Laut Trump zahlt die USA mehr in die NATO ein als alle anderen 28 Mitgliedsstaaten zusammen. Was wäre, wenn er aussteigen würde?

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Die Qualitätsmedien überschlagen sie wieder in ihrer Kritik, Donald Trump betreffend, noch bevor der NATO-Gipfel überhaupt zu Ende ist.

„Seine Wut wird er ab Mittwoch an den anderen 28 Mitgliedsstaaten der Nato auslassen. Warum ist Trump so wütend und was hat das mit der Nato zu tun? „

Solche und ähnliche Bemerkungen konnte man zum Beispiel  lesen. Denn dass Donald Trump wütend, aggressiv, unberechenbar, und überhaupt alles ist, was man nicht haben möchte, das darf in keinem Artikel gewisser Medien fehlen. Vor allen Dingen weiß man schon im Vorfeld, dass er es sein wird.

Gestern hatte man sich endlich über die 2%, die jedes Land zahlen sollte, geeinigt – aber nein, Deutschland war da schon wieder mal ein Ausreißer. Aber immerhin wollen wir bis 2024  mit 1,5% zu unserem Schutz beitragen. Danke, Frau Merkel, mal wieder großartig gemacht! Alle anderen zahlen mehr, aber das reiche Land hält sich zurück und sieht das nicht ein.

Not Fair NATO

I’m going to tell NATO you have to start paying your bills. The U.S. is spending far more on NATO than any other country. This is not fair, nor is it acceptable!

Gepostet von Donald J. Trump am Montag, 9. Juli 2018

Diese 2% wurden bereits 2014 festgelegt, unter dem damaligen Präsidenten Obama und Trump ist lediglich der, der es nun einfordert. Genauso wie die Anerkennung Jerusalems schon unter Clinton beschlossen und von Kongress und Senat schon lange abgesegnet war und Trump nur Nägel mit Köpfen machte. Man könnte das auch „aufräumen“ nennen.

Die Amerikaner zahlen derzeit das meiste, nämlich 4,2%, in den allgemeinen Topf ein. In Zahlen heißt das, dass dies laut Trump – keiner widersprach – ungefähr 60% der Ausgaben der NATO sind, die von Amerika getragen werden. Für das neue NATO-Hauptquarter sollen die Amerikaner sogar ca. 90% der Ausgaben getragen haben.

Bei diesen Zahlen muss man sich fragen, wieso mal wieder auf den Präsidenten draufgehauen wird. Was hat er denn getan, außer Gerechtigkeit zu fordern? Stimmt es denn nicht, dass ausgerechnet Deutschland, ein reiches Land, die 2% nicht zahlen möchte? Unsere Bundeskanzlerin ist eine ganz Schlaue, denn sie begründete das damit, dass man 2014 vereinbart habe, dass man sich bis 2024 lediglich auf diesen Betrag „hinbewegt haben solle“.

Hinbewegen bedeutet für sie, auf dem Weg zu sein. Und tatsächlich sind wir bereits auf dem Weg, denn wir haben uns heute immerhin schon von 1,14 auf 1,28 Prozent zubewegt. Das ist großartig! Denn es geht doch voran!

Aber ist es nicht eigenartig, nichts dabei zu finden, wenn man die USA weiterhin 60 Prozent der Ausgaben zahlen lässt und auch ein wenig gewissenlos, das dann auch noch so darzustellen, als wäre die Forderung der USA nach mehr Beteiligung unangemessen?  Es sind ausgerechnet die ärmeren Länder, wie Griechenland, die diese Vorgaben bereits erfüllen, während wir und andere kein Geld dafür haben.

Natürlich hat Trump absolut recht, wenn er – eher in einem Nebensatz erwähnt, aber aufgebauscht als Forderung – meint, dass eine Angleichung an die 4,2 Prozent der Amerikaner eigentlich nur fair wäre. Gefordert hat er es nicht, sondern die  2% Prozent mit unterschrieben. Ein Kompromiss, denn selbstverständlich wären 4% fair. Sollte nicht jeder prozentual das gleiche, gemessen am BIP des Landes, einzahlen?

Welcher Sturm der Entrüstung würde wohl losgehen, wenn Amerika sagen würde, wir zahlen diese 4,2% nicht mehr, sondern gleichen unsere Zahlungen den euren an, zahlen ab jetzt auch nur noch 2%? Wie viele der übrigen 28 NATO-Staaten würden sich in diesem Fall ungerecht behandelt und im Stich gelassen fühlen?

Trotz dieser Unstimmigkeiten, nicht zuletzt durch die deutsche Weigerung, sich angemessen zu beteiligen, sagt Trump heute über Twitter „Danke“.

Wir sollen dankbar sein, dass die Amerikaner auch unter Trump das mitmachen. Denn würde die USA heute aus der NATO aussteigen, dann hätten wir ab sofort niemanden mehr, der uns im Falle eines Angriffes tatsächlich verteidigen könnte. Eine europäische Armee ist in weiter Ferne und bei der Vielfalt der Sprachen wahrscheinlich auch nur für sprachbegabte Soldaten geeignet. Denn selbstverständlich wird man sich dann auf eine gemeinsame europäische Sprache einigen müssen, zumindest im militärischen Bereich. Englisch mal wieder?

Hat man diese Vereinheitlichung erst einmal im Militär implementiert, dann ist der erste Schritt getan, um nach und nach auch der Europäischen Union eine zweite Sprache überzustülpen, die jeder verpflichtend lernen muss. irgendwann, in wenigen Generationen, wird dann die ehemalige Muttersprache die Zweitsprache sein und aus der Vielfalt der Länder Europas wird ein geeintes Europa werden und damit sind die Globalisten ihrem Ziel wieder ein wenig näher gekommen.

Wollen wir das wirklich?

Wäre es nicht einfacher, wenn alle Länder dieser Erde sich endlich darauf einigen könnten, ihre Waffen untauglich zu machen und alles einzuschmelzen, was als Kriegswerkzeug dient. Wenn sie endlich einsehen, dass sowohl Rasse, Geschlecht als auch Religion zur menschlichen bunten Vielfalt gehört und niemals ein Grund für Gewalt sein darf.

Leider wird das erst in ferner Zukunft möglich sein, denn noch ist die Aggression in den Menschen so groß, dass sie unberechenbar handeln, wenn jemand sie reizt. Das gilt sowohl im zwischenmenschlichen Bereich als auch in der Politik. Nur dass man da auf Menschen schießt.

Irgendwann, da sind wir sicher, ist es aber soweit und Frieden ist gelebte Gegenwart. Wenn nicht vorher das passiert, was schon öfter passiert sein soll, will man gewissen Schriften und Ausgrabungen vertrauen: Nämlich, dass wir uns selbst auslöschen und der neue Mensch wieder von vorne anfangen muss.

Alte Überlieferungen der Indianern sagen, dass wir eines Tages wieder leben werden wie in früheren Jahrhunderten. Ohne Elektrizität, ohne Autos, ohne all die modernen Errungenschaften. Ohne Handy und Internet.

Kaum vorstellbar? Also packen wir’s an! Verhindern wir das! Werden wir selbst der Frieden, den wir suchen. Denn das ist das, was jeder von uns beitragen kann. Beginnen wir bei uns. Die Wut der anderen hat keine Chance bei einem Menschen, der in sich selbst ruht.

Bilateral Breakfast with NATO Secretary General in Brussels, Belgium…

Gepostet von Donald J. Trump am Mittwoch, 11. Juli 2018

 

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