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Ainsley Earhardt interviews President Donald Trump
Ainsley Earhardt interviews President Donald Trump

Am 23. August, einen Tag nach einer erfolgreichen Rally, die er zur Unterstützung eines republikanischen Kandidaten gab, wurde Donald Trump von Fox&Friends Reporterin Ainsley Earhardt  interviewt. Wir versuchen eine kurze Zusammenfassung der wesentlichen Punkte und vergleichen, wo es geht, auch mit der Einschätzung eines „Qualitätsmediums“, in diesem Fall ist es das CNN.

Auf die Frage der Reporterin, wie es ihm gehe, antwortet er, er fühle sich großartig.

Wie geht er mit all dem um, den vielen Anschuldigungen?

Das sei Teil seines Lebens. „Es gab immer Kontroversen in meinem Leben. Und ich habe immer gewonnen.“

CNN interpretiert das so:
Zwei Anmerkungen hier: a) er hat Recht – sein ganzes Leben war umstritten und b) er sieht die Dinge nur durch die Linse des Gewinnens oder Verlierens. Es gibt kein anderes Maß für Erfolg oder Misserfolg. Wenn du gewinnst, hattest du Recht.

Wir erinnern uns an einen älteren Clip in dem er gefragt wurde, ob er Gott schon jemals um Vergebung gebeten hätte. Trump lehnte sich zurück, überlegt und sagt: Ich glaube nein. Wenn ich etwas falsch gemacht habe, dann habe ich versucht, es das nächste Mal besser zu machen. Das sei seine Art, mit Fehlern umzugehen.

Nun wird er zu seinem Ex-Anwalt Cohen befragt, der ihn unter Eid belastet hat. Wie geht er damit um?

Trump bleibt ruhig. Da ist kein Ärger zu spüren, er versteht, dass Cohen, der wegen einer ganz anderen Sache angeklagt wurde, die mit einem anderen Klienten zu tun hat, seinen Kopf aus der Schlinge ziehen will.

„30, 40 jahre lang habe ich Umfaller beobachet, die Deals machen und lügen.“

Sie bekommen für ihr Vergehen vielleicht 10 Jahre, dann bietet man ihnen zwei an, wenn sie gegen jemanden etwas sagen. Er habe nicht viel mit Cohen zu tun gehabt, das, was die Presse berichtet, sei falsch. Aber er hatte den Eindruck, der sei eigentlich ein netter Kerl. Allerdings kein guter Anwalt.

Die beiden Zahlungen an die Frauen hätten nichts mit der Kampagne zu tun gehabt, es wäre sein eigenes Geld gewesen und  er habe erst nach den Zahlungen davon erfahren.

CNN weiß es natürlich besser: „Was Trump nicht über das Wahlkampf-Finanzierungsgesetz weiß, ist, ähm, eine ganze Menge. Er scheint zu glauben, dass, weil er Cohen kein Geld vom Wahlkampfkonto 2016 gab, es völlig in Ordnung war, Zehntausende von Dollar auszugeben, um Frauen zum Schweigen zu bringen, die Behauptungen über einen Kandidaten für das Präsidentenamt aufstellen. Was es nicht ist. Was Trump tat, ist effektiv ein Wahlkampfdarlehen an Cohen zu machen, um ein Problem für ihn zu handhaben. Er hat das Darlehen nie bekannt gegeben. Und wir wissen definitiv, dass Cohen bezeugt hat, dass Trump ihn “ angewiesen “ und “ beauftragt “ hat, die Zahlungen für den ausdrücklichen Zweck der Beeinflussung der Wahl zu leisten.“

Dem widerspricht allerdings das Magazin politico, unter Berufung auf eigene Anwälte, denn wenn Trump diese rechtlichen Dinge (falls sie überhaupt wahr sind) nicht gewusst hat, dann ist er raus aus dem Schneider. Denn er müsse wissentlich ein „Verbrechen“ begangen haben, um bestraft zu werden. Bei Cohen allerdings als Anwalt könne man annehmen, dass ihm die Konsequenzen klar waren.

Trump bemerkt im übrigen, dass Ex-Präsident Obama eine der höchsten Strafen zu zahlen hatte, die es für die Verletzung von Kampagnen-Richtlinien je gegeben hat, nämlich 375.000 Dollar. Aber das wäre mit anderen Augen betrachtet worden.
 

CNN: Äpfel und Orangen. Oder, genauer gesagt, Äpfel und Kumquats. Wie nicht einmal im selben Universum.
Es ist wahr, dass Obamas Kampagne von der FEC im Jahr 2013 mit einer Geldstrafe von 375.000 Dollar belegt wurde, weil sie es versäumt hatte, 48-Stunden-Beitragsberichte einzureichen – Spenden, die innerhalb der letzten Wochen einer Kampagne getätigt wurden – das waren insgesamt 1,3 Millionen Dollar. Das Versehen wurde bei einer Prüfung der Obama-Kampagne entdeckt.
Vergleichen Sie diese Geldbuße mit dem, was hier behauptet wird: Ein Präsidentschaftskandidat führte den Wahlkampf in der Hoffnung, die Behauptungen von Frauen über romantische Affären zu unterdrücken. Er tat dies, so Cohen, mit dem ausdrücklichen Ziel, die Wahl zu beeinflussen.
Also, nein. 

Hm, eher wohl Ja. Denn so harmlos ist die Geschichte offenbar nicht, wenn dafür eine der Höchststrafen ausgesprochen wird, die jemals bei einer Kampagne vorkamen. 375.000 Dollar. Was uns CNN verschweigt, aber sicherlich weiß, denn jeder weiß es, nämlich d folgendes – Geller Report hat die Geschichte gerade wieder aus der Retorte geholt:Geller Report hatte die Geschichte gerade wieder aus der Versenkung geholt:

 

Obama with the mouthpiece for master terrorist Yasser Arafat, Rashid Khaldi.
Obama with the mouthpiece for master terrorist Yasser Arafat, Rashid Khaldi.

Obama hat einen Pastor bestochen, bis zur Wahl darüber zu schweigen, dass Obama offenbar gut Freund mit einem Terroristen ist. Darüber gibt es auch ein Foto. Nach der Wahl schwieg der Pastor übrigens nicht mehr. Seine Kirche erhielt eine Spende von 150.000 Dollar für sein Entgegenkommen. Ein passendes Video gibt es auch dazu, aber das behält die Los Angeles Times leider unter Verschluss.

Rev. Wright und Obama
Rev. Wright und Obama

In Edward Kleins Buch „The Amateur“ kann man nachlesen, was wirklich hinter verschlossenen Türen passierte. Auch diese Geschichte findet man dort publiziert. [Aus dem Review über Obama: Er enthüllt einen unreifen, dünnhäutigen, arroganten Präsidenten mit messianischen Träumen von Größe, unterstützt von einer Gruppe von wahren Gläubigen, die alle durch linke Politik und ein amateurhaftes Verständnis von Führungsqualitäten vereint sind.]

Trump wird um diese Affäre wissen, schweigt aber. Er hat bereits gezeigt, dass er geduldig auf den richtigen Moment wartet. Vielleicht wird das eines Tages noch einmal Thema werden, zumindest ist es ein As im Ärmel.

Im weiteren Interview beklagt sich Trump über seinen untätigen Justizminister. Der habe das Justizministerium nicht um Griff, habe keine Kontrolle.

Er habe zwar Jeff Sessions für das Amt vorgeschlagen aber er habe nicht gewusst, dass der sich für befangen erklären würde, um Justizminister zu werden. Hätte er es gewusst, dann hätte er ihn nicht genommen. Sessions habe ihm das vorher nicht mitgeteilt.

Trump: „Der einzige Grund, warum ich ihm den Job gegeben habe, war, weil ich Loyalität empfand, er war ein echter Unterstützer. Er war bei der Kampagne dabei.“

Das hätte er besser nicht sagen sollen, denn CNN konterte natürlich in der üblichen Manier, bei der die Worte so weit verdreht werden, wie man es braucht, um die Leser im eigenen Sinn zu beeinflussen.

CNN: Ein bemerkenswertes Eingeständnis von Trump – wenn auch unbeabsichtigt. Der „einzige Grund“, warum er Jeff Sessions zum ranghöchsten Strafverfolgungsbeamten der Nation ernannte, war, dass Sessions ihm gegenüber loyal war. Nur die besten Leute!

Nein, so war das nicht. Wer Trumps Reden kennt, und CNN kennt die alle, der weiß, dass Trump immer wieder die Vorzüge Jeff Sessions während des Wahlkampfes genannt hat. Der wichtigste Punkt darin war die Übereinstimmungen mit seiner eigenen Agenda, zum Beispiel der Grenzsicherung. Jeff Sessions war im übrigen auch als ziemlich „scharfer Hund“ bekannt, der gnadenlos war und im Stillen arbeitete. Sein Spitzname lautet: „Silent prosecutor“. Stiller Vollstrecker.

Persönlich bin ich mir nicht sicher, ob die beiden vielleicht nur ein Spiel spielen. Andererseits ist es schon merkwürdig, dass ausgerechnet die Demokraten Sessions im Amt behalten wollen. 

Es werde hier mit zweierlei Maß gemessen. So liefe ein Peter Strzok immer noch frei herum, obwohl er seiner Geliebten Lisa Page schriftlich versicherte, es würde keinen Donald Trump als Präsidenten geben. Der Präsident würde gestürzt werden. Das Justizministerium schweigt dazu.

Dann solle man mal hinschauen und sehen, welche Verbrechen Hillary Clinton begangen habe. Als sie eine Vorladung zur Aussage vor dem Kongress erhielt, löschte sie vorher 33.000 eMails und auch hier tut das Justizministerium nichts.

Dem Wahlkampfleiter von Clinton habe man zwar die Firma geschlossen, aber es sei auch hier keine Anklage erfolgt. Stattdessen habe man Manafort, wieder einen seiner Leute,  angeklagt. Auch hier ginge es um etwas anderes und nicht um Angelegenheiten, die mit ihm zu tun haben. Man täte überhaupt nichts gegen die Korruption auf der anderen Seite.

Er würde sich trotzdem nicht einmischen, denn das sei wahrscheinlich das Beste, was er tun könnte.

Die Reporterin erwähnt nun, dass viele seiner Unterstützer frustriert sind, weil er die “Dokumente”, gemeint sind wohl die letzten 20 Seiten des FISA-Reports, nicht freigeben würde. Darauf antwortet Trump, dass er das wohl tun muss, auch wenn er das eigentlich nicht wollte, aber er wartet noch auf den richtigen Zeitpunkt dafür.

Es wäre wohl nötig, um die Korruption offenzulegen, die vor seiner Amtszeit schon voll im Gange war, insbesondere zu Obamas Regierungszeit.

„Sie haben meine Kampagne überwacht, so einfach ist das.“

CNN: „Das FBI überwachte Carter Page, einen Helfer von Trump, der sich mit Außenpolitik auskannte, weil sie es für möglich hielten, dass die Russen ihn beeinflussten. Der Überwachungsauftrag wurde vom FISA-Gericht genehmigt und dreimal bestätigt. Das war keine bösartige Operation des sogenannten „tiefen Staates“ innerhalb des FBI.“

Auch hier hat CNN offenbar seine Hausaufgaben nicht gemacht. Es steht inzwischen schon längst fest, dass das Gericht die Überwachung niemals genehmigt hätte, wenn sie gewusst hätten, dass die „Beweise“ gefälscht waren. Diejenigen, die diesen Überwachungsauftrag jedes Mal beantragt haben heißen: Comey, McCabe, Rosenstein und Yates. Damen und Herren des Justizministeriums und des FBI. Sie alle – bis auf Rosenstein – wurden bereits gefeuert.

Wie es denn mit Jeff Sessions und seinem Stellvertreter Rod Rosenstein weiter gehe? Werden sie entlassen?

Trump meint, er möchte sich weiterhin raushalten, so lange es geht, aber wenn jeder sieht, was los ist im Justizministerium… Es  sei ein „Justizministerium“,  mit Gänsefüßen,  und einem Justizminister der sich für gewisse Dinge [Clinton und Russland betreffend] für befangen erklärte. Hätte Sessions ihm das vorher gesagt, dann hätte er sich einen anderen Justizminister gesucht.

Sessions sei Teil der Mitarbeiter der Kampagne gewesen und wusste deshalb, dass es keine Zusammenarbeit mit den Russen gab.

Verbesserungen? Er habe es leider noch nicht geschafft, dass die Presse ihn fair behandle.  Und seine größte Schwäche wäre wohl, dass er sich zu sehr um andere Menschen kümmern würde.

No, Mr. President. Das ist eine Stärke.

Wenige Minuten später antwortete bereits das Justizministerium

Trump spielt Katz und Maus mit der Justiz und die spielt offensichtlich mit

 

 

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