DNI-Chef Dan Coats geht und macht damit den Weg frei für die kommenden Veröffentlichungen

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Der Direktor des DNI, der Nationalen Geheimdienste, nimmt seinen Hut und macht damit den Weg frei für die Veröffentlichung gewisser Dokumente, auf die nicht nur die Amerikaner warten. Er hatte die Freigaben bisher blockiert.

Und nein, es waren nicht wirklich die Differenzen wegen der Russen- oder wem oder was auch immer –  die das Verhältnis zwischen ihm und Trump gestört haben sollen.

Es war die mangelnde Bereitschaft des DNI-Chefs, einer Freigabe von FISA zuzustimmen. Wahrscheinlich hätte der Präsident die Möglichkeit gehabt, ihn zu überschreiben, aber hier ging er offenbar lieber den „ordentlichen Weg“, entledigte sich lieber der Blockade, setzt den Neuen ein und dann kann es losgehen.

Man kennt ja inzwischen die vielen roten Linien, die Trump niemals überschreiten durfte, wenn man dann nicht sofort ein Amtsenthebungsverfahren einleiten würde.

Rosenstein zu feuern war so eine. Erst der neue Justizminister, Barr, hat es geschafft, dass der freiwillig gegangen ist, eigentlich eher gegangen wurde. Aber mit seinem eigenen Entschluss war die rote Linie weg. Ein Deal? Wir wissen es nicht.

Dan Coats könnte auch so eine rote Linie gewesen sein.

Seit dem letzten Jahr blockiert er die Veröffentlichung von FISA insofern, dass er ihr nicht zustimmt. Der Weg über den DNI ist der normale Weg und den darf ein Präsident mit dem Namen Donald Trump niemals verlassen und der politischen Gegenseite damit Futter für die seit fast drei Jahren über seinem Kopf hängende Impeachment-Keule geben.

Trump ist der Präsident, der nicht darf, was alle anderen vor ihm durften.

Für ihn wurde die Latte besonders hoch gelegt, während man seinem Vorgängern auch mal etwas durchgehen ließ, wenn er mal wieder den Kongress nicht befragte, sondern selbst entschied.

Der neue Direktor heißt John Ratcliffe, ein Republikaner, der ganz auf der Linie von Trump sein soll und dessen erste Worte nach der Amtsübernahme hoffentlich:

„Ich will das sofort veröffentlichen!“

lauten werden. Diejenigen, die die Veröffentlichung der Untersuchungsergebnisse der Republikaner nicht sehen wollen, haben wahrscheinlich einen persönlichen Grund, dagegen zu sein. Denn es geht um Korruption und Hochverrat und es werden Namen genannt werden. Namen, die man beiden Parteien zuordnen wird, denn es sind nicht nur die Demokraten, die jetzt bangen müssen.

Bereits im Februar schrieben wir, dass Dan Coats die Konsequenzen für sein Verhalten tragen müsse:

Die Säbel sind gewetzt – QAnon: „Die Stärksten werden überleben.“

Es war klar, dass Coats angezählt war. Nicht nur wir schrieben darüber, sondern auch die amerikanischen Medien waren sich dessen bewusst.

2791 QAnon Dan Coats entlassen
2791 QAnon Dan Coats entlassen

QAnon bestätigte bereits am 18. Februar einen Anon, der meinte, dass man wohl bald mit der erzwungenen Entlassung, also dem Rauswurf des DNI-Direktors, rechnen müsse.

„Interessant, dass das nach draußen gedrungen ist“, meinte er dazu.

Wir finden immer wieder auch die Zeitspanne zwischen der einen und der anderen Mitteilung sehr interessant. Die QAnons scheinen das Board doch recht gut zu beobachten, denn zwischen Lesen und Antworten liegen wieder Mal nur fünf Minuten.

Dann aber kam es, wie es kommen musste, und Dan Coats wurde vom Falschen gelobt.

Keine gute Taktik der Demokraten, sich selbst zu verraten, aber andererseits kennen sie wohl keine andere: Es passiert ihnen immer wieder.

Ausgerechnet der Kongressabgeordnete Adam Schiff, ein sehr erbitterter Gegner des Präsidenten, antwortete auf einen Tweet, in dem mitgeteilt wurde, dass der Präsident den Geheimdienstdirektor für nicht loyal hält und Coats wohl feuern möchte, dass das ganz und gar nicht der Fall sei. Ganz im Gegenteil habe Dan Coats herausragende Arbeit geleistet. [Wir fragen: Indem er die Freigabe von FISA blockierte?]

„Er sagt den Mächtigen die Wahrheit und gibt den politischen Entscheidungsträgern die bestmögliche Information. Er ist loyal gegenüber dem Land und der Verfassung, und das ist so, wie es sein sollte.“

2837 Qanon Dan Coats Black Hat
2837 Qanon Dan Coats Black Hat

Wir haben da wirklich was losgetreten, meinte QAnon und postete den nebenstehenden Tweet. Nun, jetzt wissen wir, dass er ein fauler Apfel ist. ‚FliegCoatsFlieg# Q

Vier Monate später – inzwischen war auch eine weitere Blockade, der stellvertretende Justizminister Rod Rosenstein, gegangen worden und der neue Justizminister, William Barr im Amt – kam dann endlich Bewegung in die Sache.

Offenbar fand Trump, der Präsident mit dem Damoklesschwert über seinem Kopf und der roten Linie vor Augen, einen guten Berater in Barr.

Auf einmal hieß es, er habe Barr sämtliche Vollmachten übertragen, alles, was er nur möchte, zu veröffentlichen.

3347 QAnon - Dan Coats wurde übergangen
3347 QAnon – Dan Coats wurde übergangen

Warum hat POTUS Dan Coats, den Direktor der Nationalen Intelligenz, umgangen, fragt QAnon am 24. Mai 2019 und erklärt, dass das normale Protokoll etwas anders aussieht: Denn eine Deklassifizierung muss vom DNI (Direktor der Nationalen Intelligenz) genehmigt werden.

Trump selbst musste wegen der ständigen Amtsenthebungsdrohungen durch die Demokraten, die auf den kleinsten Fauxpas warten, sehr vorsichtig sein.

Obwohl er die Macht hatte, alles zu veröffentlichen, hätte das schiefgehen können.

Barr, der Justizminister, kam wie gerufen, nachdem seine Vorgänger, Jeff Sessions und dessen Stellvertreter Rod Rosenstein, sich geweigert hatten. Barr und Trump haben die gleichen Interessen diesbezüglich. So harmlos wie er aussehen mag, sein Herz schlägt auf dem rechten Fleck und für die gerechte Sache. Er möchte den Übeltätern an den Kragen. Besonders einer gewissen Frau Clinton, die bis zum Hals in FISA und dem Russland-Dossier mit drinsteckt.

So war es ein sehr cleverer Coup, Barr die ganzen Unterlagen zu übergeben.

Vielleicht mit den Worten: ‚Veröffentlichen Sie, wann sie möchten und geben Sie es weiter, an wen sie möchten.‘ So hat er es in einem Interview mit dem Fox News Host Hannity erklärt. Barr hat hier einen Persilschein, den er, wie man sieht, sorgsam hütet, denn noch ist nichts geschehen. Der rechte Augenblick ist offenbar noch nicht gekommen.
Dan Coats, die Blockade, ist ja noch da.

3513 QAnon Dan Coats nächste Woche weg
3513 QAnon Dan Coats nächste Woche weg

Am 26. Juli schrieb jemand auf dem Board, dass man nächste Woche [also die laufende] mit einem Wechsel in der Führungsspitze des DNI rechnen könne, denn Coats wäre dann gegangen. Danach käme die Deklassifizierung der Dokumente [denn nun ist die Blockade entfernt und der Weg ist frei]. Das sollte in der Sendung von Hannity eventuell gebracht werden. Wir haben sie uns angeschaut und nichts darüber gehört.

Diesmal lagen nur 45 Sekunden zwischen dem Post des Anons und Qs Bestätigung. Schnell!

Inzwischen pfeifen es die Spatzen bereits von allen Dächern herunter und auch die New York Times glaubt, dass es wahr ist und hat bereits einen Artikel verfasst. Mit der Wahl von Ratcliffe, dem Nachfolger Coats, habe sich Trump nun einen Mann ins Boot geholt, der genau wie er selbst gegen die Untersuchung durch einen Sonderermittler in Trumps Kampagne 2016 sei und Mueller bei seiner Befragung am Mittwoch dafür ganz besonders in die Mangel genommen habe.

Trump selbst hat recht spät erst bei Twitter reagiert und bestätigt, was viele offenbar schon wussten.

Ich freue mich, anzukündigen, dass der hochangesehene Kongressabgeordnete John Ratcliffe aus Texas von mir für den Posten des Direktors der Nationalen Intelligenz nominiert wird. Als ein früherer U.S. Staatsanwalt wird John die Größe des Landes, das er liebt, leiten und inspirieren. Dan Coats, der jetzige Direktor, wird am 15. August gehen. Ich möchte Dan für seinen großartigen Dienst für unser Land danken. Der Interims-Direktor wird in Kürze genannt werden.

Wir könnten hier den Artikel beenden, wenn uns nicht eine Kleinigkeit beim Kopieren des Twitterbeitrags aufgefallen wäre:

Donald Trump - This Tweet is not helpful
Donald Trump – This Tweet is not helpful

„Dieser Tweet ist nicht sehr hilfreich“, steht da als erster Punkt. Inzwischen ist das „Malheur“ wieder behoben, aber es stand einige Minuten online. Es ist eine Mitteilung, die man normalerweise bei Twitter nicht sieht. War das wieder einmal ein Scherzkeks, so wie der letzte, der Trumps Account für 11 Minuten von der Plattform holte?

Nun denn – es gibt Schlimmeres. Leider.

Gut, nächste Woche wird es wohl noch nicht zu einer Veröffentlichung kommen, denn Dan Coats ist ja noch da. Aber es soll ein heißer August werden, schrieb QAnon in einem letzten Post. AG Barr soll sehr begierig sein, mehr über Obama zu erfahren. Es wird wohl Vorladungen geben.

Wir werden darüber berichten.

QAnon Board
New York Times

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