USA-Iran – 10 Minuten entschieden über 150 Leben. Die einen regen sich darüber auf, die anderen freuen sich

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Man hörte, Chuck Schumer und Nancy Pelosi sollen ein Freudentänzchen aufgeführt haben, als sie hörten, dass Donald Trump angeblich bereit war, den Iran anzugreifen.  Nachdem während der letzten Wochen vier Handelsschiffe attackiert wurden und vor einigen Tagen eine 180 Millionen teure Aufklärungsdrohne abgeschossen wurde, scheint das Maß voll zu sein. Es ist immer noch nicht geklärt, ob die Drohne tatsächlich in den Luftraum von Iran eindrang, oder, wie die Trump Administration behauptet, sich über neutralem, internationalem Raum befand.

Man beachte unbedingt die Reaktionen der Amerikaner unter diesem Tweet.

Nachdem der Präsident die Frage eines Reporters, wie er denn jetzt vorgehen würde, mit einem sehr ernsten: „You’ll soon find out“ – Sie werden es bald sehen! – beantwortete, schien alles offen zu sein.

Tatsächlich war ein Angriff geplant, wie sich jetzt herausstellte. Drei empfindliche Ziele sollten getroffen werden. Drei Warnschüsse.

Im letzten Moment, 10 Minuten vor dem geplanten Abschuss, machte Trump dann doch noch einen Rückzieher und Nancy und Chuck dürften ihr Freudentänzchen spätestens dann beendet haben.

Beide stehen derzeit unter einem enormen psychischen Druck, zusammen mit anderen, Partei übergreifend. Denn irgendwann sollen ja mal gewisse Untersuchungsberichte veröffentlicht werden, die die Wahl 2016 und die Umstände drumherum beleuchten. Was bisher daraus durchgesichert ist, lässt vermuten, dass die daraus resultierenden Anklagen auch Politiker aus den höchsten Ebenen ihres damaligen Ressorts der Obama Administration betreffen werden. Denn es geht um Hochverrat. Man wollte zunächst einen Präsidenten Trump verhindern und dann wollte man den gewählten Präsidenten ohne jeden Grund absetzen und hat jahrelang Behauptungen aufgestellt, die jetzt durch den Abschlussbericht einer fast zweijährigen Investigation in ihn und seine Kampagne völlig entkräftet wurden.

Wie sorgt man also für Ablenkung und versucht zu verhindern, was offenbar nicht mehr zu stoppen ist?

Man streut Gerüchte: „Trump hat eine Journalisten sexuell belästigt.“ Das soll in den 90er Jahren gewesen sein. Das ist jetzt aber nicht wirklich interessant, oder? Es sind immer die gleichen, langweiligen Anschuldigungen, die „plötzlich und unerwartet“  auftauchen, obwohl lange genug in Trumps Privatleben recherchiert und nichts gefunden wurde.

Bis jetzt gab es jedes Mal vor geplanten Veröffentlichungen irgendetwas. Die Amerikaner kennen diese Ablenkungsspielchen bereits und nennen sie bei diesem Namen: False Flags.

Als Trump aus Syrien abziehen wollte, gab es dort einen angeblichen Giftgasangriff. Mit Regisseur und Storyboard, wie sich später herausstellte. Trump bombte daraufhin den IS aus dem Land und nicht den Assad. Kein Grund zum meckern, eigentlich. Denn der Kongress hatte sein OK zum Angriff gegeben.

Was sind die wahren Motive des amerikanischen Präsidenten Donald Trump für den erneuten Angriff auf Syrien?

Und auch dieses Mal gab es offenbar das OK. Wir erinnern uns an die beiden Glücklichen: Nancy Pelosi, Sprecherin des Hauses und damit dritte in der Hierarchie des Landes und ihren Kollegen im Kongress, Senator Chuck Schumer, Minderheitsführer im Senat. Wenn jemand Einfluss auf die Stimmen der Demokraten hat, dann diese beiden Wortführer.

Man sollte Trump nicht unterschätzen. Will man ihn in einen Krieg treiben, wird er das Beste daraus machen und sämtliche Ziele bombardieren, die den tiefen Staat  im Iran empfindlich treffen werden. Er will keine unschuldigen Menschen treffen, also wird es keinen Flächenbrand geben.

Syrien ist heute freier denn je, nachdem der IS verschwunden ist und iranische Stellungen im Land ebenfalls bombardiert wurden. Nordkorea scheint befreit zu sein. Kim Jong-un hat man selten so glücklich gesehen, wie heute. Aber noch sitzt der tiefe Staat im Iran und Trump weiß das.

Kurze Analyse des Treffens zwischen Kim Jong-un und Donald Trump in Singapur

Trump bekämpft nicht den Iran, er bekämpft nicht die Iraner, sondern er bekämpft den Staat hinter dem Staat auch in diesem Land.

Es wird nicht das letzte Kampf sein und nicht das letzte Land. Dass der amerikanische Präsident bei all dem niemand ist, der leichtfertig auf den roten Knopf drückt, hat er inzwischen mehrfach bewiesen.

Dass er jemand ist, der ein Menschenleben achtet und ehrt, sollte nach dem folgenden Thread, in dem er noch einmal auf Twitter seine Entscheidung mitteilt, eigentlich auch jeder verstanden haben:

Präsident Obama schloss ein verheerendes und schreckliches Abkommen mit dem Iran – und gab ihnen 150 Milliarden Dollar plus I,8 Milliarden Dollar in bar! Der Iran war in großen Schwierigkeiten und er hat sie gerettet. Gab ihnen einen freien Weg zu den Atomwaffen und bald, anstatt Danke zu sagen, schrie der Iran…

…Tod für Amerika. Ich beendete den Deal, der nicht einmal vom Kongress ratifiziert wurde, und verhängte strenge Sanktionen. Sie sind heute eine stärker geschwächte Nation als zu Beginn meiner Präsidentschaft, als sie im gesamten Nahen Osten große Probleme verursachten. Jetzt sind sie am zusammenbrechen!…

…Am Montag haben sie eine unbemannte Drohne abgeschossen, die über Internationalem Gewässern flog. Wir waren bereit, gestern Abend bei 3 verschiedenen Zielen Vergeltungsmaßnahmen zu ergreifen, als ich fragte, wie viele sterben werden. 150 Menschen, Sir, war die Antwort eines Generals. 10 Minuten vor dem Angriff stoppte ich ihn, ……..

…nicht angemessen zum Abschuss einer unbemannten Drohne. Ich habe es nicht eilig, unser Militär ist wieder aufgebaut, neu und einsatzbereit, bei weitem das Beste der Welt. Die Sanktionen sind schmerzhaft und wurden gestern Abend noch erweitert. Der Iran darf NIE Atomwaffen haben, nicht gegen die USA und nicht gegen die WELT!

Sie lachen ihn aus für diese Worte. Sie halten ihn für schwach und unorganisiert für diese Worte.

Das ist keine Freude über einen Präsidenten, der umsichtig handelt. Da ist lediglich Kritik, weil er im letzten Moment – und weil Menschen sterben würden – einen Rückzieher gemacht hat.

Sie wollen offenbar den Krieg. 

Aber das amerikanische Volk sieht es anders: Sie meisten freuen sich, einen so umsichtigen Präsidenten zu haben und sagen: Deshalb haben wir ihn gewählt. Denn bereits im Wahlkampf hat er angekündigt, die Kriege zu beenden und das Militär abzuziehen.