Wahl 2020: Trump liegt in Umfragen vor Biden

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Donald Trump twittert wieder. Seine Ärzte sind zufrieden mit ihm und er darf eventuell heute bereits wieder nach Hause gehen.

 

Und offenbar liegt er in den Umfragen trotz abgesagter Rallyes vor Biden.

Das ist eine Überraschung, denn schließlich kennt man das aus den USA nur umgekehrt. Seit Monaten heißt es, Biden liege weit vor Trump, aber irgendwie mag das kaum einer glauben, weiß man doch, wie das 2016 mit Frau Clinton ausgegangen ist, die angeblich mit 97-prozentiger Wahrscheinlichkeit den Sieg schon in der Tasche hatte, um dann kläglich zu verlieren.

Trump in Umfragen vor Biden

Es war damals ein Erdrutschsieg für Trump, der selbst so erstaunt darüber war, dass er ganz offensichtlich keine Siegesrede vorbereitet hatte.

Frau Clinton hatte, im Gegensatz dazu, offenbar eine vorbereitet, nicht aber die Konzessionsrede, mit der sie den Sieg das anderen anerkannte. Sie holte das am nächsten Tag nach, nachdem sie in der Nacht jeden Einzelnen für ihre Niederlage verantwortlich gemacht haben soll, nur nicht sich selbst.

Bereits 2016 hatten das Democracy Institute Sunday Express den Wahlsieg Trumps vorausgesagt, ganz im Gegenteil zu fast allen anderen Meinungsinstituten.

Nun erheben sie einmal monatlich die Umfragewerte und machen das ein wenig anders, als die amerikanischen Institute. Sie nehmen ihre Stichprobe nicht aus der Anzahl aller registrierten Wähler, sondern befragen nur Wahlberechtigte, die auch die Absicht haben, wählen zu gehen. Das klingt sehr vernünftig. Sie erfassen ebenfalls die 77% der Wähler, die gegenüber anderen niemals zugeben würden, dass sie Donald Trump wählen.

So hat der Präsident in den entscheidenden Swing Staaten  Florida, Iowa, Michigan, Minnesota, Pennsylvania und Wisconsin mit 47 Prozent einen Vorsprung vor Biden, der nur auf 43 Prozent Zustimmung kommt.

Daraus würde sich ein Wahlkollegium von 320 für Trump und 218 für Biden errechnen. Das wäre eine Verbesserung gegenüber 2016, bei der Trump 304 Wahlmännerstimmen erhielt und Frau Clinton 227.

60 Prozent der Befragten vertrauen Trump, dass er die Wirtschaft wieder hochfährt, nur 40 Prozent halten Biden für fähiger.

Jeweils 41 Prozent zollen sowohl dem ehemaligen Unternehmer Trump als auch der Reality-Show Teilnehmerin Kim Kardashian für die Förderung der Gefängnisreform Anerkennung, aber nur 18 Prozent dem Juristen Biden, der hier doch in seinem Element hätte sein können.

Tatsächlich gab Kim einen wichtigen Anstoß zur Gefängnisreform. Lesen Sie mehr dazu hier:

Kim Kardashian erwirkt bei Trump Begnadigung der Afroamerikanerin Alice Johnson nach 21jähriger Haftstrafe wegen Drogenbesitz

Trump reagierte dann umgehend. Denn Probleme bleiben bei diesem Präsidenten nicht lange in der Schublade, sie sind dazu da, so schnell wie möglich gelöst zu werden.

Der Direktor des Instituts für Demokratie, Patrick Basham, sagte: „Wenn ein Reality-TV-Star Sie in einer Umfrage zu einer wichtigen politischen Frage schlägt, wissen Sie, dass Ihre Kampagne ein Problem hat.“

Dass Trump inzwischen im Krankenhaus liegt, hat offenbar keinen großen Einfluss auf den Ausgang der Wahl. Insgesamt liegt er mit 46 Prozent einen Punkt vor Biden.

Dies steht im krassen Gegensatz zu den amerikanischen Wahlprognosen, die völlig anders aussehen. Nämlich so:

Amerikanische Umfrage September 2020 zum möglichen Wahlverhalten

Angeblich liegt Biden hier mit 47 Prozent genau 7 Punkte vor Trump, und so geht das auch schon das ganze Jahr über. Es ist die gleiche Methode, die bei Clinton angewendet wurde, die damals dazu führte, dass sie fest der Meinung war, diesen Wahlkampf zu gewinnen

Biden ist das offenbar auch, seinem Benehmen nach.

Hier nachzulesen, mit Original-Video:

Biden zu Trump: „Halt endlich die Klappe!“ So begann die erste Debatte um die Präsidentschaft

Nur 18 Prozent der Wähler sahen bei der vorangegangenen ersten Debatte Biden als Wahlsieger, während 38 Prozent für Trump stimmten. Der Rest war unentschieden. 7 von 10 Teilnehmern bleiben unbeeindruckt bei ihrer alten Wahlentscheidung.

Donald Trump geht es heute schon viel besser.

Er macht einen fitten Eindruck und freut sich über die weltweite Unterstützung und die vielen Menschen, die draußen vor dem Hospital mit Fahnen und Bannern auf ihn warten. Er ist überwältigt von so viel Enthusiasmus.

Er habe sehr viel über COVID-19 gelernt und das wäre etwas anderes, als würde man es aus Büchern erfahren. Er würde darüber berichten.

Die Medikamente sollen gut bei ihm anschlagen, hört man von den Ärzten, sodass er eventuell heute bereits entlassen werden kann.

Mit der Erlaubnis der Ärzte durfte Trump den vor dem Krankenhaus wartenden Supportern danken, die ihm baldige Gesundheit wünschen.

Er wollte ihn wohl zeigen, dass es ihm wirklich gut geht. Die Presse regt sich darüber auf, aber das ist ja nichts Neues.

Kritik kam auch von einem der Ärzte des Walter Reed Krankenhauses, der die Fahrt als puren Wahnsinn bezeichnete, denn jetzt müssten alle Beteiligten für 14 Tage unter Quarantäne gestellt werden.

Die trugen alle Masken.

Sind die etwa gar nicht wirksam?

Deshalb müssen wir sie tragen?

Man hört von Ärzten immer wieder, dass man 15 Minuten Kontakt mit einer infizierten Person haben müsste, um überhaupt angesteckt werden zu können. Denn nur so könnte man die erforderliche Virenlast bekommen. Der Trip auf der Straße war sicherlich kürzer. Und außerdem wird er heute wiederholt, falls Trump zurück zum Weißen Haus fährt. Diese Fahrt dauert dann länger, nämlich 25 Minuten.

Das sieht eher nach der künstlichen Aufregung aus, von jemandem, der gerne mal den Demokraten einen Ball zuspielen möchte.

Wird nicht klappen, denn die überwiegende Mehrheit der Amerikaner wünscht sich den Präsidenten gesund und munter zurück. Viele haben das erst jetzt bemerkt, als er krank wurde.

Es war kein politisches Theater, wie Forbes meinte, sondern der Präsident wollte sich einfach nur bedanken. Beide, die Menschen und er selbst, freuten sich über diese Begegnung. Die Menschen haben ihm zugejubelt. Er hat mit so viel Anteilnahme nicht gerechnet und man sieht ihm an, dass er überwältigt ist.

Freude war schon immer die beste Medizin. Für Gesunde zur Vorbeugung, für Kranke zur Heilung.

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