El Chapo – Der Mann, der Trump die Mauer zahlt

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Der am 19. Januar 2017 an die USA ausgelieferte und dort sofort verhaftete mexikanische Drogenboss Joaquin „El Chapo“ Guzman wurde am 17. Juli, nachdem er bereits in allen Anklagepunkten für schuldig befunden wurde, zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Dass der Richter da noch 30 Jahre draufgelegt hat, dürfte den 62jährigen nicht mehr interessieren, denn Männer haben auch in Mexiko eine kürzere Lebenserwartung als Frauen. Sie werden dort nur knapp 75 Jahre gegenüber fast 80 Jahren bei Frauen, was vor allen Dingen, will man der Statistik glauben, daran liegen soll, dass sie sich dort öfter als anderswo gegenseitig umbringen. Jedenfalls dürfte er noch nicht einmal sein „Lebenslang“ ausreizen.

Als hätten wir es geahnt …

Bezahlt Drogenbaron „El Chapo“ die Mauer zu Mexiko?

El Chapo, der Kurze, wie er aufgrund seiner geringen Körpergröße genannt wird, ist nicht nur ein bekannter Drogenkönig, er wurde auch schon einige Mal aus Gefängnissen befreit, die als sicher galten.

Möglicherweise träumt er bereits davon, dass ihm auch hier ein Tunnel in die Freiheit gegraben wird.

Es dürfte ihn schmerzen, dass er die vielen Milliarden, die er über seine Drogengeschäfte eingenommen hat, an den amerikanischen Staat abgeben muss. Auf 12,6 Milliarden wurde sein Einkommen geschätzt.

Spätestens seit Trumps Executive Order vom 21.12.17 müssen verurteilte Schwerverbrecher, insbesondere aus den Bereichen, in denen El Chapo tätig war, dieses durch ihre kriminellen Aktionen erworbene Geld an den amerikanischen Staat zurückzahlen. Man geht davon aus, dass er in diesem Fall seine Geschäfte insbesondere in den USA getätigt hat. Schließlich ist die Grenze zu Mexiko immer noch löcherig wie ein Schweizer Käse und El Chapos Leute benutzten und benutzen eventuell sogar immer noch die vielen Tunnelsysteme, die unter der Grenze durchführen und auf der amerikanischen Seite oft in irgendeinem Haus im Keller enden.

Das Gleiche blüht auch Epstein, wenn er verurteilt wird: Seine 77 Millionen teure Villa in Manhattan wurde bereits konfisziert und im Falle einer Verurteilung gehört sie ihm nicht mehr.

Es war deshalb vergebliche Mühe seinerseits, einen Deal anzubieten, bei dem er die Immobilie als Pfand anbieten wollte. Die Amerikaner haben bereits alles.

Wenn ihm noch mehr Etablissements nachgewiesen werden können, in denen er kriminelle Handlungen vornahm, für die er dann verurteilt wird, dann sind auch die ebenfalls weg. Ganz weg, so wie jetzt bei El Chapo.

Trump, der bereits am 14. Februar 2019 behauptete, er habe das Geld für die Mauer, hat mal wieder recht.

Mit 12,6 Milliarden kann man schon wieder ein paar Meilen mehr bauen. Er hat sogar doppelt recht: Mexiko baut die Mauer, sagte er immer, wobei er damals eher von neuen Verträgen sprach. Die hat er übrigens auch bereits. Darüber hinaus haben die Mexikaner ihre Truppen sowohl an ihrer südlichen als auch an der Grenze zu den USA massiv verstärkt und verhindern somit die Karawanen, die ansonsten durch Mexiko gezogen sind, um die fragwürdige „Freiheit“ in den USA zu erreichen.

„Könnte es konfisziertes Geld von mexikanischen Drogenbaronen sein?“ haben wir damals bereits gefragt.

Präsident Donald Trump: „Ich habe das Geld für die Mauer!“

Es kommen sicherlich noch weitere vermögende Drogenbosse über die Grenze, die man dann fassen kann. Es sind noch lange nicht alle Tunnelsysteme entdeckt worden, die durchaus kilometerweit ins Land reichen könnten.

Jedenfalls sieht es so aus, als würde das noch eine richtig gute Einnahmequelle für die Amerikaner werden. MAGA greift auch hier.

El Chapo wurde einen Tag vor Trumps Inauguration an die USA ausgeliefert. Man könnte hier fast von einem „Geschenk“ der Obama-Administration an den Nachfolger sprechen, wenn man es nicht besser wüsste.

Trump jedenfalls hat auch hier das Beste draus gemacht – und kassiert.

Seine Gegner haben gelacht, ihn verhöhnt und einen Lügner genannt, als er in seinen Wahlreden verkündige, dass die Mexikaner für die Mauer zahlen würden.

Aber Trump plant lange voraus, bleibt lange ruhig und es scheint nur so, als würde er darauf nicht reagieren. Genau das tut er dann, wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist, dann, wenn niemand mehr damit rechnet.

Die Siegel von über 100.000 Anklagen werden allmählich geöffnet und viele, die bereits dachten, dass sie aus dem Schneider sind, weil nicht auf ihre Beleidigungen und Drohungen reagiert wurde, werden sehen, dass die Justiz nicht schläft.

Nicht unter William Barr, dem neuen Justizminister.

Es geht voran.