QAnon: Seid bereit, Anons. Das öffentliche Erwachen steht bevor

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QAnon hat wieder einiges gepostet. Inzwischen dürfte ihn jeder kennen, der die internationale Politik verfolgt: Vor etwas über zwei Jahren begann eine Gruppe, die sich Q nannte, über ein Image-Board Internas aus dem Weißen Haus zu posten.

Heute geht es zum Beispiel darum, nachzuweisen, dass er kein LARP ist, also einer, der nur eine Rolle spielt [Live Action Role-Playing], sondern dicht am Präsidenten dran. Dazu gab es dann zwei kleine Screenshots, aus denen hervorging, dass beide innerhalb einer Minute gepostet wurden. Trump auf Twitter, QAnon auf 8kun.net.

Hier sieht man die Übereinstimmung mit einer Minute Differenz

Das macht er öfter, da gibt es bereits recht viele Übereinstimmungen, sodass man nicht mehr von einem Zufall ausgehen kann.

Ein Clip, den er als nächstes postet, zeigt, worum es mal wieder geht: es ist die übliche, von den MSM ausgehende Konspiration. Also: Q sei eine Verschwörungstheorie und nicht real.

Deshalb müsse man die Bevölkerung davor schützen und so hat dann auch Google Anfang des Jahres seinen Algorithmus geändert und solche „verdächtigen“ Beiträge „nach hinten“ verschoben. Auch YouTube war nicht untätig, indem es inzwischen „gewisse“ Videos gar nicht mehr groß bewirbt und stattdessen auf Quellen verweist, die autorisiert sind. Was immer das auch bedeutet. Jedenfalls sieht man im Bild dann das Logo von CNN.

Dass das nicht gerade Trumps Lieblingskanal ist, weiß inzwischen jeder. „You are Fake News“, sagt er in fast jeder seiner öffentlichen Reden und macht darauf aufmerksam, wenn das rote Aufnahmelicht ausgeht, wenn er gegen sie wettert. Wahrscheinlich haben die Zuschauer dann eine „Störung“.

Nein, Trump hat keine Sympathien für sie und umgekehrt kann man das auch nicht behaupten.

3644 QAnon Medien bekämpfen Q
3644 QAnon Medien bekämpfen Q

Das Erwachen der Menschen ist „ihre“ größte Angst, schreibt Q in diesem Drop und dass wir uns in einem Informationskrieg befinden würden.

Das beigefügte Bild zeigt die verwandtschaftlichen Verwicklungen der Internetriesen, zum Beispiel Google und YouTube. Sehr deutlich sieht man, wie doch alles in mehr oder weniger einer Hand ist. Der Google Mitbegründer Sergey Brin war mit der Dame von 23andMe verheiratet und deren Schwester ist CEO von YouTube. Da bleibt doch alles in der Familie und es dürfte nicht schwerfallen, zu einem gemeinsamen Konsens bei Inhalt, Framing und Bias zu kommen.

Ein weiterer Tweet irritiert zunächst, denn es ist die Aufnahme einer Londoner Sicherheitskamera mit Blick auf die Themse.

3645 QAnon Lisa Page Verwicklung mit MI6 - Foto London
3645 QAnon Lisa Page Verwicklung mit MI6 – Foto London

Was soll uns das sagen? Bei näherem Hinschauen entdecken wir den File-Namen: LisaMI6.

Jetzt müssen wir nur noch 1+1 zusammenzählen, denn Anwältin Lisa Page aus Obamas Justizministerium und ihr Lover Peter Strzok stecken bis zum Hals in den zum 9. Dezember angekündigten Horowitz-Veröffentlichungen und zumindest Page versucht gerade, die Schlinge, die sich immer mehr zuzieht, wieder loszuwerden. Sie habe nichts Unrechtes getan. Und sie halte es nicht mehr aus, dass Trump sich ständig über sie lustig mache und während einer Wahlveranstaltung sogar einen Orgasmus zwischen ihr und Peter simulierte.

Das soll ein Orgasmus sein? 

Ich gebe zu, dass ich es nicht als solchen erkannt habe, obwohl ich die Rede live mitverfolgte. Ich habe Trump während der ganzen Ansprache als sehr entschlossen und zielgerichtet wahrgenommen. Er erzählt immer sehr lebhaft und wenn er bei wörtlicher Rede wieder einmal jemanden imitiert, dann verändert er auch die Stimme.

Man kann natürlich in alles etwas hineininterpretieren, wenn nur der Wille dazu da ist.

Lisa Page gibt sich jedenfalls schmerzlich berührt, das habe das Fass bei ihr zum Überlaufen gebracht und sie gab dem Daily Beast daraufhin ein Interview mit zwei Kernaussagen: Sie sei das Opfer und erlebe derzeit die Hölle, weil sie jedem Menschen mit einer MAGA-Kappe [MAGA = Make America Great Again) angstvoll aus dem Weg geht und außerdem sei sie völlig unschuldig. Eine Meinung sei ja wohl noch erlaubt.

„Er ist immer noch der Präsident der Vereinigten Staaten. Und wenn der Präsident dich namentlich des Verrats beschuldigt, obwohl ich weiß, dass es keine ergründliche Möglichkeit gibt, dass ich überhaupt ein Verbrechen begangen habe, geschweige denn Verrat, ist er immer noch jemand, der in der Lage ist, etwas dagegen zu unternehmen. Um zu versuchen, mein Leben weiter zu zerstören.“

Ja, ist er immer noch! Mit genau dieser Betonung hat sie das wohl auch gemeint.

Nun, wer die Texte zwischen Lisa Page und Peter Strzok gelesen hat, als sie damals online standen und noch nicht „plötzlich verschwunden“ waren, der weiß, dass die beiden sich geschworen haben, Trumps Präsidentschaft zu verhindern. Wie nennt man das?

Dass ihr Name durch Q nun sogar eine mögliche Verbindung zum britischen Geheimdienst erhält, ist neu. Das könnte noch spannend werden.

Es ist bereits bekannt, dass bei FISA auch das befreundete Ausland nicht untätig war, den Präsidenten erst gar nicht an die Macht kommen zu lassen.

Bezüglich dieser in Drop 3481 geposteten Namen schreibt QAnon, dass man sich die merken sollte und deutet eine Korrelation an zwischen dem FISA-Missbrauch [Hochverrat und das Streben, Trump aus dem Amt zu bekommen] und den Investigationen Mitte des Jahres.

Pech für Lisa Page ist, dass sie und ihr Lover dem zukünftigen und jetzigen Präsidenten nicht wohl gesonnen waren und alles taten, damit er erst gar nicht gewählt werden konnte. Es gab entlarvende Chat-Nachrichten von beiden, die allerdings nicht mehr auffindbar sind, so wie etliches Beweismaterial, das ebenfalls „merkwürdigerweise“ verschwand. Aber da müssen wir uns sicherlich keine Sorgen machen: Irgendeiner der Geheimdienste wird die schon gesichert haben. Das Netz verliert nichts.

Q schreibt: Seid bereit, Anons. Das öffentliche Erwachen steht bevor.

Der letzte Drop ist ein wenig kryptisch und stellt eine Frage, die wir uns auch schon gestellt haben: Wieso gab es hier mal wieder eine Ankündigung?

3646 QAnon Datum der Veröfentlichung
3646 QAnon Datum der Veröfentlichung

Anons, warum würden wir das Datum für die FISA-Veröffentlichung nennen? Denkt logisch. Munition ist begrenzt.

Die Überschrift irritiert ein wenig, weil Q hier auf den exakten Moment wartet, um FISA zu veröffentlichen. Es ist aber das Justizministerium, das veröffentlicht. Ist es vielleicht gar kein Zufall, dass John Durham am 27.10.17 im Justizministerium seinen Job antrat und Q am nächsten Tag mit seinen Posts begann?

Gehört Durham mit zur Gruppe?

QAnon outet sich als die „größte militärische Geheimdienstoperation unserer Zeit“

Die oben gestellte Frage kann wahrscheinlich nur Q selbst beantworten. Irgendetwas haben sie sicherlich vor. In die Impeachment-Falle sind die Demokraten freiwillig gegangen und dies scheint auch eine zu sein.

Bis jetzt hat jede angekündigte Veröffentlichung nicht geklappt, aber sie kam auch nie von offizieller Seite, wie diesmal. Donald Trump hat die Publikation der Reports – es ist ja nicht nur FISA – bereits im Mai freigegeben und es Justizminister Barr überlassen, was er wann und wem davon zeigen möchte. Barr wiederum möchte, genau wie der Präsident, so transparent wie möglich sein und nach einer Durchsicht durch DoJ und FBI hat Horowitz alles vorbereitet, damit es am 9. Dezember publiziert werden kann. Dieses Datum kommt von ihm selbst. Das sollte also valide sein.

Es gibt zum allerersten Mal tatsächlich ein Datum und Senator Lindsey Graham meinte dazu, dass das final sei, während Horowitz den Zusatz brachte: vorausgesetzt, es kommt nichts dazwischen

Wessen Munition ist begrenzt?

Wahrscheinlich doch die der Opposition, oder? Wenn wir das in dieser Richtung deuten, dann versucht man offenbar mit der Datumsnennung zu dieser Veröffentlichung, auch das Letzte aus den Demokraten herauszuholen. Angst und Panik – denn ungefähr 30 Anklagen soll es geben –  verleiden dazu, Fehler zu machen.

Das Impeachment-Vorverfahren soll diese Woche weitergehen, danach wird direkt nach dem Wochenende veröffentlicht, es sei denn man muss mal wieder für jemanden Halbmast setzen wie vor einem Jahr für Bush Senior, der just an dem Tag beerdigt wurde, an dem Huber im Fall der Clinton Stiftung aussagen sollte.

Das war perfektes Timing.

Die Queen soll ja mal wieder gestorben sein. Getriggert hat das wohl eine Attacke auf der London Bridge. Das Code Wort für den Tod der Queen soll ja „London Bridge is down“ lauten.

Nun, wollen wir nicht das Schlimmste hoffen, nämlich, dass Charles nun doch noch auf den Thron muss, wo er das doch angeblich nie wollte.

Und Ihre Majestät will es offenbar auch nicht, sonst hätte sie nicht so lange durchgehalten.

Queen Elizabeth begrüßt Donald und Melania Trump Dezember 2019
Queen Elizabeth begrüßt Donald und Melania Trump Dezember 2019

Vor zwei Tagen jedenfalls begrüßte sie noch Donald und Melania Trump, sowie 28 weitere Regierungs- und Staatschefs in Großbritannien, welche dort das diesjährige NATO-Treffen hatten. Sie scheint sich zu freuen, die beiden wiederzusehen.

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