Der Fall Sergej Skripal und die fehlenden Beweise für eine russische Beteiligung – Sie spielen mit dem Frieden

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Im Fall des Doppelagenten Sergej Skripal, der in Großbritannien gemeinsam mit seiner Tochter Yulia mit dem Nervengift Novitschok vergiftet wurde, gibt es nicht viel Neues. Die britische Premierministerin behauptet weiterhin – offenbar wider besseres Wissen –  dass der Kampfstoff, mit dem der Ex-Spion mit seiner Tochter vergiftet wurde, aus Russland stammen würde.

Auch will man die Quelle der Kontamination gefunden haben und dies soll die Türklinke des Hauses sein, in dem die beiden wohnen.

Der Mann liegt immer noch im Koma, die Tochter soll aufgewacht sein und das Schlimmste überstanden haben.

Jedes Labor hat eine Signatur, sodass das Nervengift leicht zurückzufolgen ist. Wieso also May weiterhin mit dem Finger auf Russland als Verursacher zeigt, obwohl inzwischen bereits die Spatzen von den Dächern pfeifen, dass es dafür nicht den geringsten Beweis gibt, das kann man nur vermuten. Sie verweigert den Russen jede Kooperation, die sehen wollen, auf was sich ihre abstrusen Behauptungen aufbauen, denn man konnte den Herstellungsort merkwürdigerweise nicht definieren.

Nur acht Kilometer vom Fundort der beiden Geschädigten entfernt gibt es allerdings ein Chemielabor, das in der Lage ist, diesen Stoff herzustellen.

Skripal hatte Kontakte zum britischen Geheimdienst MI6 und dem Agenten Christopher Steele, der mit seinem Russland-Dossier, bei dem sich inzwischen herausgestellt hat, dass das meiste auf auf „eigener kreativer Produktion“ beruhte, dafür gesorgt hatte, dass die USA den Sonderermittler und ehemaligen FBI-Direktor Robert Mueller berufen hatten, die russischen Beziehungen von Trump und dessen Mitarbeitern zu untersuchen.

Unter anderem stand dort so Unsinniges wie „golden Shower“, das immerhin dafür gesorgt hat, dass die Presse damit wochenlang beschäftigt war und tüchtig auf den Präsidenten draufhauen konnte. Wer das noch im Gedächtnis hat: Da ist dem Spion wohl auch die Fantasie durchgegangen. Denn genau das Gegenteil war der Fall: Die Sicherheitsbediensteten von Trump waren dazu angehalten worden, gewisse halbseidene Damen nicht durchzulassen und genau das haben sie getan.

Da man bisher nichts Belastendes gefunden hat, ging man sogar bis ins Jahr 2000 zurück, was absolut lächerlich ist, denn da war Trump noch Geschäftsmann. Aber auch dort fand man nichts.

Diese Russen-Mär zieht sich jetzt schon endlos dahin und lässt Trump offenbar ziemlich unberührt, der weiterhin seine Agenda verfolgt. Wie man hörte, gibt es um die 18.000 versiegelte Anklagen, die jetzt allmählich zugestellt werden. GTMO wurde bereits ausgebaut. Die Monate April und Mai sollen heiß werden, hört man aus amerikanischen Kreisen, die sich informiert nennen.

Es ist vorstellbar, dass die 60 Botschaftsmitarbeiter, mit deren Ausweisung Trump einen scheinbaren Schulterschluss mit den Europäern erzielte, nicht wirklich die russisch-amerikanischen Beziehungen belasten.

Eventuell war es einfach nur ein geschickter Schachzug, um nach außen zu demonstrieren, dass er nicht mit Putin klüngelt.

Hoffen wir mal, dass er das trotzdem tut und die beiden weiterhin ein Herz und eine Seele sind, wie es bei jeder ihrer Begegnungen zu sein schien.

Wir wollen keinen Krieg mit den Russen und schon gar nicht einen, in den die Amerikaner mitinvolviert sind. Aber offenbar ist genau das die Absicht der Briten und auch unserer deutschen Bundesregierung, die schneller gar nicht auf den Bashing-Zug aufspringen konnte.

Möge der liebe Gott Hirn regnen lassen und damit besonders diejenigen segnen, die es am nötigsten brauchen.

Den deutschen Medien, die noch sehr kontrovers darüber schreiben, wünsche ich ein wenig mehr Differenzierungsvermögen. Es lohnt manchmal, selbst zu recherchieren und nicht nur von anderen abzuschreiben. Spätestens dann sollte man merken, dass dieses Russen-Bashing lediglich dazu führen soll, einen Krieg auszulösen, in dem wir alle dann mittendrin stecken.

Putin sei Dank dafür, dass er das alles nur als „Blödsinn“ abtut und nicht härter reagiert. Bitte weiter so!

Sergej Skripal wollte Putin wichtige Informationen zukommen lassen, um wieder nach Russland einreisen zu können. Näheres dazu haben wir hier beschrieben.

Gabriele Krone-Schmalz spricht über Verdachtsberichterstattung und verlangt Fakten.

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