Anerkennung bietet Trump seit Anfang des Jahres 1,8 Millionen sogenannten Dreamers, Träumern, die als Kinder in die USA kamen. Sie und ihre nächsten Verwandten, Kinder und Eltern, hätten die Möglichkeit, legal in den USA zu bleiben. Die Voraussetzung dazu ist, dass sie in der Zwischenzeit nicht kriminell geworden sind und nicht der Wohlfahrt auf der Tasche liegen. Die Bedingung: Er will das Geld für seine Mauer an der Grenze zu Mexiko, wo übrigens bereits eine ungefähr 700 Meilen lange Mauer von seinen Vorgängern steht. Fotobeweis. Mexiko selbst schützt sich selbst zusätzlich durch eine Mauer an seiner südlichen Grenze, weil hier Menschen ins Land kommen, die es nur überqueren, um dann in die USA zu gelangen.

Trump selbst hat unlängst vor der Presse wieder darum gebeten, dass die Demokraten sich doch endlich mit den Republikanern an einen Tisch setzen mögen, um das Problem der DACA endlich zu lösen.

CHANGE THE LAWS!

Why don’t the Democrats give us the votes to fix the world’s worst immigration laws? Where is the outcry for the killings and crime being caused by gangs and thugs coming into our country illegally? CHANGE THE LAWS!

Gepostet von Donald J. Trump am Montag, 18. Juni 2018

Donald Trump schreibt dazu: Warum geben uns die Demokraten nicht die Stimmen, um die schlimmsten Einwanderungsgesetze der Welt zu regeln? Wo ist der Aufschrei nach den Morden und Verbrechen, die von Banden und Schlägern verursacht werden, die illegal in unser Land kommen? Ändert die Gesetze!

Die Übersetzung des Clips lautet:

Die Methode catch&release (fangen und freilassen) hilft uns nicht weiter. Um Kinder kann sich gekümmert werden. Schnell, hervorragend und sofort.

Die Demokraten haben dieses Gesetz unserer Nation aufgezwungen. Ich hasse es. Ich hasse die Trennung von Eltern und Kindern.

Die Demokraten können zu uns kommen, wie sie sind und wir reden fair mit ihnen. Sie könnten die gesamte Grenzsicherung verändern. Wir müssen unsere Gesetze ändern. Die Demokraten haben derzeit die Kontrolle, weil wir die Stimmen nicht haben. Wir benötigen mehr aufrichtige Republikaner und deshalb denke ich, dass es nach dem Midterm (Halbzeit, 6. November 2018) besser wird. Die Demokraten haben diese Gesetze gemacht. Ich will, dass die Gesetze sehr menschlich, aber stark sind. Ich will nicht, dass schlechte Leute reinkommen, ich will keine Drogen und wir könnten das Problem in einem einzigen Meeting lösen. Sagen Sie den Demokraten, Ihren Freunden, sie sollen mich anrufen.

„Die Vereinigten Staaten werden kein Migrantenlager und kein Flüchtlingslager sein. Wir können nicht erlauben, was in Europa und an anderen Orten der Welt passiert. Nicht in den Vereinigten Staaten. Nicht unter mir. Schauen Sie, was in der Welt gerade passiert, lesen Sie ihre Zeitungen, da steht es drin.”