Wird ein Kronzeuge Julian Assange Licht ins Dunkel der Präsidentschaftswahl von 2016 bringen?

1152
Teilen

Auf William Barr, Trumps neuem Justizminister, kommt eine Menge Arbeit zu. Der Mueller-Report wird baldigst freigegeben werden, nachdem einige Stellen geschwärzt worden sind, die laufende oder noch mögliche, kommende Verfahren behindern könnten.

Dann bieten sich ihm durch die Verhaftung von Julian Assange, der in die USA ausgeliefert werden soll, weitaus mehr Möglichkeiten, ein Stück weit der Wahrheit näher zu kommen, in den Fällen, wo das frühere Justizministerium und die damalige FBI-Spitze unter der Administration Obamas die Präsidentschaftswahl eventuell zu Gunsten der demokratischen Kandidatin beeinflusst haben könnten.

Barr hat von Anfang an mit offenen Karten gespielt und jeder weiß, dass er die Verwicklungen von Obamas Justizministerium und dessen FBI in Hillary Clinton bezüglich der Wahl 2016 untersuchen wird.

Der Fall Clinton wird also über diese Schiene noch einmal neu aufgerollt werden. Man darf gespannt sein, was hier zum Vorschein kommen wird,  denn einiges wissen wir bereits: Die damalige Justizministerin, Loretta Lynch, und die FBI-Spitze unter James Comey haben hier zusammengearbeitet, um zu vertuschen, was zu vertuschen geht. Die emails werden wohl noch einmal ausgegraben werden.

Hier gibt es die Hintergründe:

Q Drop mit noch mehr Input zu Clinton, Comey, Mueller, Rosenstein und wie sie alle zusammenarbeiten, um ihren Kopf aus der Schlinge zu ziehen.

Auch Senator Chuck Grassley der seit fast 40 Jahren dem Senat ununterbrochen angehört, ist seit vielen Jahren ein Kritiker des FBI. Bereits im Jahr 2006 hat er den damaligen FBI-Direktor und heutigen Sonderermittler Robert Mueller bezüglich der „Einmischung in die Präsidentschaftswahl 2016“ auf etwas angesprochen, was er eine illegitime Überwachung von Anti-Kriegsgruppen nannte.

In Senator Devin Nunes hat der 85jährige, der bei Wikipedia als Baptist und Freimaurer bezeichnet wird, nun einen jungen Mitstreiter gefunden, der nicht davor zurückschreckt, von einer FBI-Korruption gegen Trump vor den Wahlen 2016 zu sprechen.

Laut Nunes und einigen anderen republikanischen Kongressabgeordneten gab es keinen Grund für eine Untersuchung in die damaligen Kampagnenmitglieder von Trump.

Dies sei eine Aktion des „tiefen Staates“ gewesen, der alles versuchte, um Hillary Clinton in den Präsidentenstuhl zu heben. So hätten sie, mit Hilfe der Medien, Trumps Reputation systematisch untergraben.

Auch Trump und sein Team haben immer wieder darauf hingewiesen, dass für sie diese Angelegenheit noch nicht abgeschlossen ist und es dringend eine eigenständige Untersuchung in die 2016er Wahl und die Umstände geben müsse. Allerdings hat der Präsident keinen Einfluss auf die Justiz und so hat William Barrs Vorgänger, Jeff Sessions zwei Jahre lang die Füße still gehalten.

Die Zeiten der Schonung sind offenbar vorbei.

Vor einigen Tagen erklärte Nunes, dass er eventuell diese Woche noch dem Justizministerium das Ergebnis einer zweieinhalbjährigen Ermittlung übergeben wird. Es werden Namen genannt werden, Empfehlungen ausgesprochen, bei diesen Personen etwas tiefer zu graben. Nunes ist zuversichtlich, dass der Minister darauf eingehen wird, denn die Beweislage sei auf seiner Seite.

Senator Grassley freut sich darauf, dass endlich der Gerechtigkeit Genüge getan werden soll und meinte, dass die Wahl von Clinton verhindert hätte, dass der „Deep State“ aus der Dunkelheit ans Licht gezerrt worden wäre. Diese Offenlegung sei erst durch Trumps Wahl zum Präsidenten möglich gewesen.

So erklärte er in einem Interview mit Fox News:

„Wenn Hillary Clinton gewählt worden wäre, wäre nichts davon bekannt geworden.“

Nachdem die Demokraten die Mehrheit im Repräsentantenhaus gewonnen haben, heißt Devin Nunes Nachfolger im House Intelligence Committee,  Adam Schiff. Schiff ist möglichlicherweise eine der Deep State Schlüsselfiguren und so ist es nicht verwunderlich, dass er nun behauptet, dass Nunes Ermittlungen vom Weißen Haus gesteuert werden, um die Absprachen mit den Russen während der Kampagne 2016 zu vertuschen.

Durch Julian Assanges Verhaftung und wahrscheinlich baldige Auslieferung in die USA erhält Justizminister Barr einen wichtigen Zeugen, der Trump nicht nur bezüglich des Russen-Hoax weiter entlasten kann.

Das dürfte den Demokraten den Wind aus den Segeln nehmen, die mit ihrem Frontmann Schiff die „Russen-Agenda“ weiterhin verfolgen wollen. Denn „irgendetwas wird sich doch finden lassen!“

Er weiß, von wem er die Clinton eMails bekommen hat und beteuerte schon oft genug, dass es nicht die Russen waren.

Nach allem, was im Laufe der Jahre ans Tageslicht gekommen ist, geht man davon aus, dass der Whistleblower jemand aus den eigenen Reihen des DNC war,  dem Democratic National Committee, für das damals ein junger Mann namens Seth Rich arbeitete. Offenbar kannte man die Mails dort und Seth Rich hatte die Möglichkeit, sie zu entwenden. Kurz nachdem wikileaks die ersten Dokumente veröffentlicht hatte, wurde Rich Opfer eines als Raubüberfall getarnten Mordes.

Zumindest sprechen die Indizien dafür, denn bei dem angeblichen Raubüberfall wurde noch nicht einmal das dicke Bündel Geld geraubt, das der Mann bei sich trug. Nichts fehlte. Der junge Mann starb im Krankenhaus an den Folgen der schweren Schussverletzungen, die er erlitten hatte.

Julian Assange im Polizeiwagen
Julian Assange im Polizeiwagen

Wie geht es Assange?

Assange, der inzwischen von den Medien als schwer gestörter Mann bezeichnet wird, der physisch und psychisch ein Wrack sei, hat auf uns nicht diesen Eindruck gemacht. Sicherlich haben fast sieben Jahre Eingesperrtsein in einem Haus, ganz ohne Sonne und der Möglichkeit, den Fuß einmal vor die Türe zu setzen, ihre Spuren hinterlassen. Zudem war er das letzte Jahr auch noch von der Außenwelt abgeschirmt war, da man ihm den Internetzugang gesperrt hatte.

Aber der Mann, der den Daumen zum „alles OK!“ hoch hält und dabei wissend mit dem Auge zwinkert scheint eher der Assange zu sein, den wir kennen und nicht der andere, der mit vielleicht zu viel Theatralik aus der Botschaft gezerrt wurde und dabei rief, man möge verhindern, dass er in die USA ausgeliefert werden wird.

Es ist nicht zu vermuten, dass dies Aktion für ihn überraschend kam. Ein Flugzeug der amerikanischen Justiz landete bereits am 21. März in London und es ist davon auszugehen, dass es auch bezüglich von Julian Assange Verhandlungen gab, die ihm nicht verborgen geblieben sind. Voraussichtlich war er informiert. Als Rollenspieler ist er nicht geeignet, auch wenn das Drehbuch vielleicht gut ist. Dazu passt einfach nicht der Daumen und der freudige Gesichtsausdruck, den wir durch die Autoscheibe wahrnehmen durften.

Falls er als Justizminister Barrs Kronzeuge in den USA gebracht wird, dann könnte es einen Deal bezüglich der eigenen Strafsache geben.

Julian Assange: Seine Anklage wurde entsiegelt. Hier der deutsche Text.

Im Guardian ist zu lesen, dass das Innenministerium inzwischen bestätigte, dass der Antrag der USA auf Auslieferung Assanges wegen einer mutmaßlichen „computerbezogenen Straftat“ vorliegt.

„Wir können bestätigen, dass Julian Assange im Zusammenhang mit einem vorläufigen Auslieferungsersuchen der Vereinigten Staaten von Amerika verhaftet wurde. Er wird in den Vereinigten Staaten von Amerika wegen computerbezogener Straftaten angeklagt.“

Auch QAnon hat sich zur Verhaftung Assanges geäußert.

Die Attacken gegen Q würden zunehmen, wenn der Deep State mehr und mehr das Ziel sein würde. Sie, die Q, hätten die Quelle. Vermutet wird, dass damit Julian Assange gemeint ist. Falsche Quellen für ihre Artikel, unbekannte Informanten, würden von den Medien benutzt werden, um eine falsche Berichterstattung voranzutreiben. Das Ziel habe sich verändert, nun sei es der Deep State, der angegriffen wird. Er würde sich mit allen Mitteln wehren.

Q: Aber niemand kann das aufhalten, was jetzt kommen wird.

3312 QAnon Attacken werden zunehmen
3312 QAnon Attacken werden zunehmen

Was wird hier diesmal gespielt? Schach oder Poker? Aber egal, was es ist, es geht voran. So viel ist sicher.

Justizminister Barr zu nicht autorisierter Spionage  
NYTimes: Lynch, Comey und Clinton
Grassley: Trump hat den Deep State entlarvt
Devin Nunes: Clinton Kollusion mit DOJ und FBI 
Nunes Interview Fox News
Assange: Gesundheitliche Schäden angeblich irreparabel
Ist JA verrückt geworden?
Assange: Anklageschrift des Justizministeriums
Assange: Timeline