Diesmal kommt der Faschismus von Links, sagen einige. Stimmt das? Fragen wir doch mal Dēmos und Kratós.

6373
Teilen

Es ist noch gar nicht lange her, da gab es Leserbriefe – traditionell per Post – zu einem redaktionellen Artikel und die Zeitung nahm sich das Recht, ein paar zu einem Thema zu veröffentlichen, die anderen nicht. Man wusste nie, ob der eigene es geschafft hat. Meist hat er das nicht. Heute stehen unter fast jedem Beitrag im Internet Kommentare. Endlos viele manchmal.  Als ich noch für den Mainstream schrieb, lang ist’s her, waren es oft mehrere Tausend unter einem meiner Artikel, da ich investigativ gearbeitet habe und die Meldung somit oft „sensationell“ war.  Es war eine Qual, die Kommentarfunktion dazu einigermaßen sauber, das heißt beleidigungsfrei, zu halten.

Manche Kollegen wünschen sich die alten Zeiten zurück, als es nur die Printmedien gab und sie noch selbst selektieren konnten, vorher und nicht nachher, denn die Aggression der Menschen scheint zuzunehmen und teilweise übelste Beleidigungen sind an der Tagesordnung. Gegen den Redakteur, gegen den Artikel, gegen andere, die nicht ihrer Meinung sind.

Jeder wünscht sich Meinungsfreiheit, selbst die, die die Meinung eines anderen nicht tolerieren können, aber darauf bestehen, dass ihre eigene die einzig wahre ist. Aber muss man deshalb offen beleidigen?

Man sieht es heute besonders in der Politik, denn schließlich wurden wir inzwischen straff nach links und rechts eingeteilt, die Mitte ist perdu. Nun stehen sich zwei Lager gegenüber, die genau wissen, wo sie hingehören. Die Medien erklären es uns und sagen uns auch gleich, welche Seite man unbedingt vermeiden sollte, denn die die wird als „böse“ deklariert.

Zwischentöne gibt es nicht mehr, die bunte Vielfalt wurde der Einfachheit halber neu katalogisiert. Mehr als zwei Kategorien braucht man nicht. Schwarz und weiß. Links und rechts. Oben und unten.

QAnon: Erinnert euch diese Flagge an eine andere? Foto qanon.pub
QAnon: Erinnert euch diese Flagge an eine andere? Foto qanon.pub
Wer sind die wahren Faschisten und Rassisten? Foto qanon.pub
Wer sind die wahren Faschisten und Rassisten? Foto qanon.pub

WER SIND DIE WAHREN FASCHISTEN?
WER SIND DIE WAHREN RASSISTEN?
WARUM IMITIERT DIE ANTIFA FLAGGE DIE DER NAZIS?
MENSCHHEIT – WACHT AUF – VERSTEHT.
KÄMPFT KÄMPFT KÄMPFT
WIR HALTEN ZUSAMMEN, WAS IMMER AUCH PASSIERT.
Q

In die rechte Schublade steckt man nun alles, was „böse“ ist.  Da gehört der Faschismus rein. Das denken zumindest die meisten, denn so wird es uns erzählt.

Aber das stimmt so nicht. Das ist Desinformation, Bias, Framing. 

Wir befinden uns in dieser Zeit offenbar wieder auf dem Weg in genau diese „Regierungsform“ – man sieht es weltweit –  bis auf wenige Ausnahmen, die sich dagegen sträuben und deshalb auch entsprechend von vielen Medien niedergemacht werden, die sich für links halten.

Dem Faschismus ist die Seite egal. Er kommt aus allen Richtungen.

Vergleich der Flagge der kommunistischen Partei Deutschlands 1933 mit der Flagge der Demokatischen Partei Amerikas 2017 Foto qanon.pub
Vergleich der Flagge der kommunistischen Partei Deutschlands 1933 mit der Flagge der Demokatischen Partei Amerikas 2017 Foto qanon.pub

Die antifaschistische Bewegung ist heute genau das Gegenteil von dem, was uns gut tut. Damals – die 68er und auch danach – und heute kann man nicht mehr vergleichen, denn da stand links   für Gerechtigkeit und Gleichberechtigung. Wer zu jener Zeit lebte, kämpfte noch für unsere Grundrechte, die sich zum Beispiel zwischen den Geschlechtern noch massivst unterschieden.

Die heutige Antifa haben wir bei uns zuletzt beim G20-Gipfel in Hamburg gesehen. Gewisse ausländische „gemeinnützigen Organisationen“ sollen die bezahlt haben, die wahllos Autos anzündeten, sowie einen Drogeriemarkt zerschlugen und plünderten. Man erkennt sie leicht an ihrer Uniform: Schwarz, vermummt und Knüppel in der Hand. Bei Demos sind es inzwischen auch Fackeln.

Sie arbeiteten konzentriert, präzise, ohne jede Emotion und taten offenbar nur ihren „Job“. Genau so wie bei den amerikanischen Demos, die ich seit Donald Trumps Kandidatur verfolge. Der vermutliche Auftraggeber war die unsichtbare Regierung, die hinter fast jeder Regierung steht und die wir Deep State nennen. Oder auch Schattenregierung. Der kanadische  ehemalige Verteidigungsminister (Video) sowie der Ex-CIA Kevin Shipp sind sind Jahren unermüdlich dabei, uns entsprechende Schauergeschichten darüber zu erzählen.

Kevin Shipp: Es herrscht Krieg in Washington DC

Nun waren sie also auch bei uns und durften sich vermummen, trotz Vermummungsverbot? Potente Geldgebern unterstützten beide Seiten, heißt es, die linke und die rechte, damit das Chaos perfekt wird und es richtig knallt. Im Bus hätten sie noch friedlich beisammen gesessen, erst draußen ging das Spektakel los.

Gekaufte Schläger? Das hat uns tatsächlich ein Vögelchen gesungen, ein Freund, der jemanden kennt, der angesprochen wurde, dort mitzumischen. Jemand aus einer bestimmten Personengruppe, bereits ausgebildet im Nahkampf. Der finanzielle Anreiz sei gut gewesen, aber „man“ hat eine Absage erhalten. Nicht von allen, wie man sah. Sie sollen von überall her angereist sein, viele konnten kein Deutsch.

Könnte der „besondere Schutz“, den sie offenbar hatten, ein Grund dafür sein, warum die Polizei ganz offensichtlich nicht einschritt? Die Live-Übertragungen, die man damals über amerikanische Sender viel besser verfolgen konnte als über deutsche Medien, sprachen Bände und die Amerikaner sprachen aus, was sie hier sahen. Bei uns habe ich diese Deutlichkeit ein wenig vermisst. Den ausländischen Moderatoren fiel vor allen Dingen die Tatenlosigkeit der deutschen Polizei auf.

Dieses gekaufte und künstliche Links und Rechts, das ist Theater auf niedrigstem Niveau. Hier wird den Menschen ein Konflikt vorgegaukelt, den es normalerweise so nicht geben würde.

Erinnert euch die neue Antifa-Flagge an etwas? fragt Q Foto qanon.pub
Erinnert euch die neue Antifa-Flagge an etwas? fragt Q Foto qanon.pub

Nein, das Links von damals, den Studenten der 68er, ist schon längst nicht mehr das Links, von dem heute die Rede ist. Die Menschen der 68er Bewegung kannten oft noch die letzten Kriegsjahre, haben die als kleine Kinder miterlebt oder zumindest noch die zerbombten Städte gesehen. Etliche der faschistischen Zeitzeugen und Mitläufer von damals lebten auch noch und viele weinten ihrem „Führer“ immer noch hinterher. Die antifaschistische Bewegung war eine ganz normale Entwicklung, die unvermeidbar war. Sie entstand aus sich selbst heraus, als Gegenpol zu einer Zeit, die niemand mehr erleben wollte.

Das Links von heute hat damit nicht das Geringste zu tun. Wenn man die neuesten Entwicklungen aufmerksam betrachtet hat, dann wird man erkannt haben, dass diese Uniformierung und Vermummung in den USA anfing. Sie „demonstrierten“ gegen Donald Trump und wurden offen als „actors“ bei Demos über Craig Lists oder entsprechende Internetseiten für gutes Geld angeworben. Es gab sogar Schulungen.

Die ist kein gewachsener Protest wie nach dem Krieg, als man nach einem Gegengewicht zum gerade durchlebten Faschismus suchte. Hier ziehen andere an den Fäden und geldgierige Akteure machen ebenso mit, wie das unbezahlte Volk, das auf die Farce immer wieder hereinfällt.

Hier geht es um mehr. Es geht um eine über viele Jahre hinweg aufgebaute Politik, die man unbedingt erhalten möchte. Selbst der Papst spricht inzwischen öffentlich von der einen Regierung für eine „geeinte Welt“. Der alte Mann, der bestimmt kein „heiliger Vater“ ist, möchte insbesondere nach Trumps Wahl Amerika von dieser regiert sehen, denn da geht seiner Meinung nach jetzt ja alles drunter und drüber. Trump muss weg und dringend ersetzt werden. Denn der bemüht sich reichlich, diese Idee zu zerschlagen. Er möchte lieber sein Amerika first sehen, ein saniertes Land, dem es wieder gut geht. Er will nicht mehr Weltpolizei spielen, hat er bereits im Wahlkampf gesagt. Und dabei wollten seine Vorgänger nichts lieber als das!

Uns wird inzwischen mehr und mehr ein Maulkorb angelegt. Neulich wurde ein englischer Journalist verhaftet, der einen Täter aus dem Bereich Pädophilie interviewte. Er bekam 13 Monate für …. Nichts! Wenn wir diesen Trend zulassen, der uns unsere Meinung nimmt, der alternative Journalisten den Mund verbietet, dann schlittern wir allmählich in eine faschistische, totalitäre Regierungsform, bei der wir alle nichts mehr zu sagen haben. Mao hat es damals perfektioniert mit seiner totalen Uniformierung. Alle trugen diese blauen Mao-Klamotten und kein Chinese war vom anderen zu unterscheiden. Und wehe, man protestiert! Heute können wir nach Nordkorea schauen. Aber hoffentlich nicht mehr lange, denn hier öffnen sich allmählich die Grenzen, während unser Aktionsrahmen immer enger wird.

Wie sagte Oskar Lafontaine? „Deutschland ist keine Demokratie. Deutschland ist eine Oligarchie.“ Wo steht die aber bei uns? Links, rechts, Mitte? Und wie weit haben sie sich eventuell von der Mitte entfernt, falls sie einer der Seiten zugeordnet werden?

Moderne Staaten, die abgekommen sind von Monarchie oder gar Diktatur, schreiben sich das Wort „Demokratie“ gerne auf ihre Fahnen und meinen, dass allgemeine Wahlen genügen würden, um sich so nennen zu können.

Was aber ist, wenn sie den Willen des Volkes gar nicht befolgen wenn sie uns während ihrer Wahlveranstaltungen den Himmel auf Erden versprechen, dann aber kein einziges Versprechen halten, nachdem sie gewählt wurden? Kann man das Demokratie nennen, ein Wort, das gerne mit freien Wahlen gleichgesetzt wird?

Unserer wiedergewählten Bundeskanzlerin kann man jedenfalls nicht vorwerfen, sie hätte uns nicht gewarnt.

Was ist nun Demokratie? Wikipedia schreibt:

„Demokratie (von altgriechisch δημοκρατία, deutsch ‚Herrschaft des Staatsvolkes‘; von δῆμος dēmos „Staatsvolk“ und altgriechisch κρατός kratós „Gewalt“, „Macht“, „Herrschaft“) bezeichnet heute Herrschaftsformen, politische Ordnungen oder politische Systeme, in denen Macht und Regierung vom Volk ausgehen.“

Macht und Regierung gehen vom Volk aus. Klingt doch gut, oder? Wenn das so ist, dann macht doch unsere Regierung alles richtig, denn das Volk scheint damit einverstanden zu sein. Das bisschen Meckern kommt da oben wahrscheinlich eher nicht an. Denn dort hat man Wichtiges zu tun:

Regieren, bis das Zepter raucht.