Mount Rushmore für Trump? Oder wird er, wie Obama, die Liste der schlechtesten Präsidenten anführen?

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Kann es sein, dass die Amerikaner ihre früheren Präsidenten noch nie mochten? Eine Umfrage zu den beliebtesten Präsidenten der Amerikaner stellte fest:

33% der Amerikaner hielten Obama für den schlechtesten Nachkriegspräsidenten.

„Über den Zeitraum von 69 Jahren amerikanischer Geschichte und 12 Präsidentschaften hinweg findet sich Präsident Barack Obama mit Präsident George W. Bush am Boden der Popularität wieder“, sagte Tim Malloy, stellvertretender Direktor der Quinnipiac University Umfrage, die während der zweiten Amtszeit von Obama erstellt wurde.

28% wollten George W. Bush den Pokal überreichen und Nixon, der wegen der Watergate-Affäre des Amtes enthoben wurde, bekam immerhin noch 13%.

Die Amerikaner halten inzwischen Obamas FISAgate für wesentlich skandalöser und kaum einer derjenigen, der sich damit auseinandergesetzt hat, kann verstehen, dass die Akteure dieser kriminellen Angelegenheit derzeit immer noch frei herumlaufen dürfen.

Umgekehrt führt Ronald Reagan, der ehemalige Schauspieler, die Spitze der Beliebtheit an.

Auch Trump schätzt ihn sehr.  Immerhin wurde er von 35% der Teilnehmenden gewählt. 18% waren immer noch für Bill Clinton, obwohl auch der in ein Impeachment verwickelt war. Er hatte ein Techtelmechtel mit seiner Mitarbeiterin Monica Lewinsky. Man verzieh ihm offenbar sogar die Lüge, niemals jemals eine sexuelle Beziehung zu ihr gehabt zu haben.

Weit abgeschlagen liegt John F. Kennedy mit 8%, was vielleicht auch daran liegen könnte, dass er seine Amtszeit nicht vollenden konnte. Er wurde ermordet.

Heute ist Donald Trump für die einen der Buhmann der Nation, für die anderen ist er der Retter der Welt. Wie wird man ihn am Ende seiner Amtszeit beurteilen?

Obwohl Obama bei den täglichen Rasmussen Polls relativ schlechte Werte hatte, trauerte man bereits um seinen Fortgang, sobald Trump gewählt war. Trump wurde in der Presse weiterhin als jemand dargestellt, der gleich den Finger auf dem roten Knopf haben würde. Der dritte Weltkrieg drohte in den Köpfen nicht nur der Amerikaner, sondern diese Saga wurde weltweit den Menschen erzählt. Die Mehrzahl glaubte es und glaubt es noch immer.

Wie man sieht, zeigte die extrem negative Berichterstattung zu Trump Wirkung.

Auch heute noch darf man gegenüber einigen Zeitgenossen noch nicht einmal seinen Namen erwähnen und schon gar nicht etwa bekennen, dass man den gut findet. Man wird sofort für verrückt erklärt:

„Ich dachte eigentlich, dass du intelligent bist.“

Dass Trump spätestens mit Nordkorea gezeigt hat, dass er Frieden möchte, wird nicht im Mainstream berichtet. Seine Bemühungen wurden eher ins Gegenteil verkehrt und die Presse hetzte wie üblich im Vorfeld, so gut sie konnte.

Die Medien marschieren im Gleichschritt, Trump betreffend. Es gibt nur noch eine unterschiedliche Berichterstattung: Die in den kleinen Blogs, den Freien. Die großen Medien sind sich einig: Trump muss weg und sie tun alles dafür, damit die Leser dieselbe gleichgeschaltete Meinung adaptieren.

Um so erstaunlicher sind die Umfragewerte bei Trump.

Jetzt, während des Shutdown, sind sie gesunken, aber normalerweise befinden sie sich immer öfter in der Nähe von 50% Zustimmung für seine Politik. Das ist sehr viel, wenn man mit den Werten von Obama zur gleichen Zeit vergleicht.

Rasmussen daily tracking Trump 2019
Rasmussen daily tracking Trump 2019
Rasmussen daily tracking Obama 2011
Rasmussen daily tracking Obama 2011
Rasmussen daily tracking Obama 2015
Rasmussen daily tracking Obama 2015

Wenn wir die Charts vergleichen, die jeweils am gleichen Tag der Amtszeit genommen wurden – bei Obama gab es zwei – dann erkennen wir einen eindeutigen Trend, wenn es darum geht, die Politik stark anzuerkennen oder stark abzulehnen: Bei Trump Trump sind beide Werte jeweils höher als bei Obama. Das heißt, er polarisiert mehr. Die Zustimmung zur Politik Obamas geht mit der Dauer seiner Amtszeit sogar zurück. Am 21. Januar 2015 sehen wir eine Befürwortung seiner Politik von 25%, bei Trump sind es, trotz des Shutdown, 31%. 

Kaum dass Trump gewählt war, ging die Beliebtheit des scheidenden Präsidenten steil nach oben und erreichte beim letzten Tracking seiner Amtszeit ein Allzeithoch.

Amerika fürchtete sich vor Trump, dem unberechenbaren, unbezähmbaren und absolut nicht lenkbaren Präsidenten, den sie jetzt haben würden. Kein Jurist, wie sonst so gerne in der Politik gesehen, würde nun das Land verwalten, sondern jemand, der Häuser baut.

Würde das gut gehen?

Viele glaubten es damals nicht und etliche glauben es heute immer noch nicht, obwohl die Beweise auf der Hand liegen, dass all die Unkenrufer nicht recht hatten, wenn sie mit dem Finger auf Trump zeigten und ihm nach der Manier von Saul Alinsky all das an den Kopf warfen, was nur ihrer eigenen Fantasie entsprang.

Trump ist anders.

Washington Post: Trump könnte als der wahrhaftigste Präsident aller Zeiten in die Geschichte eingehen

Er arbeitet seine Wahlkampfversprechen ab. So etwas gab es noch nicht, darüber lacht so mancher Politiker, wenn er es hört. Man verspricht, um zu gewinnen und dann macht man, was man will. Das ist die Methode, die man heute anwendet. Keine andere.

Trump ist Geschäftsmann. Da geht so manches noch mit Handschlag.

Das Weiße Haus hat anlässlich des zweiten Jahrestages seiner Amtszeit eine Liste herausgegeben, der man entnehmen kann, was er während dieser beiden Jahre gemacht und erreicht hat. Sie ist sehr lang. Hier ist die Kurzfassung.

USA: Dieses und mehr hat Präsident Trump in weniger als zwei Jahren erreicht

Seine Wähler stehen weiterhin hinter ihm. Man liest es in den Kommentaren. Sie lieben ihn. Wenn er so weiter macht, sagen sie, dann hat er gute Chancen, er als einer der besten Präsidenten der Vereinigten Staaten in die Geschichte einzugehen.

Die einen hassen ihn, die anderen lieben ihn. Die täglichen Umfragen spiegeln es wieder.

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