SWR beurlaubt kritischen Journalisten und sperrt ihn aus – Er ist nicht der Einzige!

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Vor drei Wochen kritisierte der Journalist Ole Skambraks seinen Arbeitgeber, den SWR. Nun wurde er freigestellt und der Zugang zu seinem Mail-Konto und anderen Interna wurde gesperrt. Das liest sich endgültig.

 

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Er beklagte damals in einem öffentlichen Brief, betitelt mit „Ich kann nicht mehr“, dass er vermute, dass der Weg aus der Pandemie nur über ein „Dauerimpfabonnement“ möglich sei und kritische Wissenschaftler zum Thema gar nicht erst vom Sender eingeladen werden würden.

Lesen Sie mehr dazu hier:

Redakteur öffentlich-rechtlicher Medien „kann nicht mehr“ und bricht sein Schweigen

Es sei nicht leicht, dagegen zu sein, da die Kritiker mit Hausdurchsuchungen, Strafverfolgung, Kontosperrung, Versetzung oder Entlassung rechnen müssten, bis hin zur Einweisung in die Psychiatrie.

Das alles ist belegbar und nun auch in Deutschland die drohende Entlassung eines Journalisten, der einfach einmal wieder schreiben möchte, was er selbst recherchierte, auch dann, wenn es kontrovers zur allgemeinen Berichterstattung ist. Seine drohende Entlassung dürfte sicherlich auf die Branche eine abschreckende Wirkung haben.

Die letzten Wochen war Ole Skambraks krankgeschrieben.

Während dieser Zeit wurden die „Faktenchecker“ aktiv und versuchten, ihn zu widerlegen. Man kennt das System sehr gut aus gewissen sozialen Medien, wo sie oft völlig überraschend auftauchen, um etwas zu behaupten, was man oft genug leicht widerlegen könnte. Wer einmal genau schaut, wer hinter diesen Kontrollinstitutionen steht, von wem sie bezahlt werden, sieht die Agenda, die offenbar unter allen Umständen verteidigt werden muss.

Was nicht passt, wird gerne als „Verschwörung“ oder als „ultrarechts“ bezeichnet, um denjenigen, der es sagt oder schreibt, zu diskreditieren.

Immer öfter ist es so, dass Monate später, wenn der Faktenchecker selbst einem Faktencheck unterworfen wird, festgestellt wird, dass der angebliche Verschwörer recht hatte.

Als Verschwörer gelten heute Wissenschaftler, Ärzte, Anwälte, Menschen aus allen Schichten und diversen politischen Richtungen sowie auch Journalisten, die niemals eine „rechte Agenda“ hatten, sondern die einfach nur glauben und oft begründen können, dass die Dinge anders liegen, als das öffentliche Narrativ es wahrhaben möchte.

Verschwörer ist man heute, wenn die eigene Meinung von der politisch gewollten abweicht. Der Verschwörer ist somit – im übertragenen Sinne – der Ausreißer, den man nicht haben möchte, denn er bringt die Statistik durcheinander, die diese Diversität nicht mag, sondern ganz offensichtlich die Gleichschaltung erreichen möchte.

Hier ist es die Agenda der wahren Verschwörer, die im Hintergrund die Fäden ziehen.

Menschen, die man nicht sieht und nicht hört, denn sie bleiben unsichtbar. Es gibt Vermutungen, nach der die Pläne – jene zu einer neuen Weltordnung oder des großen Resets – bereits vor Hunderten von Jahren ausgeheckt wurden. Deren Erfüllung geriet  durch Donald Trumps „America First Agenda“ und anti-globalistische Haltung zunächst ins Stocken, aber nun, mit Biden und Co. soll es in Windeseile doch noch vollendet werden.

Wer dagegen ist, hatte es schon immer schwer, denn er wurde und wird mit meist nicht sehr fairen Mitteln bekämpft.

Als der Journalist Udo Ulfkotte vor Jahren anfing, insbesondere seinen früheren Arbeitgeber, die FAZ, zu kritisieren und 2014  das Buch „Gekaufte Journalisten“ schrieb, bekamen er und seine Frau sogar Morddrohungen.

Ulfkotte hätte sich sicherlich gewünscht, dass ihn nun einige Kollegen unterstützen würden, aber das Gegenteil war der Fall. Man versuchte stattdessen, ihm zu unterstellen, dass das alles nicht wahr sei. Der Journalist starb im Januar 2017, kurz vor seinem 57. Geburtstag. Die offizielle Todesursache ist ein Herzinfarkt.

Dass in einem „freien Land“ möglich sein kann, dass man seine eigenen Einschätzungen einer Sachlage nicht mehr frei aussprechen kann, ohne Repressalien fürchten zu müssen, das gab es also schon vor Corona.

Ole Skambraks in seinem Brief zum heutigen No-Go-Thema:

„Das Ergebnis von anderthalb Jahren Corona ist eine Spaltung der Gesellschaft, die ihresgleichen sucht. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk hat daran großen Anteil. Seiner Verantwortung, Brücken zwischen den Lagern zu bauen und Austausch zu fördern, kommt er immer seltener nach.“

Aber gab es da nicht eine kleine Ausnahme, die ausgerechnet aus einer Ecke kam, von der niemand es vermutet hätte?

Die Rede ist von Julian Reichelt, dem ehemaligen Chefredakteur der BILD-Zeitung. Tatsächlich zeigte sich durch ihn immer deutlicher, dass es auch dem Mainstream möglich ist, die Maßnahmen zu Corona zu kritisieren. Wen wundert es, dass er nun gehen musste? Angeblich stolperte er über sexuelle Affären mit Mitarbeiterinnen, was er übrigens bestritt. War er in Wirklichkeit einfach nur unbequem?

Schließlich kaufte Axel Springer  gerade für sehr viele harte Dollars  Politico (der Preis soll zwischen ca. 630 Mio. und 1 Milliarde liegen), eine links-demokratisch orientierte Publikation. Auch mit dem amerikanischen Insider, den Springer bereits früher erwarb, liegt der Verlag eher auf der Linie der jetzigen amerikanischen Regierung.

Der Deal mit Politico war Ende Oktober fix und der Rauswurf von Julian Reichelt, der politisch eher in die entgegengesetzte Richtung des Neuerwerbs tendiert, ebenfalls.

Ist es Zufall, dass die Übernahme genau einen Tag nach Reichelts Rauswurf vonstatten ging, und ist es Zufall, dass die New York Times einen Tag vorher, am 17. Oktober, mit einem Artikel zu Reichelts angeblichen Verfehlungen dem Ganzen noch einmal einen ordentlichen Schubs verliehen hat?

CEO Mathias Döpfner, der zur Übernahme des Politico in die USA geflogen ist, meinte zu seinen 900 zugeschalteten neuen Mitarbeitern:

„Die meisten von Ihnen haben vielleicht den Artikel in der New York Times gesehen. Wir hatten in der jüngsten Vergangenheit einen sehr unglücklichen Compliance-Fall. Die Geschichte in der New York Times ist nicht die ganze Geschichte. Sie ist sehr kompliziert.“

Er konnte versprechen, dass die Bild es wieder richtet und der entsprechende Redakteur entlassen worden ist. Ist das Komplizierte an der Geschichte vielleicht, dass Herr Reichelt eine eigene Meinung hat?

Fakt ist jedenfalls: Die Meinungsfreiheit ist so gut wie tot.

Auch in der Presse stirbt sie allmählich und nur noch die Freien und Alternativen trauen sich und nehmen dabei in Kauf, als Verschwörer bezeichnet zu werden, die man nicht ernst nehmen muss.

Aber Journalisten wie Udo Ulfkotte, Ole Skambraks und Julian Reichelt, die sich nicht scheuen, eine unbequeme Wahrheit zu sagen und zu schreiben, werden heute mehr denn je gebraucht.

Alle Drei wollten oder wollen doch eigentlich nur nach altem Stil – also wahrhaftig – berichten und das, was sie selbst wahrnehmen und recherchieren ihren Lesern vermitteln, auch dann, wenn es dem allgemeinen Narrativ widerspricht. Es sollte doch möglich sein, so wie früher, eine Regierung zu kritisieren, wenn es nötig ist. Denn das ist die Aufgabe der Medien und nicht die Stiefelleckerei, die man inzwischen allerorten  sieht.

Genau wie in den USA sind Medien und Politik neuerdings ein Herz und eine Seele.

Die Vierte Macht im Staat gibt es (bald) nicht mehr. Sie wird mit dem Rausschmiss von Journalisten, die für die Wahrheit stehen, immer unwahrscheinlicher. Die BILD war mit Herrn Reichelt ein kleiner Lichtblick in Corona-Zeiten. Das Blatt hat mit dem Verlust eines mutigen Journalisten auch an Reputation verloren, denn schon jetzt liest man überall, dass Abos gekündigt werden, weil das Zugpferd fehlt.

Das Ganze hat aber auch positives Potenzial.

Denn wir benötigen neue Medien, welche die Kapazität haben, groß zu werden und die ohne Maulkorb schreiben. Mit bekannten Namen an der Spitze könnte es klappen. Boris Reitschuster, Rubikon und andere haben es vorgemacht.

Es tut sich gerade sehr viel in dieser Richtung.

Sogar die mehr und mehr ausgedienten sozialen Medien bekommen potente Konkurrenz. Es gibt bald drei davon, die nicht zensieren: GETTR, FRANKSpeech und voraussichtlich im November TRUTH Social.

Selbst neue Parteien wurden bereits gegründet, die – wenn sie gut sind – irgendwann die alten ablösen könnten. Denn die haben offenbar die „besten Zeiten“ hinter sich gelassen. Eine Partei versagt gründlich, wenn sie dem Wählerwillen entgegengesetzt durchregiert.

Es sieht ganz danach aus, als würden immer mehr Menschen aus der Not eine Tugend machen, sich umorientieren und neu durchstarten.

Von allen Seiten ist zu hören, dass der eine oder andere niemals gedacht hätte, „so etwas“ mal zu machen. Zum Beispiel in die Politik zu gehen. Aber gerade dort werden Menschen benötigt, die wirklich etwas verändern wollen. Menschen, die nicht käuflich sind und deren Weste sauber ist, sodass man sie nicht unter Druck setzen kann. Noch befinden wir uns im Zustand des Chaos, aus dem heraus eine Neuorientierung möglich ist. Denn die ist nötig, wenn wir es besser machen wollen.

Unsere Menschenrechte sind angeboren und können nicht verliehen werden. In einer freien Gesesllschaft sollten Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit selbstverständlich sein.

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Kaum jemand glaubt, dass Julian Reichelt wegen einer angeblichen Affäre gehen musste.

Das wäre der amerikanische Stil. Aber – nun ja –  die Amerikaner hängen bei der Sache ja irgendwie mit drin …

Julian Reichelt redet Tacheles: