QAnon – Jetzt, im Mai, geht es zum Angriff über – Panik bei den Demokraten

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Insgesamt sechs Mal schrieb QAnon, der White House Whistleblower,  bereits, dass wir Zeuge sein werden, wie „die alte Garde“ systematisch vernichtet wird. Aber zum ersten Mal nennt er nun einen Zeitpunkt:

Jetzt, im Mai 2019 gibt es den Anstoß zum Angriff. Es geht in die Offensive.

Das jedenfalls schreibt er.

Endlich, werden viele sagen, die bisher ganz und gar nicht verstanden, wie der amerikanische Präsident, Donald Trump, eigentlich doch recht geduldig die Attacken der Opposition ausgehalten hat. Außer „Fake News“ und einigen Seitenhieben zum einen oder anderen oppositionellen Politkollegen kam da nicht viel. Aber – wie er selbst sagte – er wollte auf den richtigen Moment warten. Dann, wenn er es braucht, möchte er sein As aus dem Ärmel holen. Jetzt also ist der Zeitpunkt gekommen.

3331 QAnon Zerstörung der alten Garde
3331 QAnon Zerstörung der alten Garde

Denn inzwischen geht es nicht mehr nur um ihn selbst. Er scheint einen breiten Rücken zu haben, aber er hält ihn auch gerne hin für Menschen, die er mag. William Barr, sein Justizminister, ist offenbar so einer.

Nachdem Barr sich der gestrigen Anhörung vor dem Senat stellte, ist nichts mehr so wie zuvor.

Der Minister muss sich vorgekommen sein, wie in einem schlechten Schmierentheater, als plötzlich, aus nichtigem Grund, die Luft zu brennen schien.

Es ging um den von Sonderermittler Mueller im März abgegebenen Bericht.

Barr hatte den Abschlussbericht von Robert Mueller, mit dem er seit 30 Jahren eng befreundet ist, am Freitag, dem 22. März erhalten und versprochen, dass er versuchen wird, die über 400 Seiten schon zwei Tage später, zusammenzufassen und somit den Amerikanern einen kurzen Einblick in das Endergebnis zu gewähren. Nachdem er das getan hatte, gab er – nach eigener Aussage vor den Senatoren – Mueller die Möglichkeit, sich diese Zusammenfassung anzuschauen. Der wollte aber nicht. Also wurden diese vier Seiten veröffentlicht, damit die Öffentlichkeit schon einmal vorab informiert wurde.

Nun befand Mueller auf einmal, dass er sich doch bei Barr melden sollte und das tat er schriftlich. Barr verwunderte das, denn schließlich war man gut befreundet und er hätte erwartet, dass er angerufen wird. Auch meinte er, der Schreiber sei ein wenig eingeschnappt und möglicherweise habe das wohl ein Mitarbeiter geschrieben. Er konnte sich nicht vorstellen, dass das Schreiben von Mueller selbst sei.

Im Brief stand nun, dass diese Zusammenfassung nicht wirklich wiedergeben würde, was das Endergebnis lieferte. Mueller übergab Barr deshalb seine eigene Zusammenfassung aus 19 Seiten, die er nun veröffentlicht haben wollte.

Das hat Barr abgelehnt. Inzwischen saßen seine Anwälte bereits an dem dicken Report und schwärzten die Stellen, die aus juristischen Gründen, zum Beispiel wegen schwebender Verfahren oder Investigationen, nicht an die Öffentlichkeit gelangen durften. Das dauerte einige Wochen.

Danach wurde der gesamte Report veröffentlicht, mit nur wenigen Schwärzungen, die nach Barrs eigenen Angaben ungefähr 10% ausmachen würden. Inhaltlich fanden sich dort auch die 19 Seiten von Mueller wieder.

Barr hat also mehr geliefert, weil er Transparenz wollte, und die Opposition macht daraus weniger?

Nun kommt eine nicht gerade kunstvolle Verdrehung der Tatsachen von den Demokraten. Die Posse, die sich jetzt entwickelte, kann man als normale denkender Mensch kaum mehr nachvollziehen:

Denn jetzt basteln die Demokraten doch tatsächlich aus der Tatsache, dass der Justizminister einem Mann, der unter ihm arbeitet, den Gehorsam verweigerte, einen Grund, um diesen ungeliebten Justizminister anklagen, also des Amtes entheben zu können.

Der Hintergrund, weshalb sie jetzt so eifrig daran arbeiten, an dessen Stuhl zu sägen, dürfte eher sein, dass der angekündigt hat, den alten Fall um das Russland-Dossier, die betrügerischen FISA-Überwachungsanträge und die Verwicklungen von Hillary Clinton und der Demokratischen Partei wieder neu aufzurollen.

Als die Opposition 2016 glaubte, sie könnte Trump mit dem Dossier die Wahl zum Präsidenten abspenstig machen – was erwiesenermaßen nicht klappte – und dann noch einen drauf legte mit FISA und dann noch einen mit dem Sonderermittler, der es dann richten sollte, muss spätestens am 22. März 2019 ihre Welt zusammengebrochen sein, nachdem dieser nichts gefunden hat, was zu einer Anklage Trumps führen könnte.

Man kann es drehen und wenden: Es reicht nicht für das ersehnte Impeachment.

Lindsay Graham, der sich auch durch die 400+ Seiten durchgearbeitet hat sagte es kurz und bündig: Für ihn ist der Fall erledigt. Keine Obstruktion, keine Kollusion. Klappe zu.

Maxine Waters hat dazu eine andere Meinung:

Die Repräsentantin für Kalifornien möchte lauthals, dass Justizminister Bill Barr entweder zurücktritt oder angeklagt wird, nachdem er die Zusammenfassung von Muellers 19 Seiten nicht veröffentlicht hat.

Selbst die Washington Post beschrieb den Vorgang korrekt und genau so, wie Barr es bei der Anhörung schilderte: Mueller hat niemals behauptet, dass die vier Seiten seiner Zusammenfassung Fehler enthielten. Alles war gut! Allerdings haben die Medien daraus etwas anderes gemacht und nicht korrekt berichtet. Genau das hat ihm nicht gefallen.

Kennen wir das nicht schon? Immer diese Fake News!

Als Nadler, der Vorsitzende des Justizausschusses des Repräsentantenhauses, gefragt wurde, ob Barr zurücktreten sollte, wie es andere Demokraten forderten, sagte er,
dass „es große Schwierigkeiten für den Justizminister an diesem Punkt gibt“.

„Neben der Tatsache, dass er das amerikanische Volk eindeutig irregeführt hat, scheint er dem Senat und dem Haus gegenüber unehrlich ausgesagt zu haben, was wichtige Fragen aufwirft.“

Aha. Wir dürfen gespannt sein, was die Demokraten sich hier wieder zusammenreimen. 19 Seiten nicht zu veröffentlichen, dafür über mehr als 400, eben nur ein wenig später, ist nicht wirklich eine Irreführung. Oder doch?

Wer den Demokraten hier noch folgen kann, möge seine Hand heben…

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