Trotz Iran und Impeachment: Trump liegt in der Beliebtheit der Amerikaner weit vorne

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Hallt es uns noch in den Ohren, das Kriegsgeschrei, die Panikmache, weil Donald Trump den iranischen General der Revolutionsgarde, Qasem Soleimani per Drohne ausgeschaltet hatte, oder ist das Impeachment-Getöse noch lauter? Aber erst am Dienstag geht es damit weiter im Senat, Zeit genug für eine kleinen Rück- und Ausblick: Wie sieht man die Tötung des Generals aus heutiger Sicht?

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Trump, sowie Mitglieder seiner Administration, sagen, der Mann war auf dem Weg, noch weitere Botschaften anzugreifen. Sein Tod verhindere nur weiteres Blutvergießen.

Juristen des deutschen Bundestages waren zwar nicht dabei und haben offenbar auch keinen Kontakt zur amerikanischen Regierung herstellen können, haben aber schon einmal ein 26-seitiges Papier verfasst, aus dem hervorgeht, dass der General ihrer Meinung nach ein Recht auf Leben gehabt hat und es sich hier nicht um einen Verteidigungsfall gehandelt habe.

Böser Trump mal wieder. Natürlich ganz ’neutral‘ berichtet und völlig ohne Bias.

Die Amerikaner würden es vielleicht Prävention nennen, etwas, was sie Tausende Male bereits angewendet haben. Aber Trump darf es mal wieder nicht. Einige können es aber nicht lassen, den Mann zu bejammern, der sogar von Obama, zumindest offiziell, als Terrorist eingestuft worden sein soll.

Wenn wir schon über Obama sprechen – war nicht er es, der zahlreiche Kriege führte, Kriege, die sein Nachfolger im Amt gerade nach und nach beenden möchte? Trump hat es im Wahlkampf versprochen und wenn man inzwischen eines weiß, dann ist es das: Der Mann hält, was er verspricht.

Trump ist gerade wieder im Wahlkampffieber.

Diese Woche gab es wieder eine Veranstaltung im übervollen Stadion und er erzählte die Geschichte, wie er den Befehl zum Abschuss gab und wie er damit ein zweites Bengasi verhinderte, weil das Militär sehr schnell bei der Botschaft war, um den Mob zu vertreiben, der Feuer legen wollte, genau wie in Bengasi. Mit Rammböcken versuchten sie bereits, die Fensterscheiben zu zerbrechen, um die Lunte zu legen. Trump verweist gerne auf den kleinen Unterschied zu Bengasi, wo Frau Clinton, die damals zusammen mit Obama verantwortlich zeichnete, diese Hilfe zurückhielt und vier Botschaftsangehörige, die vielleicht hätten gerettet werden können, bestialisch ermordet wurden.

Trump sieht die protestierenden Iraner auf der Seite der Amerikaner. Denn eine große amerikanische Flagge auf der Straße läge so, dass man darüber laufen müsse, aber sie würden drumherum laufen. Jeder einzelne. Er freut sich darüber.

Sie zeigten damit Respekt und Zustimmung für die Aktion, meinte er.

Im virtuellen Blätterwald liest man darüber nichts.

Es passt nicht zum üblichen Framing und so schreibt und spricht man lieber über den kommenden Krieg mit Iran, auf den nun schon seit Tagen die Welt wartet. Aber er wird nicht kommen. Angst, Panik und Wut wird geschürt, Menschen werden verunsichert.

In den sozialen Netzwerken kursierte kurz nach dem Anschlag auf den General eine Sprachnachricht, dass Reservisten sich bereithalten müssten und die Bevölkerung sich bewaffnen und fliehen müsste.

Wir haben hautnah mitbekommen, wie sehr das Menschen verunsicherte, denen das geschickt wurde. Übrigens auch uns. Wir haben recherchiert und kamen zu dem Ergebnis, dass das eine Fake ist. Heute wissen wir es genau, denn der genannte Stichtag ist mal wieder ereignislos verstrichen.

Wir wissen nicht, woher es kam, außer, dass gesagt wurde, es sei jemand in einer „hohen Position“. Fürs nächste Mal: Fragt nach den Namen. Wer wirklich informieren möchte, macht das nicht anonym.

Hier werden Menschen instrumentalisiert, die das glauben und weiterleiten, weil man ihnen einredet, dass sie damit Menschen retten. Die Crux: Wenn eines Tages tatsächlich einmal eine wichtige Nachricht kommt, dann glaubt das keiner mehr.


Kalkül? Wir wissen es nicht.

Während in den USA die demokratische Opposition immer noch außer sich darüber ist, weil sie über den Drohnenangriff nicht informiert wurde, bekam Trump unerwartet Hilfe von Obamas ehemaligem Minister für Heimatschutz, Jeh Johnson, der in einem Fox News Interview dazu bemerkte, dass „der Präsident tödliche Gewalt anwenden kann, solange es nicht zum Krieg kommt, nämlich dann, wenn es im nationalen Interesse liegt“. Und das sei der Fall bei dieser Operation gewesen und würde der bestehenden Meinung des Office of Legal Counsel [OLC] entsprechen. In diesem Fall müsste er den Kongress nicht vorab informieren, wie dieser nun verlangen würde.

Alles in allem habe Präsident Trump verfassungsgemäß gehandelt.

Vielleicht sollten unsere deutschen Beamten sich hierzu mehr mit amerikanischem Recht befassen, bevor sie jemanden für etwas anklagen, der offenbar der Gesetzgebung seines Landes nach verfassungskonform gehandelt hat.

Es ist schon interessant, wie wenig man sich über die vielen Kriege von Obama aufregte, bei denen es Millionen Opfer gab, aber bei der Tötung eines als Terrorist anerkannten Menschen, der weitere Attentate plante – so jedenfalls die Trump-Administration – geht man auf die Barrikaden.

Wenn Obama sich für jeden entschuldigen müsste, der durch seine Drohnen getötet wurde, dann würde das drei Jahre dauern.

 

Zitat aus dem Video:

Also, was hat Obama getan, um die Menschenrechte von Terroristen zu verbessern? Er hat damit begonnen, sie zu ermorden. Ich habe nie viele Op-eds gelesen, dass es ein Problem war, als Tausende von Terroristen von Präsident Obama mit Drohnen ausgeschaltet wurden. Aber hier hat Präsident Trump die Dreistigkeit, nach verwertbaren Informationen, die er von einem neuen Angriff hatte, den Mann auszuschalten. Nun müssen wir lesen, dass es verfassungswidrig sei , eine Einschränkung der internationalen Menschenrechte.

Pressestimmen, als Obama sagte, er habe Bin Laden getötet:

Sprecher: Präsident Obama wird als der Führer in Erinnerung bleiben, der Bin Laden festgenagelt hat.

Sprecherin 1: Und es könnte der entscheidende Moment von Barack Obamas Präsidentschaft sein.

Sprecherin 2: Präsident Obamas Rede über die Einheit spiegelt ein wirklich spürbares Gefühl in vielen Teilen des Landes wider.

Frau Sprecherin 3: Es war atemberaubend, und der Moment von Barack Obamas bisheriger Präsidentschaft.

Mit anderen Worten: Obama wurde für die Tötung von Bin Laden gefeiert. Wie sagt man dazu? Doppelmoral!

Inzwischen hat sich auch James Jones, damaliger Sicherheitsberater unter Obama, zum Thema gemeldet.

Selbst er unterstützt die Entscheidung Präsident Trumps, den iranischen Spitzengeneral Qasem Soleimani zu töten, voll und ganz, um den „möglichen Zusammenbruch des theokratischen Regimes in Teheran in die Wege zu leiten“.

„Was die Regierung im Fall Soleimani getan hat, ist absolut richtig. Dies war ein kraftvoller Schritt. Wir werden sehen, wohin es geht. Es ist eine komplizierte Region, aber ich denke, die Geschichte wird bestätigen, dass dies das Richtige war.“

Donald Trump auf Twitter:

Die Fake News Medien und ihre demokratischen Partner arbeiten hart daran, festzustellen, ob der zukünftige Angriff des Terroristen Soleimani „unmittelbar bevorstand“ oder nicht & ob mein Team einverstanden war. Die Antwort auf beides ist ein starkes JA, aber das ist wegen seiner grausamen Vergangenheit nicht wirklich wichtig!

Ganz am Schluss haben wir dann doch noch eine halbwegs erfreuliche Nachricht, direkt aus unserem Land.

Einem guten Bericht ging leider eine kleine Attacke des Autors voraus, der unbedingt loswerden wollte, dass er – und auch kaum ein anderer – Donald Trump nicht leiden kann.

Das sei ihm unbenommen, aber das mit „kaum einem anderen“ sehen wir komplett anders. Vielleicht hilft es, sich hier einmal die vollen Stadien anzuschauen, wenn Trump eine Rede hält und das zu vergleichen mit den halbleeren Turnhallen, in denen der demokratische Spitzenkandidat, Joe Biden, seinen Wahlkampf abhält.

Aber, was soll’s. Es ist ein guter Anfang, dass Donald Trump von n-tv zur Person der Woche gewählt wurde. Nachzulesen ist es unter dem Titel:

Trump hat gewonnen!

Da wir es bereits erwähnten, hängen wir hier eine Einschätzung des Meinungs-Portals Rasmussen zur Beliebtheit der Präsidentschafts-Kandidaten noch an.

Rasmussen sieht eine Korrelation zwischen der Anzahl der Besucher einer Veranstaltung zur Beliebtheit des jeweiligen Kandidaten. Dort steht:

Dies verstärkt meine Korrelation zwischen der Menge und der Popularität von Wahlen. Warren hatte 700 Teilnehmer und sie ist die Co-Spitzenreiterin. De Blasio gibt eine Umfrage bei null Prozent ab und seine „Menge“ von 15 Personen spiegelt dies wider.

Wer hat diese Woche noch eine Kundgebung in New Hampshire abgehalten? Ein weiterer Präsidentschaftskandidat, der mehr als 11.000 Wähler zu seiner Kundgebung zog und das Auditorium voll ausfüllte. Das ist das 15-fache des Publikums, das Warren angezogen hat. Wie üblich erschienen viele weitere, um den Präsidenten zu sehen, konnten die Kundgebung jedoch nicht am eigentlichen Veranstaltungsort verfolgen, sondern schauten mittel Public Viewing draußen zu.

Anhand der Fotos in diesem Artikel kann man mit Sicherheit den Schluss ziehen, dass mehr Wähler die Trump-Kundgebung auf einem Großbildfernseher vor dem Auditorium sahen, als an der Kundgebung von Senator Warren am Vortag teilnahmen.

Das Video,von Trumps Rally am Donnerstagabend zeigt die Größe und Begeisterung des Publikums.

Da wir schon einmal bei Rasmussen sind, schauen wir auch gleich nach den täglichen Umfragen.

Wie beliebt ist Donald Trump heute, nachdem er Soleimani ausgeschaltet hat und das Impeachment-Verfahren begann?

Wir lesen, dass am gestrigen Freitag 49 Prozent der Amerikaner ihren Präsidenten in dem, was er tut, unterstützten. Nun schauen wir auch schnell bei Obama nach. Wie hoch waren seine Werte am gleichen Tag seiner Präsidentschaft? Es waren 46 Prozent.

Überhaupt hat Donald Trump den angeblich so beliebten Obama schon längst in der Beliebtheit überholt. Es wird einfach nur nicht darüber berichtet.

Nichtinformation ist auch Desinformation, es ist eine Form von Framing, bei dem man durch Weglassen Meinung manipuliert. Aber irgendwie haben wir das Gefühl, dass sich auch das bald legen wird, denn immer mehr Menschen merken, dass da was nicht stimmen kann.

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