USA Wahl 2020: Nein, es geht NICHT um ein Gemälde – es geht um mehr!

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Nein, es geht nicht um ein Portrait. Auch nicht um zwei oder drei. Sondern Trump sendet eine Botschaft, die leider kaum verstanden wird, wenn man nur an der Oberfläche kratzt.

Manchmal hilft es, hinter die Kulissen zu schauen. Wer das nicht kann, wird Trump und seine Aktionen wahrscheinlich nie verstehen. Lineares Denken hilft hier nicht. Komplexes Denken ist gefragt.

Die Medien berichteten, dass die beiden Portraits von George W. Bush und Bill Clinton nicht mehr im Foyer hängen, dort, wo Trump täglich vorbeigeht, sondern jetzt im letzten Winkel des Hauses, dem kleinen Family Dining Room, der kaum benutzt wird. Es ist ein Ort, den Trump so gut wie nie betritt.

Man beachte die Metapher, falls man eine sieht: Letzter Winkel im Haus. Eine Art Abstellkammer, las man woanders.

Trump setzt ein Zeichen und womöglich deutet Trump hier etwas an, was in der Zukunft passieren könnte. Er hatte dreieinhalb Jahre Zeit, die Gemälde woanders hinzuhängen. Warum tut er es jetzt?

Hinterfragt das wirklich niemand? Wenn Trump so etwas macht, dann will er entweder ablenken – was trefflich gelingt, denn die Presse echauffiert sich nun schon seit fast 14 Tagen – oder aber das alles hat einen anderen, tieferen Grund. Trump denkt durchaus strategisch und er reizt gern mit derartigen Aktionen, es ist deshalb nicht von einer zufälligen Handlung auszugehen.

Der Zeitpunkt ist wichtig und der wurde sicher mit Bedacht gewählt.

Warum wurde auch Clinton abgehängt? Der galt doch eigentlich als beliebter Präsident und Trump war sogar mit beiden Clintons so sehr befreundet, dass er sie zu seiner Hochzeit mit Melania eingeladen hatte.

Durch die Epstein-Ermittlungen sollte inzwischen jeder wissen, dass Clinton zumindest so weit mit Epstein befreundet war, dass er dessen Lolita-Insel besuchte und eventuell auch das eine oder andere Etablissement, das von Epstein weltweit unterhalten wurde. Aufgrund vorhandener Flight Logs ist Clinton 26 Mal mit einem der Epstein-Jets geflogen. Wohin auch immer.

Die kürzliche Verhaftung von Epsteins Vertrauten, Ghislaine Maxwell, dürfte hier Licht ins Dunkel bringen.

Weiß das Weiße Haus darüber jetzt mehr und deshalb wurde das Portrait heruntergenommen? Oder hängt das alles mit dem zusammen, was Trump in den letzten Jahren mit Frau Clinton erlebt hat, wo er sie zum ersten Mal richtig kennengelernt haben dürfte? Schließlich ist das von ihr in Auftrag gegebene Russland-Dossier, das Trump von der Präsidentschaft ausschließen sollte, der Beginn von weiteren, endlosen Ermittlungen gegen ihn, die seine Präsidentschaft erheblich gestört haben.

Bei Bush geht es eventuell um die Hintergründe zu 9/11, wobei es fraglich ist, ob hier die Hintergrundinformationen bereits an die Öffentlichkeit gelangen. Die Zeit dafür ist noch nicht um, die erlauben würde, die Ermittlungsergebnisse zu deklassifizieren. Wenn es dennoch geschähe, wäre es sicherlich eine Sensation. Trump war noch nie von der Flugzeug-Theorie überzeugt. Das sagte er vom ersten Moment an und und vielen seiner Wahlreden 2016.

Aber kann die Welt so viel Wahrheit vertragen, die hier zutage kommen könnte?

Das muss abgewogen werden und da sieht man bereits, dass die Justiz unter Trump hier in Eigenverantwortung eher sehr vorsichtig vorgeht.

Inzwischen wird bereits gemunkelt, dass wahrscheinlich auch die offizielle Enthüllung von Obamas Portrait unter diesem Präsidenten nicht stattfinden würde. Auch hier würde er die Tradition brechen, denn es sei üblich, dass der Nachfolger diesen feierlichen Akt am Ende seiner Amtszeit übernehmen würde.

Hier haben wir das Portrait für das Weiße Haus. Obamas Anhänger wollen es im Internet verbreiten, wenn es nicht aufgehängt wird. Bitte auf den Link drücken, wenn Sie es sehen möchten.

„Sie haben einen Präsidenten, der davon spricht, den vorherigen in rechtliche Gefahr zu bringen, um es nett auszudrücken. Eine solche Situation haben wir in der Geschichte noch nie erlebt.“

Das ist jetzt eine interessante Sichtweise. Leider auch sehr einseitig. Ist es doch eigentlich Donald Trump, der seit seiner Bekanntgabe, für das Präsidentenamt zu kandidieren, unter massivem Beschuss steht.

Es zeigt aber die Richtung an, aus der die Angst kommt.

Es ist die Angst von einigen Demokraten und auch Republikanern, die seit Jahren an Trumps Stuhl sägen. Sie haben Angst, der Bumerang fliegt zu ihnen zurück. Oder zu denen, die ihnen ans Herz gewachsen sind. Wie Obama, der über alles, was gegen Trump, den Kandidaten, den gewählten und später inaugurierten Präsidenten, Bescheid gewusst haben soll.

Staatsanwalt John Durham ist offenbar fast durch mit seinen Gegen-Ermittlungen, die von den derzeit am lautesten Klagenden selbst ausgelöst wurden, da sie Dinge in Gang gesetzt haben, die nun auf sie zurückfallen. Durham wollte wissen, wie die Ermittlungen gegen Trump, die alle ergebnislos waren, überhaupt entstehen konnten und fand offenbar die entsprechenden Beweise, die man für sattelfeste Anklagen benötigt. Die könnten dazu führen, dass die Beteiligten allmählich kalte Füße bekommen und nur noch sehr wenig Zeit haben, sich gewissermaßen zu retten, indem sie versuchen, Trumps Wahl zu verhindern.

Das geht so weit, dass die jetzige und Sprecherin des Hauses, Nancy Pelosi, sich bereits auf das Amt als Präsidentin vorbereitet. Und zwar als jemand, der nicht gewählt werden muss, wenn der Präsident „aus irgendeinem Grund“ das Oval Office freigibt und der Zweite in der Hierarchie einspringen muss. Könnte sie die Vizepräsidentin sein, das weibliche Wesen, das Biden an seiner Seite haben möchte? Es soll eine Frau sein, das ist alles, was wir wissen. Aber es würde natürlich auch nur dann eine Frau werden können, wenn Biden sich an das hält, was er immer wieder betont hat: definitiv kein Mann!

Pelosi glaubt, die Zweite in der Hierarchie zu sein, übersieht hier allerdings den Vizepräsidenten, Mike Pence. Denn sie ist nur die Dritte.

„Aber Tatsache ist, ob er [Trump] es schon weiß oder nicht, er wird gehen. Nur weil er vielleicht nicht aus dem Weißen Haus ausziehen möchte, heißt das nicht, dass wir keine Amtseinführungszeremonie zur Amtseinführung eines rechtmäßig gewählten Präsidenten der Vereinigten Staaten und des – ich möchte nur – Sie wissen schon, ich bin die Zweite in der Reihe der Präsidentschaft. Erst letzte Woche hatte ich meine regelmäßige Fortsetzung der Regierungsbesprechung.“

Wer bereitet sie auf die Regierung vor? Und was sagt Mike Pence dazu?

„Nur weil er [Trump] vielleicht nicht aus dem Weißen Haus ausziehen will, bedeutet das nicht, dass wir keine Einweihungszeremonie zur Amtseinführung eines ordnungsgemäß gewählten Präsidenten der Vereinigten Staaten haben werden.“

Auch Biden meldete sich zu Wort und meinte, auch er habe die Möglichkeit in Betracht gezogen, dass Trump sich weigern würde, das Weiße Haus physisch zu verlassen, falls er, Biden, gewinnen sollte. In diesem Fall würden militärischen Führer dafür sorgen, dass Trump gehen muss.

„Ich verspreche Ihnen, ich bin absolut überzeugt, dass sie ihn mit großer Eile aus dem Weißen Haus begleiten werden.“

Das sind wohl wilde Fantasien, die sehr unwahrscheinlich sind.

Liebe Leser, falls Sie das noch nicht kennen: Dies ist das ganz normale amerikanische Wahlkampfgeplänkel. Das ist der derzeit ganz normale amerikanische „Wahnsinn“. Da muss man nicht jedes Wort auf die Waagschale werfen, aber man darf davon ausgehen, dass es tatsächlich noch ein „heißer Sommer“ werden wird. Q, der White House Whistleblower, nannte hier explizit den August.

Trump steht derzeit unter einem enormen Druck.

Er muss das Land wieder öffnen, die Menschen müssen wieder arbeiten können. Die Lockdown-Maßnahmen müssen in allen 50 Staaten verschwinden und Corona muss beendet sein, bis die normale Wintergrippe uns wieder erwischt. Nur dann nimmt er den Wind aus Nancy Pelosis Briefwahl-Bestrebungen.

Briefwahl bedeutet für Trump, nicht zu gewinnen. Er glaubt, dass man hier leicht Wahlbetrug begehen kann und tatsächlich gibt es bereits Hinweise für Wahlunterlagen, die säckeweise irgendwo herumliegen – jeder kann sich bedienen –  oder Anschreiben an Adressen, die nicht mehr bestehen, aber dennoch zugestellt werden.

Es ist also notwendig, dass in den nächsten drei Monaten noch sehr viel schmutzige Wäsche gewaschen wird, da vieles ans Tageslicht kommen wird, mit dem Trump versucht, seinen Wahlsieg zu sichern.

Wahrscheinlich wird es Deklassifizierungen geben.

Es hat ja bereits angefangen und die, die sich jetzt fürchten, sehen, dass es los geht.

Sie werden sich mit ihren Mitteln wehren. Pelosi hat es angedeutet, dass sie offenbar versuchen, Trump loszuwerden. Eventuell erst nach der Wahl. Mike Pence scheint sie nicht ernst zu nehmen, sonst würde sie sich nicht als die Zweite in der Hierarchie bezeichnen. Es ist geradezu lächerlich, dass sie sich auf die Präsidentschaft vorbereitet.

Zu viele Bumerangs wurden geworfen, die nun alle auf einmal zurückkommen könnten. Das kann sehr weh tun und sämtliche Pläne zerschlagen. Das Justizministerium unter Trump wird handeln müssen. Trump hat darauf übrigens keinen Einfluss, wie viele meinen.

Es liegt nun ganz in den Händen des Justizministers, William Barr, wie viel er von den Ermittlungen freigeben wird und ob der August wirklich so heiß wird, wie vorhergesagt wurde.

Die Botschaft, die Trump mit dem Abhängen der Bilder sendet, sollte klar sein.

Diese Präsidenten haben seiner Meinung nach den Ehrenplatz verloren und einer wird ihn vielleicht nie bekommen. Das ist die Programmankündigung eines Schauspiels, dass sicherlich, wie immer, aus mehreren Akten bestehen wird, die uns dann nach und nach präsentiert werden.

Damit wir sehen, wie diese Welt auf ihren „oberen Etagen“ tickt und hoffentlich auch der Letzte endlich seine Augen aufmacht, hinschaut und begreift, dass es so nicht weitergehen kann.

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