Und ewig grüßt das Murmeltier – Gedanken zum 8. März, dem „Weltfrauentag“

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Solche Tage wie dieser Weltfrauentag müssten nicht sein. Die Frauen haben es in der Hand, wie die Welt in einigen Generationen aussehen wird, denn sie erziehen meist die jeweils nächste Generation, haben in der Regel mehr Einfluss als die Männer. Mütter, Kindergärtnerinnen, Lehrerinnen begleiten unsere Kinder in den ersten prägenden Lebensjahren mehr als Männer. Die Zahlen sprechen dazu eine deutliche Sprache.

Ich als Frau sehe hier nicht nur eine ständige Schuldzuweisung an den Mann, wenn sie dann auf die Straße gehen, anstatt mal zu erkennen, dass das Schicksal eines jeden Landes in ihren Händen liegt. Welchen Boden bereiten sie ihren Kindern, behandeln sie Mädchen und Jungs unterschiedlich (so haben viele es erlebt und wir Mädels fanden das nicht gut von unserer Mutter), werden die Jungen bevorzugt? Männer sind später in der Regel. so, wie man es ihnen als Kind beigebracht hat. Die Familie und die Umwelt sät, was sie später einmal ernten wird. Was wir als Gesellschaft ernten werden.

Ich hatte nie Probleme mit Männern, habe mich nie zurückgesetzt gefühlt und es fiel mir im Traum nicht ein, dass ich benachteiligt sein könnte. Trotz der Bevorzugung unseres Bruders, das war für mich eher ein familieninternes Ding. Ich kann mich auch nicht erinnern, dass mal ein Mann mir gegenüber herablassend gewesen wäre. Ich war es auch nicht ihm gegenüber (o ja, Frauen können das umgekehrt auch). Ich war in der Karriere nie benachteiligt. Und meine beste „Freundin“ ist ein Mann.

Dieser Geschlechterkampf muss nicht sein. Frauen- Kinder- Mutter – und sonstige Tage müssen auch nicht sein, wenn wir achtsam und respektvoll miteinander umgehen. Dann ist jeder Tag ein Mutter-Vater-Kind-Tag. Warum müssen wir nur immer wieder – wenigstens einmal im Jahr – daran erinnert werden?

Frauen sind von Natur aus nicht schwach, sondern, ganz im Gegenteil, sogar stark. Es wird Zeit, dass sie sich daran erinnern und ihre Kraft für eine bessere Zukunft einsetzen anstatt einen vermeintlichen Feind, den Mann, zu bekämpfen.

Zusammen sind wir noch viel stärker.