Der Fall Jeffrey Epstein: Es gibt mehr Fragen als Antworten

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Der Fall Epstein scheint mit der Autopsie noch nicht abgeschlossen zu sein. Zu viele Fragen sind noch offen, bemängelte Professor Dr. Marc Siegel in einem gestrigen Interview mit Tucker Carlson/Fox News.

Jeffrey Epstein, ein registrierter Sexualstraftäter, war nach einer Verurteilung im Jahr 2008 erneut wegen Pädophilie und Prostitution Minderjähriger angeklagt und erwartete im New Yorker Staatsgefängnis seinen Prozess.

Einer Verurteilung und damit einer wahrscheinlich lebenslangen Gefängnisstrafe soll er sich am 10. August entzogen haben, indem er sich in seiner Zelle an einem Bettlaken aufgehängt haben soll.

Obwohl er sich 12 Stunden am Tag mit seinen Anwälten zusammen um seine Verteidigung bemüht haben soll und Tage vor seinem Selbstmord nach Aussage von Mitgefangenen außerordentlich gut gelaunt gewesen sei, soll er sich trotzdem umgebracht haben?

Da kann etwas nicht stimmen.

Dr. Siegel bezweifelt auch aus ärztlicher Sicht, alleine aufgrund der Verletzungen, die an Epstein nach ersten Berichten gefunden wurden, ein Erhängen und betont, dass dies eher auf einen Mord schließen würde. Es sei auch sehr auffällig, dass die Gerichtsmedizinerin eine Woche lang benötigt habe, um letztendlich zum Endbefund Suizid zu kommen, der jetzt von allen offiziellen Seiten verteidigt wird. Mehrere Tage lang hieß es, sie wolle sich noch nicht festlegen, denn es gäbe Ungereimtheiten.

Mitschrift eines früheren Interviews mit Dr. Siegel zum Fall Epstein:

Medizin-Professor nach Autopsie-Bericht: Es gibt weiter berechtigte Zweifel an Epsteins Todesursache

Woran hat nun die Gerichtsmedizin inzwischen erkannt, dass es – trotz aller äußeren Anzeichen, wie Blutergüssen an bestimmten Stellen, mehreren gebrochenen Halswirbeln und einem gebrochenen Zungenbein – dennoch ein Suizid war, obwohl diese Merkmale in der Regel zu einem Erwürgen passen würden?

Das bleibt leider im Unklaren, bevor nicht der vollständige Autopsiebericht veröffentlicht wurde.

Dr. Siegel fand es ebenfalls sehr eigenartig, dass zwei Wärter gleichzeitig einschlafen konnten und somit der Trakt unbeobachtet blieb, obwohl ein Rundgang alle halbe Stunde habe stattfinden müssen. Stattdessen hätten diese Wärter drei Stunden geschlafen.

Justizminister William Barr bekräftigte gestern noch einmal, dass es Beweise gäbe, dass Epstein Selbstmord begangen habe, erklärte aber nicht im Detail, was er damit meinte.

Die Untersuchung in Epsteins Tod wäre allerdings verzögert, weil Zeugen nicht mit den Ermittlern kooperieren würden.

Und jetzt? Wird man dann die „Zeugen“ wie Chelsea Manning in Beugehaft nehmen? Oder ist diese Verzögerung ganz nützlich, um nicht weitere Details preisgeben zu müssen, obwohl die amerikanische Bevölkerung ein Recht darauf hat?

Auch Professor Dr. Marc Siegel wartet darauf. Als medizinischer Experte wird er am ehesten erkennen können, ob ein Selbstmord unter diesen Umständen möglich war. Fotos würden beweisen, was wir nicht wissen. Er ist einer der wenigen Experten, die sich öffentlich trauen, Zweifel anzumelden.

Dieses Hinhalten mit dem Verschweigen der Details geht jetzt bald in die dritte Woche.

Durch die teilweise gegensätzlichen Aussagen, die seit dem 10. August kommuniziert werden, ist das Interesse der Bevölkerung geweckt. Viele Amerikaner haben nach der Verhaftung von Epstein bereits die Vermutung geäußert, dass er die Zeit bis zu seinem Prozess nicht überleben wird.

Es kursieren Listen von Zeugen, die kurz vor einer Zeugenaussage oder angekündigten Veröffentlichung plötzlich gestorben sind. Durch Selbstmord, Unfälle, Herzinfarkt.

Die Liste ist sehr lang und sie wurde eigentlich nur für die Familie Clinton erstellt. Auch bei Epstein findet man diesen Namen. Beide Clintons sollen seine Dienste in Anspruch genommen haben.

Aber die Clintons sind bei weitem nicht die einzigen. Epsteins Kreise umfassen Menschen von überall auf der Erde. Er hatte erwiesenermaßen seine Etablissements nicht nur in den USA und konnte seine Kundschaft auch auf ihrem eigenen Kontinent bedienen.

Es sind die Reichen und Mächtigen dieser Welt, die auf ihn hereingefallen sind. Er soll seine Kameraüberwachung genutzt haben, um sie bei ihren illegalen Handlungen mit Kindern zu filmen.

Epstein soll ein wichtiger Zulieferer für diejenigen gewesen sein, die ihn selbst in der Hand hatten. Eine Marionette wie so viele, die tat, was man ihr auftrug. Er war bereits tot, als er seine Seele den Puppetmastern dieser Welt verkaufte.

© Das Copyright liegt beim Verfasser des Artikels.

Weitere Infos zum Fall Epstein finden Sie hier:

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